Der Laberthread zum Thema Auto und Technik - Teil III

Vor Ukrainekrieg: 03.02.2022 - 1,599 Euro pro Liter Diesel.
Genau. Wobei da ja schon die Säbel rasselten. Wenn man 5-6 Jahre zurück geht, dann gehts in den Bereich von 1,20-1,30.

Ich tanke derzeit immer HVO100....damit bleibt wenigstens das AGR frei und erspart mir Kosten....hoffe ich. Das kostet immer bis zu 10Cent mehr als B7 Plörre.
Zuletzt lag B7 bei 1,499, HVO100 bei 1,569.
Aber ich weiß auch jetzt schon, dass dies mein letzter Verbrenner ist.
Ich habe in den letzten 6,5 Jahren etwa 10.500 L Diesel gekauft, für insgesamt 15.100€.
Bei 10 cent mehr wären das über die Zeit also 1050€ Mehrkosten. Kostet so ein AGR denn mehr als das?

An sonsten einfach mal die langfristige Preisentwicklung beobachten.
Aber dann bitte auch die langfristige Inflation bzw. die langfristige Lohnentwicklung einbeziehen, dann sehen die Kurse fast identisch aus.

Schon faszinierend wie schnell die Leute sich daran gewöhnen.
Nö, ich führe ja meine Tankstatistik seit vielen Jahren und sehe genau, wie der Preis sich entwickelt. Offensichtlich gibt es Effekte, die die Steuererhöhungen auch mal kompensieren.

Der läuft genau genommen seit 2014 als Russland die Krim überfiel. 2022 begann lediglich der Überfall im ganz großen Stil. Dazwischen führten sie über die Separatisten einen verdeckten Krieg der offensichtlich nicht zum gewünschten Ziel führte.
Das stimmt zwar, hatte aber wenig Einfluss auf den Ölpreis.
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber dann bitte auch die langfristige Inflation bzw. die langfristige Lohnentwicklung einbeziehen, dann sehen die Kurzen fast identisch aus.
Was hat das mit der Preissteigerung an sich zu tuen? Ganz genau, nichts sondern nur auf deren Auswirkungen.
Spannend ist an er Stelle aber die Fixierung auf die Preise von 2022 wo die Preise aus bekannten Gründen ihren Höchststand erreichten. Da würde ich es eher als negativ ansehen wenn sie seither stabil geblieben sind.

Das stimmt zwar, hatte aber wenig Einfluss auf den Ölpreis.
Es ging nicht um den Öl- sondern um den Sprit Preis.
Dort sind die ganzen Abgaben bereits enthalten die beim Rohöl Preis noch fehlen.
Nebenbei sieht man dort durchaus die Auswirkungen des Krieges, nur nicht in der erwarteten Form.
Man sieht recht deutlich die Delle zwischen 2014 und 2022 wo Russland versuchte die Energieabhängigkeit der westlichen Länder zu steigern um sie offensichtlich zum geeigneten Zeitpunkt damit zu erpressen. Siehe auch die Leerung der von ihnen kontrollierten Gasreserven vor dem offenen Angriff.
 
Ich habe in den letzten 6,5 Jahren etwa 10.500 L Diesel gekauft, für insgesamt 15.100€.
Bei 10 cent mehr wären das über die Zeit also 1050€ Mehrkosten. Kostet so ein AGR denn mehr als das?

AGR Ventil + DPF + Motorreinigung und im Worst Case noch der AGR Abgaskühler…..

Ohne AGR hast du die Probleme halt nicht.


Bei meinem Gebrauchten war der Abgaskühler und das AGR Ventil dicht. Nach nur 65tkm. Kosten knapp an die 2200EUR.
Ging zum Glück auf Garantie, weil ich den Wagen ja erst mit 62tkm übernommen hatte.

Das waren die Folgen von Kurzstreckenbetrieb in Verbindung mit B7 Diesel.
Und leider ist man auch gerne mal betroffen, wenn man Kurzstrecken vermeidet.

Ist wohl der Preis, den man für Technologieoffenheit zahlen muss -.-
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Ukrainekrieg wurde damals als Begründung genommen, wieso ich von April bis Oktober 2022 mal eben 2,xx Euro pro Liter Diesel bezahlen durfte. Im November 2022 gingen die Preise dann langsam runter.

Wegen Russlands Angriffskrieg auf die Ukraine haben die Preise für Diesel und Super E10 zum ersten Mal zwei Euro überstiegen. Das teilte der ADAC mit. Am Montag kostete Superbenzin der Sorte E10 2,008 Euro je Liter, bei Diesel war es wegen der hohen Nachfrage nach Heizöl sogar noch mehr: Ein Liter kostete 2,032 Euro.

