News AMD startet Boltzmann gegen Maxwell

Onkel_Dithmeyer

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Ludwig Boltzmann war ein bedeutender österreichischer Physiker und Philosoph, der vor allem in den Bereichen der Thermodynamik und Statistik große Verdienste erarbeitet hat und als Vollender der klassischen Physik gilt. AMD verwendet den Namen für eine Softwareoffensive, die eindeutig gegen den Konkurrenten NVIDIA gerichtet ist.
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Unbekannter Krieger

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Ob der Name klug gewählt ist?

https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_Boltzmann schrieb:
Boltzmann hatte großen Anteil daran, das Werk Maxwells auch in Kontinentaleuropa bekannt zu machen.
Im Vorwort zu den Vorlesungen über Maxwells Theorie der Elektricität und des Lichts ordnet sich Boltzmann bescheiden Maxwell unter
Schwer krank und an Depressionen leidend nahm er sich im Alter von 62 Jahren das Leben.

Bezogen auf bunte Balken in Benchmarks wäre wiederum das positiv zu werten:
„Das Studium Boltzmanns hat es mir nicht ermöglicht, ihn zu verstehen. Er konnte mich wegen meiner Kürze nicht verstehen, und seine Länge war und ist gleichermaßen ein Hindernis für mich“
Wobei auch das in der richtigen/falschen Disziplin ins Gegenteil schlagen kann ("weniger ist besser").
 
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eratte

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Woerns

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Eigentlich ein ziemlich verzweifelter Ansatz, ein Tool bereitzustellen, dass es Nutzern der Konkurrenz ermöglicht, auf die eigene Hardware zu gehen.

Bevor irgendjemand über so einen Schritt nachdenkt, will er sich sicher sein, dass sein Code danach mindestens schneller läuft. Für die Portabilität alleine bekommt er nichts, wenn er unter CUDA schon schneller war. Mindestens muss AMD einen Vergleich zu seinen Gunsten präsentieren.
Bisherige Vergleiche zwischen CUDA und OpenCL lassen sich kaum sinnvoll anstellen, weil Nvidia (wahrscheinlich aus wohlerwogenen Gründen...) nur OpenCL 1.2 unterstützt. Damit ist der Code unter CUDA meist schneller als unter OpenCL, welches auch den größeren Overhead mit sich bringt, weil es eben auf verschiedenen Systemen laufen kann.
Dann bleiben Vergleiche auf unterschiedlicher Hardware übrig, etwa OpenCL2.0@AMD vs. CUDA@Nvidia. Da geht man dann eher davon aus, dass man eben die Hardware vergleicht und nur zweitrangig die Software und daher kaum eine brauchbare Aussage über die Software machen kann.

M.E. muss AMD erst einmal die bestehenden Baustellen fertigstellen. Für OpenCL gibt es bislang nur eine sehr dünne Unterstützung in den Entwicklertools. Afair braucht man für manches eine spezielle ASUS-Plattform. Das ist bisher eher was für Entwickler von Entwicklertools, aber eben nichts für Entwickler von Software. Bevor das nicht sinnvoll abgeschlossen ist, braucht AMD m.E. keine weitere Baustelle aufzumachen. Man muss doch auch daran glauben können, dass diese jemals erfolgreich beendet wird. Und um daran zu glauben, will ich erst einmal die alten Baustellen beendet wissen.

Jedenfalls machen die beiden Schwalben Lineare Algebra (BLAS) und Fast Fourier (FFT) für HSA optimiert noch keinen Frühling.
MfG
 

Bobo_Oberon

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Eigentlich ein ziemlich verzweifelter Ansatz, ein Tool bereitzustellen, dass es Nutzern der Konkurrenz ermöglicht, auf die eigene Hardware zu gehen...
So etwas ähnliches hatte ich auch gedacht - so etwa im Stil, dass Plagiate und Nachahmungen ein Lob ans Original darstellen.

Im Bereich von _GPGPU-Computing ist aber Nvidia eine nochmals größere Macht, als es auf dem Desktop schon jetzt ist. Mag in Hardware die Radeon- und FirePro-Riege auf dem Papier stark sein, insbesondere in Doppelt genauer FPU-Leistung ... Mit Cuda haben die Grünen ein mächtiges Tool zur Nutzung für die Rechenpower von Geforce-, Quadro- und Tesla-Karten.

