Der neoliberale Weg in den Abgrund

Weedmaster

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Mal ne Frage, wie alt bist du, und hast du ahnung von Wirtschaftspolitik?

bzw. kannst du mit Begriffen wie Leffer-Theorem, Angebotsorientiert, Nachfrageorientiert, Kaynes etc. etwas anfangen?
 
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Riddler82

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@weedmaster : ich habe mir mit csjunkie vor einiger zeit schon mal manch ein hartes wortgefecht geliefert, ich denke er hat relativ viel ahnung ;)
btw, man kann auch ohne das man BWL oder sowas studiert hat relativ viel ahnung haben... mir zum beispiel sagen deine ausdrücke auch nix :P

@topic: ich habe mir den link zu dreigliederung.de mal durchgelesen und muss sagen: einem grossteil muss ich zustimmen... Steuergeschenke an reiche haben nichts gebracht ausser das Reiche reicher wurden... der "kleine Mann", die Masse wurde bestraft und geschröpft...

Einige Punkte halte ich für etwas unfair (die Arbeitslosigkeit unter Kohl stieg unter anderem wegen der Wiedervereinigung übermässig. damals wurden halt auch fehler gemacht da die vereinung zu schnell gemacht wurde...) oder auch etwas übertrieben und fast paranoid ;)

Im grossen und ganzen jedoch ein text der der wahrheit leider sehr nahe kommt :(
 
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skyphab

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Original geschrieben von Weedmaster
Mal ne Frage, wie alt bist du, und hast du ahnung von Wirtschaftspolitik?

bzw. kannst du mit Begriffen wie Leffer-Theorem, Angebotsorientiert, Nachfrageorientiert, Kaynes etc. etwas anfangen?

ist das nicht das laffer-theorem ? *buck*
 

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Original geschrieben von Weedmaster
Mal ne Frage, wie alt bist du, und hast du ahnung von Wirtschaftspolitik?

bzw. kannst du mit Begriffen wie Leffer-Theorem, Angebotsorientiert, Nachfrageorientiert, Kaynes etc. etwas anfangen?

Ja und du? ;)
 

Weedmaster

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Siehst ja, sooooo viel Ahnung hab ich noch nicht (hab halt Politik Leistungskurs). Mich hat das halt Interessiert, da mir der Anfang des Textes sehr "Propagandamäsig" vorkam. Mich regt es halt auf wenn Leute immer über unsere Regierung schimpfen, aber kein bisschen ahnung von Politik haben. Ich meine damit jetzt nicht dich.

nun zum Topic:

Ich finde das eine Angebotsorientierte Politik mit einem Staat der sich aus der Wirtschaft raushält im Moment richtig ist, da wir im Moment schnellstmöglich zu einer Tertiären Wirtschaft kommen sollten, denn im sekundären Bereich haben wir keine Chance gegen die Billiglohnländer. Deshalb finde ich es sehr schlecht wenn der Staat gerade jetzt versucht ganze Industriezweige mit Subventionen am Leben zu erhalten (Kohleabbau).
Soviel zu meiner Meinung. Ich hab nicht vor da jetzt groß mit dir rum zu streiten, denn mir ist bewußt dass Angebotsorientierte und Nachfrageorientierte Politik zwei gegensätzliche Schulen sind, die beide theoretisch recht haben. Was zur Zeit das Richtige wäre wird wohl niemand zu 100 % genau beantworten können.
 

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Original geschrieben von Riddler82
@weedmaster : ich habe mir mit csjunkie vor einiger zeit schon mal manch ein hartes wortgefecht geliefert, ich denke er hat relativ viel ahnung ;)
btw, man kann auch ohne das man BWL oder sowas studiert hat relativ viel ahnung haben... mir zum beispiel sagen deine ausdrücke auch nix :P

Dies ist nur ein typischer Reflex der neoliberalen Anhänger.
Sobald man auf die negativen Folgen der neoliberalen Politik hinweist, und diese sind mehr als offensichtlich, wird man sofort mit unsachlichen Unterstellungen(um es einmal höflich auszudrücken) konfrontiert, um eine sachliche Diskussion zu diesem Thema zu verhindern.

Original geschrieben von Riddler82
@topic: ich habe mir den link zu dreigliederung.de mal durchgelesen und muss sagen: einem grossteil muss ich zustimmen... Steuergeschenke an reiche haben nichts gebracht ausser das Reiche reicher wurden... der "kleine Mann", die Masse wurde bestraft und geschröpft...