Quelle: https://www.spiegel.de/wirtschaft/d...i-euro-a-5e35beaf-a4bf-421b-bd19-a764bde1372f

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Quelle: https://www.spritmonitor.de/de/detailansicht/983605.html?page=4

Bilder:

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April 2022

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November 2022

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November 2022
 
Was hat das mit der Preissteigerung an sich zu tuen? Ganz genau, nichts sondern nur auf deren Auswirkungen.
Spannend ist an er Stelle aber die Fixierung auf die Preise von 2022 wo die Preise aus bekannten Gründen ihren Höchststand erreichten. Da würde ich es eher als negativ ansehen wenn sie seither stabil geblieben sind.
Ich finde schon, dass man die Spritpreise immer in Relation zur Kaufkraft sehen muss. Und da sind die Preise nun mal stabil bei 1,50...1,60 (Diesel) und in Anbetracht der Inflation deutlich sinkend.

2022 habe ich durch die Angabe von "3 Jahre" bewusst ausgelassen. Dass der Kriegsbeginn einen ordentlichen Peak gab, ist klar. Langfristig ist das aber nur eine kurze Zuckung.

Es ging nicht um den Öl- sondern um den Sprit Preis.
Öl ist bekanntlich die Basis für den Sprit. Und der Ölpreis hat den größten Einfluss auf die Spritpreise. Die Steuern ändern sich nur langsam und langfristig.
 
AGR Ventil + DPF + Motorreinigung und im Worst Case noch der AGR Abgaskühler…..
Nach 10 Jahren und 200Mm sehe ich das noch im Rahmen des üblichen Verschleißes.
DPF könnte beim nächsten TÜV fällig werden, weil es von Ford eine Rückrufaktion für den DPF gab (fällt beim Abgastest durch), die man aber weitgehend im Sande verlaufen lässt.
Das nächste Jahr wird sowieso teuer, weil der Zahnriemen dann fällig ist.
 
Ich finde schon, dass man die Spritpreise immer in Relation zur Kaufkraft sehen muss.
Dabei geht es aber um Inflation und nicht um den Preisanstieg an sich. Andere Baustelle.

Der Ukrainekrieg wurde damals als Begründung genommen, wieso ich von April bis Oktober 2022 mal eben 2,xx Euro pro Liter Diesel bezahlen durfte. Im November 2022 gingen die Preise dann langsam runter.
Leider wurde offenbar zu recht damit begründet weil offenbar der Großteile vom Diesel aus Russland geliefert wurden und die dicke Raffinerie im Norden nahezu ausschließlich an Russlands Tropf hing. Deshalb auch der Affentanz um die Öllieferungen.

Sich von einem Lieferanten so abhängig zu machen war einfach eine dumme Entscheidung aller die uns allen dann eben auch um die Ohren flog und die Erschließung alternativer Bezugsquellen benötigt eben Zeit.
 
Dabei geht es aber um Inflation und nicht um den Preisanstieg an sich. Andere Baustelle.
Das benötigt etwas mehr Erklärung.
Was ist für Dich der Unterschied zwischen Inflation und Preisanstieg? Und welcher Preisanstieg?
 
Was ist für Dich der Unterschied zwischen Inflation und Preisanstieg? Und welcher Preisanstieg?
Das ist doch ganz einfach.
Die Inflation ist der Durchschnittswert der allgemeinen Verteuerung, der Preisanstieg eines Produktes betrifft eben nur dieses eine Produkt und ist damit nur ein Teilwert der Inflationsberechnung. Eine Schraube des Autos ist eben nicht das Auto selbst.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das war mir schon klar das dich die Differenzierung nicht interessiert denn der Inflationsausgleich beim Lohn ist auch kein Teil der Inflation sondern lediglich eine optionale Folge dessen da sonst dadurch die Kaufkraft entwertet wird.
 
Ich sehe halt nur das Ergebnis: Vieles wird teurer, der Sprit nicht.
 
Wenn man mit dem Zeitpunkt vergleich wo der Preis lagebedingt am höchsten war ist das auch kein Wunder. Die beim größeren Zeitfenster sichtbare Verteuerung wurde dadurch eben vorweg genommen.
Der Preisrückgang bei den Rohstoffen wurde zwischenzeitlich von den steigenden Zusatzabgaben (CO2 Steuer, wieder auf den üblichen Wert gestiegene Mehrwertsteuer usw.) aufgefressen womit absehbare Steigerungen der Rohstoffpreise und Abgaben voll durchschlagen würden.
Aber klar, es bleibt jedem sich selbst überlassen wenn man sich das schön reden will. Zumindest wenn man wegen der absehbaren Konsequenzen später nicht rumjammert sondern als Lehrgeld anerkennt.
 
