Ein muslimisches Manifest

soulmanager@W:E

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Wer sind die moderaten Muslime? Immer wieder wurden ihnen diese Frage nach den Anschlägen vom 11. September und Karikaturenstreit gestellt. Also entwarfen der Autor Mustafa Akyol und die Wissenschaftlerin Zeyno Baran ein muslimisches Manifest.

Die respektlosen Karikaturen über den Propheten Mohammed (Friede sei auf ihm), veröffentlicht in der "Jyllands-Posten", haben jüngst zu extremen Reaktionen vieler Muslime auf der ganzen Welt geführt. Während wir die Gefühle unserer Glaubensgeschwister verstehen, bitten wir sie eindringlich, von Rache und Gewaltakten abzusehen.

Die Autoren Zeyno Baran und Mustafa Akyol: "Ein Pfad zu Gott und ein Aufruf zum Frieden"
Eifer für Gott ist nur legitim, wenn er in einer aufgeklärten Art zum Ausdruck gebracht wird, denn Gott selbst hat uns eine zurückhaltende Erwiderungsweise auferlegt. Als ihre heidnischen Zeitgenossen sich über die ersten Muslime lustig machten, da gebot der Koran ihnen nicht etwa, sich mit Gewalt zu wehren, sondern eine zivilisierte Ablehnung: "Wenn ihr hört, dass die Verse Gottes zurückgewiesen und verspottet werden von den Leuten, dann sollt ihr nicht mit ihnen sitzen, bis sie anfangen, über etwas anderes zu sprechen" (Koran 4,140). Der Koran beschreibt die Muslime außerdem als "diejenigen, die ihre Rache kontrollieren und anderen Menschen vergeben, (denn) Gott liebt jene, die Gutes tun" (Koran 3,134). Darum sollten alle Demonstrationen gegen die Verspottung des Islams friedlich sein. Kritikern des Islams sollte nicht mit Drohungen und Gewalt, sondern mit rationalen Gegenargumenten begegnet werden.

Wir glauben ferner, dass terroristische Akte niemals gerechtfertigt oder entschuldigt werden können. Keine der Herausforderungen, denen Muslime gegenüber stehen - etwa Unterdrückung oder militärische Besatzung - können Angriffe gegen Nicht-Kombattanten legitimieren. Im Heiligen Koran befiehlt Gott den Muslimen, "niemals irgendjemandes Hass zu erlauben, euch in die Sünde des Abweichens vom Recht zu treiben" (Koran 5,8 ). Das wahre islamische Verständnis von Gerechtigkeit lässt sich besonders gut in den Überlieferungen über den Propheten Mohammed (Friede sei auf ihm) finden. Selbst in Zeiten des Krieges - vom Frieden gar nicht zu reden! - sollen islamische Soldaten niemals "den Alten, den Säugling, das Kind oder die Frau töten". Diejenigen, die solches tun, sind keine Märtyrer, sondern kaltblütige Mörder.

"Theokratische Herrschaft akzeptieren wir nicht"

Wir halten die Religionsfreiheit hoch, und zwar auf der Grundlage der im Koran zu findenden Bestätigung, dass "es in der Religion keinen Zwang gibt" (Koran 2, 256). Jeder Mensch hat das Recht, an den Islam oder jede andere Religion zu glauben oder nicht zu glauben. Darüber hinaus haben alle Muslime das Recht, ihre Religion zurückzuweisen und zu wechseln, wenn sie es wollen. Kein Staat, keine Gemeinschaft und kein Individuum hat das Recht, anderen den Islam aufzuzwingen. Die Menschen sollten den Islam annehmen und praktizieren, weil sie an seine Lehren glauben, und nicht, weil sie dazu gezwungen werden.


Wir unterstützen die Demokratie und halten sie hoch - nicht, weil wir die Souveränität des Allmächtigen über die Menschen zurückweisen, sondern weil wir glauben, dass diese Souveränität sich im allgemeinen Willen der Menschen in einer demokratischen und pluralistischen Gesellschaft manifestiert. Theokratische Herrschaft akzeptieren wir nicht - und zwar nicht etwa, weil wir nicht wünschten, Gott zu gehorchen, sondern weil theokratische Herrschaft automatisch zur Herrschaft fehlbarer (und manchmal korrupter und fehlgeleiteter) menschlicher Wesen im Namen des unfehlbaren Gottes wird.

