Begründung der maximalen 1,65VDIMM bei i7 CPUs

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Opteron

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Hallo,

gibt zwar schon im Internet einige Quelle, de darüber spekulieren, wieso Intel beim i7 ein 1,65V max VDimm für die DDR3 Module verhängt hat ... aber nachdem sich hier die Gelegenheit bietet Infos aus 1. Hand zu bekommen frage ich mal:

Wieso ?

Danke

Alex
 

Christian Anderka

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Hallo Alex,

ich bin mir nicht sicher, welche CPU Spec mit max vDimm gemeint ist, aber es wird wohl Vddq sein.
Vddq, also die Processor I/O supply voltage for DDR3, ist CPU-seitig mit nominell 1,5 Volt (min: 1,425 und max: 1,575) spezifiziert. Als absolute maximum rating ist 1,875 V angegeben.

Die Höhe dieser Spannungen ist in der Regel der Stärke unser Buffer auf dem Die geschuldet.
Soll heißen: Mehr Spannung macht die Schaltkreise auf dem Die kaputt, bzw. reduziert die Lebenserwartung.

Erklärt das die Grenzen? Wo die 1,65 Volt herkommen kann ich jetzt zumindest aus dem CPU-Datenblatt nicht schlüssig herleiten. Ist das evtl. eine Intel Board Spezifikation?

Grüße,

Christian
 

Opteron

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Gut möglich dass da etwas mißverstanden wurde. Habe mal kurz gegoogelt und das hier gefunden:
We talked to a couple memory companies about this frequency claim and they said 2GHz was possible, but not an easy feat to reach. One of the things that is limiting how fast the modules can go is the fact that the Intel DX58SO motherboard only supports 1.65VDIMM.
http://www.legitreviews.com/article/775/1/

Demnach wäre das also nur eine Intel - Boardbeschränkung, mit der eine i7 CPU nichts am Hut hat, oder ?
Wobei dann die Frage wäre, wo das herkommt ... und ob es auch auf andre i7 Boards zutrifft.

Eine Erklärung wären "billige" RAM Spannungswandler, aber das Intel da gespart hätte, kann ich mir nicht vorstellen.

Edit:
Hier noch eine zweite Quelle, angeblich liegt es am X58 Chipsatz, was ja sehr komisch wäre. Im Bild handelt es sich aber um ein Asus Board:
Core%20i7.jpg


http://forums.adobe.com/thread/385256

Auf was für "Intel Specs" Asus sich auch immer beruft ... ;-)


ciao

Alex
 
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Christian Anderka

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Wenn es eine DX58SO Limitierung ist, wäre die so nachvollziehbar: Laut CPU Spec sollte diese I/O-Versorgungs-Spannung (die wird über die CPU bereitgestellt) nicht über 1,575 Volt gehen - kurzzeitig sind auch 1,875 Volt ohne Folgen akzeptabel.
Das DX58SO geht nun etwas über die Grenze indem es maximal 1,65 Volt erlaubt. Das ist über der CPU-Spec, aber immer noch unterhalb der kurzzeitigen absolute maximum ratings.
Höhere Spannung sind der Lebensdauer der CPU abträglich - auch die 1,65 Volt sind schon außerhalb der CPU Spezifikation, aber wohl noch im Rahmen der erwarteten Lebensdauer für einen Overclocker... (das DX58SO hat einige Overclocker-Funktionen).

"Billige" Spannungswandler sind nicht das Problem - es geht darum, wieviel die Buffer der CPU bei diesem Schaltkreis langfristig verkraften.

Außer es geht hier gar nicht um die I/O Spannungsversorgung
 

Opteron

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Achso .. wenn die 1,8V nur kurzfristig sind .. dann kommen die 1,65V also quasi Pi*Daumen hin, oder ?

Das wird dann schon stimmen :)
Gehen wir mal davon aus (recht viel mehr Spannungen zu den DIMMs wird es ja kaum geben, oder?), und gehen zurück zur Anfangsfrage:

Wieso ? ;-)

Bei den S775 CPUs war ja selbst 1,9-2V kein Problem (damit meine ich durchaus DDR3 und nicht DDR2 ;-).

Natürlich wird das "irgendwie" am IMC liegen, aber ich hätte es halt genau gewußt, so sich jemand findet, der es erklären könnte ;-)

Danke

Alex

P.S: Den obigen "Edit" noch mitbekommen ?
 