Erschwerend kam seit Mitte 2013 hinzu, dass der Compiler von Portland Group (PGI) ebenso in der Hand von Nvidia liegen. Die Compiler-Alternative von PGI für Fortran, C, [...] unter x86 mit Linux, Windows und Mac OS war so etwas wie ein AMD-Verbündeter.

Nachdem die PGI-Brücke etwas brüchig wurde, hat nun der Athlon-Erfinder eine neue Brücke entwickelt für schon vorhandene proprietäre Cuda-Lösungen. Schauen wir mal, es ist halt nicht nur die Hardware, sondern auch ein Ökosystem von Software und Tool notwendig.

MFG Bobo(2015)
 
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sompe

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Was soll daran verzweifelt sein?
So wie ich es verstanden habe geht es schließlich nur darum ein Tool bereit zu stellen mit dem man CUDA Software umstricken kann.
Es geht also nicht darum zu übersetzen damit CUDA Software auf der Radeon läuft sondern darum sie umzuwandeln damit sie auf allen OpenCL/HSA kompatiblen GPUs/Prozessoren laufen. Dazu muss das Ergebnis noch nicht einmal unbedingt schneller sein. Die Verbreitung ist dann das Schlüsselwort und da gehören dann auch Intels Prozessoren mit dazu, gegen die nvidias Marktanteile komplett abstinken.

Unterm Strich ist es doch ohnehin nur eine Übergangslösung zum anfixen denn wenn die Ergebnisse entsprechend gut aussehen dürfte es langfristig überflüssig sein.
 

OBrian

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Der Name bezieht sich evtl. eher auf die (nach dem Physiker benannte) Boltzmann-Maschine, einem neuronalen Netz. Damit könnte sich derjenige beschäftigt haben, der sich dann diesen Codenamen ausgedacht hat. Ich würde da aber nicht zuviel Bedeutung reingeheimnissen.

Bei der Software geht es wohl eher darum, daß die Programmierer so einfacher arbeiten können, weil OpenCL etwas zu low-level ist, Cuda bzw. C++ sind ja high-level-Sprachen. In jedem Falle sollte es sehr willkommen sein und einen Schub beim Marktanteil geben, sprich die dazu bewegen können, auf AMD-GPUs zu setzen, die bisher wegen der Software davor zurückgeschreckt sind bzw. der Einfachheit wegen lieber auf die nominal schwächere Nvidia-Hardware gesetzt haben. Die Abressaten dieser Initiative finden es sicher auch gut, nun eine bessere Auswahl zu haben.

Ich hoffe nur, daß AMD da weiter dran bleibt bzw. ihrer Softwareabteilung noch mehr Druck macht.
 

sompe

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Zumal man die Zitate auch so interpretieren kann das sie wie die Faust aufs Auge passen.
Boltzmann hatte großen Anteil daran, das Werk Maxwells auch in Kontinentaleuropa bekannt zu machen.
CUDA Software wird so umgestrickt das sie auch vom Rest der (GPU) Welt verstanden wird.

Im Vorwort zu den Vorlesungen über Maxwells Theorie der Elektricität und des Lichts ordnet sich Boltzmann bescheiden Maxwell unter
Die Programme würden dann auch auf den GPUs von nvidia laufen, obwohl sie zuvor für CUDA gemacht wurden.

Schwer krank und an Depressionen leidend nahm er sich im Alter von 62 Jahren das Leben.
Könnte im laufe der Jahre, wenn nicht mehr nur für CUDA programmiert wird, überflüssig und eingestellt werden.

„Das Studium Boltzmanns hat es mir nicht ermöglicht, ihn zu verstehen. Er konnte mich wegen meiner Kürze nicht verstehen, und seine Länge war und ist gleichermaßen ein Hindernis für mich“
Aus dem Fachchinesisch das nur wenige verstehen wird etwas womit alle umgehen können, auch wenn nicht das Optimum an Leistung dabei rauskommen würde.

Das ist ja das lustige an Interpretationen. Mann kann sie nach eigenen Wünschen auslegen.
 

hoschi_tux

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