Wir akzeptieren die Legitimität des säkularen Staates und säkularer Gesetze. Das islamische Gesetz, die Scharia, wurde in einer Zeit entwickelt, zu der Muslime in homogenen Gemeinschaften lebten. In der modernen Welt sind praktisch alle Gesellschaften pluralistisch, sie setzen sich zusammen aus verschiedenen Glaubensbekenntnissen und unterschiedlichen Wahrnehmungen jedes einzelnen Glaubens, den Islam eingeschlossen. In dieser pluralistischen Umgebung kann ein Rechtssystem, dass auf einer bestimmten Version einer einzigen Religion besteht, nicht auf alle Bürger angewandt werden. Aus diesem Grund wird ein einziges, säkulares Recht, das für alle Religionen offen ist aber auf keiner von ihnen basiert, dringend nötig.

"Wir lehnen Antisemitismus ab"

Wir glauben, dass Frauen dieselben unveräußerlichen Rechte haben wie Männer. Wir lehnen Gesetze und Einstellungen in einigen islamischen Gesellschaften strikt ab, die Frauen durch die Verneinung ihres Rechts auf Bildung, politische Teilhabe und ihr individuelles Recht auf Glück ausschließen. Genauso wie Männer sollten auch Frauen das Recht haben zu entscheiden, wie sie leben, sich kleiden, reisen, heiraten und sich scheiden wollen. Wenn sie diese Rechte nicht genießen, bedeutet das, dass sie ganz klar Bürger zweiter Klasse sind.

Wir glauben, dass es keinen Widerspruch zwischen religiösen und nationalen Identitäten gibt. Jedem Muslim sollte es möglich sein, die Staatsbürgerschaft eines modernen säkularen Staates anzunehmen und zur gleichen Zeit ein Gefühl der spirituellen Solidarität mit der Umma, der globalen Gemeinschaft der Muslime, zu bewahren.

Wir betrachten das Christentum und das Judentum als Geschwister-Religionen in der gemeinsamen Familie des abrahamitischen Monotheismus. Wir lehnen Antisemitismus strengstens ab. Viele Jahrhunderte lang war er dem Islam fremd, erst in den letzten Jahrzehnten hat er unglücklicherweise starke Popularität unter einigen Muslimen gewinnen können. Wir akzeptieren Israels Existenzrecht genau so wie die legitimen Hoffnungen des palästinensischen Volkes auf einen souveränen Staat, und hoffen, dass eine gerechte Zwei-Staaten-Lösung in Israel/Palästina dem Heiligen Land Frieden bringen wird.

Kurz gefasst: Wir verurteilen alle jene und widersprechen ihnen deutlich, die für Tyrannei und Gewalt im Namen des Islam werben oder sie praktizieren. Wir hoffen, dass ihre fehlgeleiteten Taten unsere edle Religion nicht verdunkeln - sie stellt in der Tat einen Pfad zu Gott dar und einen Aufruf zum Frieden.

____________________________________________________________

(Mustafa Akyol ist Schriftsteller und Journalist und lebt in der Türkei. Zeyno Baran ist "Director of International Security and Energy Programs" am Nixon Center in Washington / USA. Im Februar 2006 war sie als "Distinguished Visitor" an der American Academy in Berlin zu Gast.)
(SPON)


(Das Original (englisch) )



sm
 
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IVIaraud3R

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wetten, dass die BILD davon kein wort erwähnt? dass in den großen nachrichtensendungen kein fatz davon vorkommt? dass kein cdu-spitzenpolitiker n lob ausspricht?

also ich verwette meine bibel, meinen koran und mein grundgesetz ...
 

soulmanager@W:E

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wetten, dass die BILD davon kein wort erwähnt? dass in den großen nachrichtensendungen kein fatz davon vorkommt? dass kein cdu-spitzenpolitiker n lob ausspricht?

also ich verwette meine bibel, meinen koran und mein grundgesetz ...
Hätten wir hier ein "Politik & Gesellschaft"-Sub-Forum, wäre dieses "Manifest" eigentlich auch bald nen Sticky wert... ;D

(Nicht, seiner "Richtikeit" wegen (darüber kann man ja noch diskutieren), sondern lediglich, als Zeichensetzung)



sm
 

algeron

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Hmmm... schon ~41 Hits, dieser Thread...