Redphil

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Eine Verständnisfrage: mein DDR3-Speicher benötigt 1,8V. Bedeutet diese VDIMM-Limitierung, daß sich dieser Speicher auf einem i7-Board gar nicht nutzen lassen würde? :o
(lläuft momentan auf einer X48-Plattform)
 

Christian Anderka

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Achso .. wenn die 1,8V nur kurzfristig sind .. dann kommen die 1,65V also quasi Pi*Daumen hin, oder ?

Das wird dann schon stimmen :)
Gehen wir mal davon aus (recht viel mehr Spannungen zu den DIMMs wird es ja kaum geben, oder?), und gehen zurück zur Anfangsfrage:

Wieso ? ;-)

Bei den S775 CPUs war ja selbst 1,9-2V kein Problem (damit meine ich durchaus DDR3 und nicht DDR2 ;-).

Natürlich wird das "irgendwie" am IMC liegen, aber ich hätte es halt genau gewußt, so sich jemand findet, der es erklären könnte ;-)

Danke

Alex

P.S: Den obigen "Edit" noch mitbekommen ?

Das "irgendwie" liegt tatsächlich an der Auslegung der Schaltkreise der CPU. Die maximale Höhe der Spannungen hängt auch von der Fertigungstechnik ab. D.h. ältere Chipsätze, die mit größeren Strukturbreiten (etwa 90 oder 65 nm) gefertigt wurden, können mehr Spannung ab, als eine CPU in 45 nm Herstellungstechnik.
Bei Sockel 775 liegt das ja nicht an der CPU, sondern am (Graphics- und) Memory Controller Hub.

PS: Edit habe ich erst jetzt gesehen - Asus bezieht sich ja auch auf die CPU SPEC.
.
EDIT :
.

Eine Verständnisfrage: mein DDR3-Speicher benötigt 1,8V. Bedeutet diese VDIMM-Limitierung, daß sich dieser Speicher auf einem i7-Board gar nicht nutzen lassen würde? :o
(lläuft momentan auf einer X48-Plattform)

Hängt jetzt von dem Speicher ab. Die DDR3 Spezifikation geht von 1,5 Volt aus.
Ich nehme an, dass es sich bei diesem Speicher um Overclocker-Speicher handelt.

Da gibt es nun zwei Optionen: Die Infos im SPD des Speichers lassen einen Betrieb mit 1,5 Volt zu und die Riegel lassen sich in der neuen X58 Plattform verwenden. Das dürfte bei der überwiegenden Mehrzahl der Speicher der Fall sein.
Im ungünstigsten Fall könnten die Informationen im SPD so auf Overclocking getrimmt sein, dass ein Betrieb mit 1,5 Volt nicht möglich ist - aber das wäre nach meiner Einschätzung eher die Ausnahme.

Evtl. ist es hier hilfreich den Speicherhersteller zu kontaktieren und mal anzufragen, ob der Speicher auch mit X58-Plattformen getestet wurde. Bzw. wenn es Markenspeicher ist, wird er evtl. sogar in Kompatibilitätslisten von Motherboardherstellern geführt.

Ich hoffe das hilft.

Viele Grüße,

Christian
 

Opteron

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Das "irgendwie" liegt tatsächlich an der Auslegung der Schaltkreise der CPU. Die maximale Höhe der Spannungen hängt auch von der Fertigungstechnik ab. D.h. ältere Chipsätze, die mit größeren Strukturbreiten (etwa 90 oder 65 nm) gefertigt wurden, können mehr Spannung ab, als eine CPU in 45 nm Herstellungstechnik.
Dann muss ich fragen, wieso es die Begrenzung nicht auch bei AMD gibt ;-)
Das sind doch auch 45nm CPUs. Oder ist das bei AMD ein SOI Vorteil, und/oder bei Intel ein high-k Nachteil ?

Danke

Alex
 

Christian Anderka

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Hmm, ich weiß leider nicht, wie AMD die Schaltkreise auslegt.
Da die DDR3-Spezifikation von 1,5 Volt ausgeht, sind unsere Schaltkreise entsprechend angepasst.

Was sagen denn die Datenblätter von AMD zur I/O Versorgungsspannung? Und verwendet AMD da evtl. ein ganz anderes Design?

An der Herstellungstechnik (SOI/High-K) würde ich es nicht festmachen wollen, da speziell diese beiden Techniken ein anderes Ziel haben und für die Spannungs-Umempfindlichkeit von untergeordneter Bedeutung sein dürften.
 
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