Und ein Ende dieses Wahnsinns ist nicht in Sicht. :(
http://www.de.cgey.com/servlet/PB/menu/1006262/


Original geschrieben von Riddler82

Einige Punkte halte ich für etwas unfair (die Arbeitslosigkeit unter Kohl stieg unter anderem wegen der Wiedervereinigung übermässig. damals wurden halt auch fehler gemacht da die vereinung zu schnell gemacht wurde...) oder auch etwas übertrieben und fast paranoid ;)

Ich finde der Text ist nur konsequent. Der Autor beschönigt nichts.
Übertrieben oder paranoid würde ich das nicht nennen. Oder was meinst du genau damit?
Dass Kohl neoliberale Politik für Reiche gemacht hat, zeigen nicht nur seine Bestechungsskandale, sondern auch die hohe Arbeitslosigkeit die er hinterlassen hat. Die Wiedervereinigung wird da zu oft als vorgeschobener Grund missbraucht.
Damit versuchen sich unsere korrupten Politiker aus der Verantwortung für ihre verfehlte Politik zu stehlen. Das muss man erkennen.

Original geschrieben von Riddler82
Im grossen und ganzen jedoch ein text der der wahrheit leider sehr nahe kommt :(

Ich bin mal gespannt, wie lange sich die Bevölkerung diese destruktive Politik noch gefallen läßt. In Frankreich und in Österreich tut sich da mehr als hier.
Eine starke echte Opposition fehlt aber leider bei uns. :(
 

MORPHEUS

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ich finds bewundernswert das es tatsächlich immer noch menschen gibt die nen funken hoffnung in diese unsere welt setzen ... ob nun national oder international

es lebe der idealismus ... die hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt hr hr hr :P

kein schlechter text ... aber ändern wird sich trotzdem nichts ... zumindest nichts im sinne des volkes
 

Riddler82

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Nunja, ich ha zu dem Text und der sachlage gesagt was ich sagen wollte ;)

Aber zwei aussagen von dir csjunkie verstehe ICH nich ganz:
Dies ist nur ein typischer Reflex der neoliberalen Anhänger. Sobald man auf die negativen Folgen der neoliberalen Politik hinweist, und diese sind mehr als offensichtlich, wird man sofort mit unsachlichen Unterstellungen(um es einmal höflich auszudrücken) konfrontiert, um eine sachliche Diskussion zu diesem Thema zu verhindern.
Was bzw wen meinst du damit konkret?

Wegen Wiedervereinigung&Kohl: Ok, die wiederveinigung (ich nenne die jetzt bald einfach nur noch WV ;)) wird oft als Grund vorgeschoben... insofern lässt es sich aber nicht bestreiten das die WV doch für einen grossteil der probleme zumindest mitverantwortlich sind, da die realen Kosten unterschätzt wurden...
Womit ich NICHT sagen will das die WV ein Fehler war!

Was meine aussage "Paranoid&Übertrieben" angeht: Vielleicht kommt meine einschätzung daher das ich, wie schon erwähnt, eben diesen komplex nicht studiert habe... ich bin eben nur ein dummer Realschüler
;D mehr kann ich dazu nicht sagen...

Insofern zeigt der Text aber auch auf das im Prinzip egal gewesen wäre wer die letzte Wahl gewonnen hätte... Sowohl SPD als auch CDU/CSU sind im endeffekt dem Neoliberalismus verfallen, nur das die CDU dies schon vorher offen zugegeben hatte :-X ;)
 

Ball

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*gähn*

Ich habe nur das erste Viertel gelesen, aber das ist auch nichts anderes als Antikapitalistische Progaganda...



Ich hab nicht vor da jetzt groß mit dir rum zu streiten, denn mir ist bewußt dass Angebotsorientierte und Nachfrageorientierte Politik zwei gegensätzliche Schulen sind, die beide theoretisch recht haben

Ich bin nicht der Meinung, daßNeoklassik und Keynes gegensätzlich sind. Sie betrachten nur unterschiedliche Zeithorizonte.
 

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Original geschrieben von Riddler82

Was bzw wen meinst du damit konkret?

Ball zum Beispiel.
Kommen von ihm denn irgendwelche Argumente oder zumindest Ansätze einer sachlichen Auseinandersetzung mit diesem Thema? Fehlanzeige.
 

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Original geschrieben von Riddler82

Insofern zeigt der Text aber auch auf das im Prinzip egal gewesen wäre wer die letzte Wahl gewonnen hätte... Sowohl SPD als auch CDU/CSU sind im endeffekt dem Neoliberalismus verfallen, nur das die CDU dies schon vorher offen zugegeben hatte :-X ;)

Meine Rede. Wir leben in einer Scheindemokratie.
Das neoliberale Kartell gilt es zu durchschauen und zu durchbrechen.
 