Hätten die Muselmänner mal wieder Randale gemacht, hätte der Thread wohl auch schon ~41 Antworten...*kopfkratz *buck*



sm
 

feelx

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Also es ist doch nicht so, dass es keine "fortschrittlichen Muslime" gibt. In dier CH hat sich schon länger ein "Forum für einen fortschrittlichen Islam" zusammen gefunden. Diese Personen sind übrigens auch in Diskussionssendungen des Massenmediums Fernsehen vertreten.
Leider ist deren Website nicht gerade sehr gut ausgebaut - aber weitere Infos z.B. hier:
 

Debaser

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wetten, dass die BILD davon kein wort erwähnt? dass in den großen nachrichtensendungen kein fatz davon vorkommt? dass kein cdu-spitzenpolitiker n lob ausspricht?

So weit kommt´s noch, für so was selbstverständliches ein Lob aussprechen! :[

Und berichtet wird darüber wahrscheinlich auch deswegen nicht, weil es absolute Makulatur ist. Wohl 99% der Moslems hier und 100% derer in arabischen Ländern sehen das anders, und handeln nach allem, aber nicht nach diesen Grundsätzen. Warum also sollte man darüber auch nur ein Sterbenswörtchen verlieren, so lange die Realität eine andere Sprache spricht?
 

soulmanager@W:E

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So weit kommt´s noch, für so was selbstverständliches ein Lob aussprechen! :[
Aber nichts anderes wird ständig gefordert.


Und berichtet wird darüber wahrscheinlich auch deswegen nicht, weil es absolute Makulatur ist. Wohl 99% der Moslems hier und 100% derer in arabischen Ländern sehen das anders, und handeln nach allem, aber nicht nach diesen Grundsätzen. Warum also sollte man darüber auch nur ein Sterbenswörtchen verlieren, so lange die Realität eine andere Sprache spricht?
Sehr, sehr waghalsige Vermutungen...*suspect*



sm
 

soulmanager@W:E

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...mit dem Rest dürfte ich in etwa richtig liegen ;)
...und darauf:
Wohl 99% der Moslems hier und 100% derer in arabischen Ländern sehen das anders, und handeln nach allem, aber nicht nach diesen Grundsätzen. Warum also sollte man darüber auch nur ein Sterbenswörtchen verlieren, so lange die Realität eine andere Sprache spricht?
...kommst Du wie ??

Edit: 4campari: ...kommt Ihr wie?? ;)



sm
 
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Campari

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So weit kommt´s noch, für so was selbstverständliches ein Lob aussprechen! :[

Und berichtet wird darüber wahrscheinlich auch deswegen nicht, weil es absolute Makulatur ist. Wohl 99% der Moslems hier und 100% derer in arabischen Ländern sehen das anders, und handeln nach allem, aber nicht nach diesen Grundsätzen. Warum also sollte man darüber auch nur ein Sterbenswörtchen verlieren, so lange die Realität eine andere Sprache spricht?

*great*

Ich fänd es auch fragwürdig wenn es besondere Erwähnung finden müsste, wenn zwei Einzelpersonen Selbstverständliches niederschreiben.
 

soulmanager@W:E

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Ich fänd es auch fragwürdig wenn es besondere Erwähnung finden müsste, wenn zwei Einzelpersonen Selbstverständliches niederschreiben.
Na, immerhin doch noch 1 Satz, anstatt der bloßen "Zustimmung". ;)

Merkwürdig, merkwürdig, dass da jetzt auf einmal so penibel hingeguckt wird, wo es sonst doch immer hieß: "Nicht ein einziger bezieht mal Stellung..." und wo genau diese "Selbstverständlichkeit" immer eingefordert wurde.

Gut, man kann es nicht allen Recht machen... manchen aber wohl aus "Prinzip" her schon nie... *chatt* *kopfkratz



sm
 

Campari

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Nein, käme das von all den zahlreichen Zentralverbänden, würde ich dazu wesentlich positiver stehen, für diesen Text ZWEIER Autoren wird sich in den Hinterhofmoscheen niemand interessieren, man sollte sich damit nicht zufrieden geben.
 

PuckPoltergeist

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Ich fänd es auch fragwürdig wenn es besondere Erwähnung finden müsste, wenn zwei Einzelpersonen Selbstverständliches niederschreiben.