Gut, dann nehmen wir mal einen langen Zeitraum - 75 Jahre.

"Im Jahr 1950 kostete ein Liter Normalbenzin (91–92 ROZ) in der Bundesrepublik Deutschland durchschnittlich 56 Pfennige (heute inflationsbereinigt 1,88 €) und ein Liter Super 63 Pfennige (heute inflationsbereinigt 2,12 €),[58]"

Ich sehe an den Tankstellen aktuell weniger als 2,12 für Super.
 
@MagicEye04
In #174 hatte ich bereits einen Statista Link mit der Grafik des Zeitraums von 1972 bis 2025. hinterlegt wo dann auch die Währungsumrechnungen enthalten sein dürften.
Da ist der Preis für den Liter Super von ca. 35 Cent auf ca. 193 Cent im Jahr 2022 gestiegen, wobei er zwischenzeitlich von 2012 bis 2016 von ca. 165 Cent auf ca. 130 Cent fiel und zwischen 2020 zu 2022 von ca. 129 Cent auf die besagten 193 Cent hoch schoss. Das hat mit Inflation absolut nichts zu tuen.

Da der Inflationssatz kein fixer Wert ist und ich meine Zweifel habe dass du alle Inflationswerte von jedem Jahr und für ganz Deutschland (also auch die der DDR) mit eingerechnet hast wäre der Wert ohnehin eine eher wertlose *wünsch dir was* Rechnung.
Um die Auswirkungen von Ereignissen wie der Wiedervereinigung oder die Währungsunion weitestgehend außen vor zu lasen wäre es wohl ohnehin sinnvoller dies auf die letzten 20 Jahre zu begrenzen. Schon könnten wir schätzungsweise derzeit etwas unter der durchschnittlichen Verteuerungsrate liegen war für due künftige Preisentwicklung was bedeutet...?

Aber klar, wer sich das irgendwie schön rechnen will....
 
Das hat der ADAC so ausgerechnet, ist ja auch verlinkt. Du kannst Dich gern ihm Deine gefundenen Fehler abliefern.
 
Da du den Link so schön versteckt hattest fangen wir doch beim offensichtlichsten Fehlern an.
Für Normal Benzin gibt es ab 2011 keinen Preis mehr (weil gestrichen) und ab 2011 wird nicht mehr Super sondern das günstigere E10 Super aufgeführt.
 
Ich habe noch für unter einer Mark und 40 Pfennige Normalbenzin getankt. Der Polo von 1987 mit seinen 33 kW und in 135er Teerschneidern bekam damals nur das Beste.

Sein ungeregelter Kat brauchte schließlich den guten Stoff :D
 
Für Normal Benzin gibt es ab 2011 keinen Preis mehr (weil gestrichen) und ab 2011 wird nicht mehr Super sondern das günstigere E10 Super aufgeführt.
Ich hatte ja nur Super erwähnt. E5 ist auch noch weit unter 2,12.
Da die heutigen Motoren alle E10 vertragen, sehe ich darin aber auch kein Problem.
Man könnte auch sagen: das frühere Normal ist das heutige Super (also das, was die überwiegende Mehrheit der Autos verträgt) und das frühere Super ist das heutige Super Plus (also das, was nur exotische Autos brauchen).
Also egal, ob Du hier und da den einen oder anderen Cent versuchst, hinzuzurechnen - der Sprit ist heute einfach billiger als vor geraumer Zeit, dafür ist die Lücke einfach zu groß.
 
Pillepalle….
Heute ist die Reichweite der Kisten auch höher. 850km mit nem Benziner sind gut möglich. Mit den Hybriden auch locker 1000.
Das sind Werte, für die man bis vor nicht all zu langer Zeit Diesel brauchte, um sie zu erreichen.

So jedenfalls meine Feststellung der letzten Jahre.

Noch mein alter 1.8L 110PS Saug-Benziner brauchte ne Tankfüllung auf 600km. Dagegen war dann mein 1.2L Turbo Benziner ein Segen. Mit E10 konnte man den echt sparsam fahren. Und die Weiterentwicklung dieses Motors setzt noch mal einen drauf. Und das innerhalb von zwei Motorgenerationen.

Mit Mild-Hybrid fährt das Ding unter 5L, wenn man mag. Bei vergleichbaren Anschaffungskosten und besseren Fahrleistungen.

Daran messe ich den Spritpreis….und schon steht das alles gar nicht mehr so schlecht da, wie einem die Zahlen an der Zapfsäule einreden wollen.

Beim Diesel, ok….
War mal günstiger und die Steuern sind schon gestiegen…muss man ja sagen.
Aber vergleiche ich das mit meinem schon sparsamen Vorgänger-Benziner, stehe ich trotzdem noch viel besser da.