Ball

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Ball zum Beispiel.
Kommen von ihm denn irgendwelche Argumente oder zumindest Ansätze einer sachlichen Auseinandersetzung mit diesem Thema? Fehlanzeige.

Ich sage dir auch gerne warum ich keine Argument anbringe. Wenn du an die von dir genannten Links wirklich "glaubst", ist eine Diskussion darüber sinnlos. Deshalb weil wir beide dann schon zu unterschiedliche Dogmen haben um zu einem Konsens kommen zu können. Nicht weil ich oder zu nicht in der Lage wäre den anderen zu verstehen.
Die Diskussion zwischen Kapitalisten und Sozialisten ( so benenne ich dich einfach mal. Verzeihe sollte dies nicht zutreffen) ist per se zum scheitern verdammt.

Gruß Ball
 

ghostadmin

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Solange asoziale Arbeitgeber sich alles Geld unter den Nagel reissen wird sich daran nichts ändern, da kann auch die Politik nicht viel rütteln
Das Geld wird viel zu ungerecht verteilt als man da von sozial sprechen könnte

Jeder gibt die hohen Preise weiter, wer ist der Dumme? Der Arbeitnehmer

Eine Firma macht etwas weniger Gewinn, kein Problem wir entlassen einen Haufen Leute, fällt eh nicht auf bei der heutigen Lage, was mit den Familien passiert ist mir egal, der Staat zahlt doch!

Die Staatsverschuldung ist auch ein Thema für sich. Ein Teufelskreis.
 

Riddler82

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Nunja Ball, auch wenn die links evtl nicht 100% der wahrheit entsprechen: der kapitalismus ist nicht der weisheit letzter schluss...

Der text auf Killerzins.de hört sich zumindest für mich als relativen laien recht interessant an, wird aber leider Gottes niemals so kommen da die berühmten "oberen 10.000" es wohl verstehen werden derartige strömungen zu unterdrücken :-/

Was die Wirtschaft angeht: Es sollte einfach jedem Klar sein, das eine auf Wachstum ausgelegte Wirtschaft auf einer endlichen Welt nicht unendlich weiterwachsen kann! Von daher ist ein Zusammenbruch mit darauffolgendem Krieg eine unaufhaltsame Sache, solange wir weiterhin in dem masse dem Kapitalismus huldigen!
 

Ball

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Original geschrieben von Riddler82

Was die Wirtschaft angeht: Es sollte einfach jedem Klar sein, das eine auf Wachstum ausgelegte Wirtschaft auf einer endlichen Welt nicht unendlich weiterwachsen kann! Von daher ist ein Zusammenbruch mit darauffolgendem Krieg eine unaufhaltsame Sache, solange wir weiterhin in dem masse dem Kapitalismus huldigen!

Wachstum ist auf verschiedene Arten möglich. Einmal durch die von dir angesprochene Faktorausweitung, aber eben auch durch technischen Fortschritt ;)
 

Riddler82

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Wobei dem dem Wachstum durch technischen Fortschritt auch grenzen gesetzt sind.

z.B.: Es gibt Notebooks mit 3GHz, ich kenne jedoch fast leute die Notebooks benutzen die bis Max 500MHz gehen, und die sich kein neues kaufen. ebenso kann sich nicht jeder dauernd das neueste Auto leisten, usw usf...

Von daher ist eine auf wachstum ausgelegte wirtschaft auch im deinem sinne nicht beliebig wachstumsfähig.
Und wir sind eben jetzt langsam an den grenzen beider systeme :-/
 

Ball

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Ich denke dabei eher an den Fortschritt von Produktionstechniken. Im Sinne von weniger Inputfaktoren bei größerem Output.
 

Riddler82

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Ah, das hab ich wohl missverstanden ;)
In der hinsicht geht es sicher noch einige zeit weiter, sicher!
Dennoch muss auch dieses system an seine grenzen kommen, das sagt mir zumindest mein Laienhafter verstand ;)

Bis dahin sollten WIR ALLE eine lösung gefunden haben, nur leider ist der fatalismus wohl ein zu fest verankertes wesensmerkmal des Homo Sapiens...

Um Agent Smith zu zitieren: Der Mensch ist ein Virus, das geschwür diese Planeten :] Besser könnte man es wohl kaum ausdrücken :-/
 

Thyler Durden

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der mensch ist von grund auf schlecht. wer an so etwas glaubt wie die "gute" wandlung der menschen, der ist in meinen augen ein träumer.
der homo sapiens sapiens wird sich selber killen. wenn sein sys. nur bei wachstum bestand hat, tja dann sieht es schlecht aus.
1917 war eine gute zeit ;D

mfg
 
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