Uns wird doch aber gegenwärtig allerorten deutlich gemacht, dass diese Selbstverständlichkeit garnicht so selbstverständlich ist. Deshalb finde ich es wichtig, dass solche Aussagen und Schriften so oft wie nur möglich aufgezeigt werden. Dies ist in meinen Augen auch ein guter Weg, all die "Durschnitts-Muslime" zu erreichen, und ihnen mitzuteilen, dass sie von ihren Imamen häufig vollkommen fehlgeleitet werden.
Es gilt in dieser Gesellschaft so vieles als selbstverständlich, und wird deshalb nicht erwähnt. Dadurch gehen diese "Selbstverständlichkeiten" mit der Zeit vollkommen unter. :(
 

soulmanager@W:E

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Nein, käme das von all den zahlreichen Zentralverbänden, würde ich dazu wesentlich positiver stehen, für diesen Text ZWEIER Autoren wird sich in den Hinterhofmoscheen niemand interessieren...
Vielleicht melden die sich ja (auf der Original-Seite) auch noch mal zu Wort.

Und selbst wenn nicht:
Wenn am Ende eine sehr große Anzahl von Muslimen hinter diesem "Manifest" steht, kann und sollte es egal sein, wer da der Initiator ist.

Alles andere wäre ideologische Erbsenzählerei.


...man sollte sich damit nicht zufrieden geben.



sm
Von "sich zufrieden geben" hat auch niemand gesprochen. ;)
 

feelx

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Ich schliesse mich da SM und Puck an...

Selbst wenn es nur zwei Meinungen wären - ganz so alleine stehen sie hoffentlich nicht da und haben halt auch etwas mehr Gewicht, als Mustafa und Ali aus Izmir - sollte 'unsere Kultur' solche Initiativen unterstützen.... Denn ansonsten würde es nur den Fundamentalisten in die Hände spielen, welche ein 'schwarz-weisses' Bild zeichnen und das Bild weiter zeichnen wollen, in dem sie Christen und Moslems gegeneinander ausspielen.
Wenn man aber solche Initiativen dankend annimmt und den Dialog führt, dann haben es Fundamentalisten erheblich schwerer, das Ganze als 'Befreifungskampf der gesamten Muslimischen Welt' zu verkaufen.
 

Debaser

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Wenn am Ende eine sehr große Anzahl von Muslimen hinter diesem "Manifest" steht, kann und sollte es egal sein, wer da der Initiator ist.

Genau das ist es ja, was ich (und Campari bestimmt auch) bezweifle. Ich bin fest davon überzeugt, daß Ali Normalmoslem dieses Manifest nicht interessiert, wenn er es überhaupt zu Gesicht bekommt oder lesen kann.

Man kann den Islam sicher auch anders auslegen; die militanten Karikaturenbekämpfer und Demokratiehasser sind mit Sicherheit der Überzeugung, daß ihr Handeln religionskonform ist - sie werden sich von diesem Manifest nicht umstimmen lassen.
 

Campari

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Man kann den Islam sicher auch anders auslegen; die militanten Karikaturenbekämpfer und Demokratiehasser sind mit Sicherheit der Überzeugung, daß ihr Handeln religionskonform ist - sie werden sich von diesem Manifest nicht umstimmen lassen.

Erst recht nicht, wenn in der Moschee wieder die anderen Töne fallen...
 

soulmanager@W:E

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Genau das ist es ja, was ich (und Campari bestimmt auch) bezweifle. Ich bin fest davon überzeugt, daß Ali Normalmoslem dieses Manifest nicht interessiert, wenn er es überhaupt zu Gesicht bekommt oder lesen kann.

Man kann den Islam sicher auch anders auslegen; die militanten Karikaturenbekämpfer und Demokratiehasser sind mit Sicherheit der Überzeugung, daß ihr Handeln religionskonform ist - sie werden sich von diesem Manifest nicht umstimmen lassen.
Und genau da liegt in Eurer Argumentation der Hund begraben.

Es gilt nachwievor zwischen den "Normalmoslems" und den "Fundmentalisten" zu unterscheiden.


Campari schrieb:
Erst recht nicht, wenn in der Moschee wieder die anderen Töne fallen...
Noch ein Hund: "in der Moschee"... mitnichten in allen.
Erschreckend, dass sich der Irrglaube langsam durchzusetzen scheint, dass in allen Moscheen (bzw. generell) der fundamentalistische Mist gepredigt & gepriesen wird. :-/

Zumindest wird durch solche Postings der Eindruck vermittelt.



sm
 

feelx

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Man kann den Islam sicher auch anders auslegen; die militanten Karikaturenbekämpfer und Demokratiehasser sind mit Sicherheit der Überzeugung, daß ihr Handeln religionskonform ist - sie werden sich von diesem Manifest nicht umstimmen lassen..
Genau deswegen - aber wussten wir z.B. folgendes, als wir uns vorbehaltlos auf die Seite der dänischen Regierung schlugen ?
Der dänische Ministerpräsident Rasmussen hat in totaler Fehleinschätzung der Lage mehrere Chancen zum Dialog verpaßt:

1. Schon am 15. Oktober 2005 hat er die Großdemonstration bisher nicht demonstrierfreudiger dänischer Muslime vor dem Rathaus von Kopenhagen ignoriert.