Vielleicht sehe ich das ja auch nur einfach viel zu naiv…..aber Kostenmäßig spare ich mit fast jeder neuen Fahrzeuggeneration….zumindest, was den Kraftstoff angeht.
 
Mit dem A2 schaffe ich auch über 800km mit 42l Tank. Die Autos sind zu fett und schwer, teuer und anfällig geworden. Nach 2000 ging's nur noch bergab mit der qualität
 
Ich hatte ja nur Super erwähnt. E5 ist auch noch weit unter 2,12.
Dessen Preise sind dort aber nicht mehr enthalten und wie sehr man sich den Vergleich mit einer Tankstelle schenken kann sehe ich regelmäßig bei meinen Fahrten. Bei Standort A ist mein bevorzugter Sprit schnell mal 10 Cent teurer als bei Standort B, umgekehrt ist er an Standort A aber selten überhaupt mal günstiger als an Standort B. Beide liegen in der Nähe von einer Autobahn.
Die regionalen Preise können sich also sehr deutlich unterscheiden.

@dFeNsE
Diesel und Benzin werden unterschiedlich besteuert.
Der Diesel Kraftstoff soll in der Herstellung teurer sein, wird aber geringer besteuert wodurch er am Ende günstiger ist. Da bei der Sprit Preisexplosion aufgrund Russlands offenen Angriffskrieges auch das Benzin geringer besteuert wurde um die Spritkosten zu senken wurde der Diesel Sprit verhältnismäßig entsprechend teuer.
Wann die Diesel Ausführung günstiger wird hängt primär von der jährlichen Laufleistung ab da das nur über den geringeren Sprit Preis und Verbrauch ging. Früher waren das mal um die 20k km, heute dürfte der Wert höher liegen.
 
Wann die Diesel Ausführung günstiger wird hängt primär von der jährlichen Laufleistung ab da das nur über den geringeren Sprit Preis und Verbrauch ging. Früher waren das mal um die 20k km, heute dürfte der Wert höher liegen.
"Früher" (so vor ca. 20 Jahren) waren der Break-Even bei mir so ca. 12 Mm/a - heute dürfte sich da nicht allzuviel geändert haben. Hängt aber stark an der Fahrweise: Wenn ich bewusst sparsam fahre, sind die Benziner glaube ich schon besser geworden im Vergleich zum Diesel, als früher - wenn ich aber mal wirklich fliegen lasse, dann ist beim Diesel der Verbrauch endlich... *chatt*
Bei mir ist über die Historie der Kraftstoffverbrauch quasi immer gleich geblieben: Gut 6l/100km! Das hatte ich bei den ersten IIer Golfs (Benziner), (1,4l) Benziner-Polo und bei allen meinen Dieseln seither!
Allerdings sind die Geräte immer schwerer und stärker geworden (mit Ausnahme des Benziner-Polos): der erste Golf noch unter 900kg, das jetzige Cabrio knapp über 1,6t *chatt*
Was man halt dabei nicht vergessen darf: Im damaligen Golf mit 60 an den Baum wärst Du tot gewesen - jetzt steigst Du aus und denkst Dir Mist, die Versicherung wird teuerer... :]
 
nach dem electro xpeng zuvor noch so ein video ....diesmal ein "china" audi. kostet 40000 dort und hier 60000. und das ist die max. austattung.
ganz interessant so die hintergründe mit zu hören.

 
Vielleicht sehe ich das ja auch nur einfach viel zu naiv…..aber Kostenmäßig spare ich mit fast jeder neuen Fahrzeuggeneration….zumindest, was den Kraftstoff angeht.
Geht mir eigentlich auch so. Der Focus mit dem 2.0L Motor lag über die Lebensdauer bei 6,6L, mit dem C-Max und seinem 1,5L Motor bin ich bei 6L - obwohl der ja höher gebaut ist und dem Fahrtwind mehr entgegenstreckt.

Bei Standort A ist mein bevorzugter Sprit schnell mal 10 Cent teurer als bei Standort B, umgekehrt ist er an Standort A aber selten überhaupt mal günstiger als an Standort B. Beide liegen in der Nähe von einer Autobahn.
Die regionalen Preise können sich also sehr deutlich unterscheiden.
Ich bin mir sicher, dass der ADAC solche Sondereffekte entsprechend berücktsichtigt hat und sie keine Rolle spielen. Bei Durchschnittswerten nimmt man ja eine ausreichende Anzahl an Tankstellen, um das zu erreichen. Der ADAC gibt ja auch regelmäßig die regionalen Unterschiede aus. Das liegt im Bereich weniger Cent, ist also hier auch wieder irrelevant.
 
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