2. Er hat die Bitte der Botschafter von elf muslimischen Nationen um ein Gespräch brüsk zurückgewiesen.

3. Er hat die darauffolgende Reise führender dänischer Muslime mit dem Imam von Kopenhagen nach Kairo, um Hilfe bei ihren Glaubensgenossen zu erlangen, in ihrer Brisanz nicht durchschaut, obwohl so die Kunde von der Beleidigung des Propheten in die ganze islamische Welt gebracht wurde;

4. Selbst angesichts erster Zornausbrüche in islamischen Ländern hat er aus rein formalen Gründen eine klare Entschuldigung verweigert für eine bewußt geplante Provokation einer regierungsnahen Zeitung, welche in leichtsinniger Weise die Grenzen der Meinungsfreiheit testen wollte.
(Interview mit Prof. Hans Küng - Stiftung Weltethos)
Ich will nicht zu weit abweichen von dem Thema hier... aber die dänischen Karikaturen wurden erwähnt und das Interview trägt den Titel (und darum geht es ja hier) : "Islamische Reformkräfte stärken!"
 

Redphil

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Wohl 99% der Moslems hier und 100% derer in arabischen Ländern sehen das anders, und handeln nach allem, aber nicht nach diesen Grundsätzen.

Die Realität ist irgendwo da draußen, aber sicher nicht in diesem Post.

Nur, weil in den Medien momentan bloß von Vögeln mit H5N1 zu hören ist, haben noch lange nicht alle gefiederten Freunde Vogelgrippe.
 

soulmanager@W:E

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Die "Resonanz" wird immer schlimmer....*buck*

Kann nicht mal jemand einen "Skandal" einstreuen, damit sich auch jene äußern, die bei den anderen Threads vorne mit dabei waren? ??? :-/



sm
 

Redphil

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Die "Resonanz" wird immer schlimmer....*buck*

Kann nicht mal jemand einen "Skandal" einstreuen, damit sich auch jene äußern, die bei den anderen Threads vorne mit dabei waren? ??? :-/

8) *Meld*.

nach dem Post von iceman21 in diesem Thread in Zusammenhang mit diesem Artikel ist die H5N1-Ausbreitung momentan nicht klar erklärbar, deswegen meint er:
Vielleicht sollte man mal bei den Profiteuren einer europäischen Ausbreitung der Vogelgrippe ansetzen...

Ich bin ja fest davon überzeugt, daß H5N1 in Wahrheit Saddams Rache ist, aus einem
geheimen B-Waffen Labor im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet unter Aufsicht von
Osamas Oma zusammengebraut (nach irakischem Rezept in einem der fahrenden Labors
aus Mr. Powells Präsentation vor der UNO). Das Ganze wird dann von Schläfern in all die
bösen westlichen Staaten verbreitet (Ostasien als Herkunfsort ist nur Täuschung, versteht
sich), soll dann über die verdorbenen Bleichgesichter kommen und der Weltherrschaft des
Halbmonds den Weg bereiten, weil den Muselmanen ja nichts anderes im Kopf herumspukt.

Nur mal so in die Runde geworfen... .
 

algeron

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Ich bin ja fest davon überzeugt, daß H5N1 in Wahrheit Saddams Rache ist, aus einem
geheimen B-Waffen Labor im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet unter Aufsicht von
Osamas Oma zusammengebraut (nach irakischem Rezept in einem der fahrenden Labors
aus Mr. Powells Präsentation vor der UNO). Das Ganze wird dann von Schläfern in all die
bösen westlichen Staaten verbreitet (Ostasien als Herkunfsort ist nur Täuschung, versteht
sich), soll dann über die verdorbenen Bleichgesichter kommen und der Weltherrschaft des
Halbmonds den Weg bereiten, weil den Muselmanen ja nichts anderes im Kopf herumspukt.

Nur mal so in die Runde geworfen... .
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