Erfahrungen mit Intel CPU mit Performance und Effizienzkernen

sharptooth

Admiral Special
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Hallo zusammen,

wie ist Eure Erfahrung mit dem "BigLittle" Design von Intel? Hab auf der Arbeit einen i7 13xxx mit 8 P/12 E erhalten und meine Begeisterung hällt sich in Grenzen. Hatte vorher einen 10xxxH mit 6 C/ 12 T und der schien mir gefühlt schneller/snappier zu sein. Vielleicht spielt da auch Win 11vs Win 10 rein, aber der 13xxx ist v.a. im Akkubetrieb ziemlich laggy. Am liebsten würde ich die 12 "Atom" Kerne deaktivieren.

Was habt Ihr für Erfahrungen damit?

Sharpy
 
Ich hab' hier ein T14 mit 2P und 8E Kernen (i5-1335U) - das läuft schon etwas zügiger als der IceLake i7 (4C/8T) in dem Dell XPS davor - aber eine Rakete ist das natürlich auch nicht.
Enttäuschend finde ich v.a. die Akku-Laufzeit: Das Teil ist jetzt gut 2 Jahre alt, läuft quasi immer in dem Akku-Schonmodus (~80% Ladestand) an der Strippe - aber wenn ich mal YT-Vidoes o.ä. ohne Strippe schauen will, dann ist da nach nicht mal 3h ziemlich Ebbe...
Auch so wird das Ding recht warm - bei mir ist ein Haufen Zeug offen, dass die E-Cores alleine wohl überfordert, bzw. halt dann auch seinen Tribut fordert... :]
Der Nächste wird wohl ein Ryzen werden - dann ist Intel aus meinen "aktiven" Geräten endgültig raus...
(Aber das dauert noch - im Großen und Ganzen reicht mir das Teil noch gut aus)
 
Ich habe mit 2 relativ ähnlichen CPUs sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Auf einem Rechner war schon Windows 11 drauf, der andere lief noch mi Win10.
Der Win11 lagt regelmäßig sehr stark, teilweise fühlt es sich an als würde ich die Maus durch Tapetenkleister ziehen. Mehrere Sekunden Gedenkpausen. Das kann aber auch am VPN liegen.

Die Akkulaufzeit finde ich auch enttäuschend. Die wurden wohl ermittelt mit minimaler Helligkeit und beim Tippen im Notepad ohne Internet.
 
Bei mir laggt es auch manchmal so stark, dass der Text, den ich eintippe, mit Verzögerung angezeigt wird. Vielleicht ist ja der Windows 11 Task Scheduler überfordert mit dem hin- und herschieben der Threads auf so viele Kerne.
Laut Intel sollen diese E-Kerne ja auf dem Niveau von Skylake sein. Ich hab privat einen Hasswell Quad-Core, also älter als Skylake, und selbst der fühlt sich snappier an...

Sharpy
 
Bei mir ist es ein ultra7 155 oder so ähnlich. Die Effizienzkerne sind fast immer suspended beim normalen Arbeiten. Also letztendlich ist das ein Dual Core mit HT. Daher kein Wunder, dass die CPU überfordert ist.
 
Bei mir ist es ein ultra7 155 oder so ähnlich. Die Effizienzkerne sind fast immer suspended beim normalen Arbeiten. Also letztendlich ist das ein Dual Core mit HT. Daher kein Wunder, dass die CPU überfordert ist.
Ich hab eher den Eindruck, bei mir sind im Akku-Betrieb nur die E-Kerne im Einsatz ;) Hätte lieber nur die P-Kerne aktiv, das wäre dann ein Octacore mit HT, also mehr als genug Leistung. Akkumäßig bin ich auch etwas enttäuscht, mein voriger Laptop mit dem 10xxx hat viel länger durchgehalten.

Hoffentlich kommt AMD nicht auch auf so eine Idee mit einem hybriden Design.
Als E-Kerne dann Bulldozer-Derivate ;D
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei mir laggt es auch manchmal so stark, dass der Text, den ich eintippe, mit Verzögerung angezeigt wird. Vielleicht ist ja der Windows 11 Task Scheduler überfordert mit dem hin- und herschieben der Threads auf so viele Kerne.
Das muss ein Windows 11 Problem in Verbindung mit der genutzten SW und/oder Treibern sein, meiner Meinung nach:
Das hatte ich auf meinem alten Work-Lappy (Tiger-Lake, kein BIG.Little-Design) - und auch auf dem neuen (Ryzen AI 5 - "immerhin" mit den c-Cores) - am wenigsten noch auf meinem privaten (Raptor-Lake refresh, BIG.Little) Noty... *noahnung*
 
Ich hab eher den Eindruck, bei mir sind im Akku-Betrieb nur die E-Kerne im Einsatz
Tatsache, wenn ich das Stromkabel ziehe, sind die E-Kerne alle aktiv, wenn es viele Aufgaben gibt. Aber wirklich flüssig fühlt es sich da auch nicht an.
 
Bei Windows 10 war dafür nur allso oft die Speicher-Integrität der Kernisolierung verantwortlich, bei Windows 11...keine Ahnung.
 
Ich hatte mal ein System mit einem 12700H. Mir ist da nichts besonderes aufgefallen. Außer das, das Powerlimit beschissen gesetzt war. Selbst wenn die Kerne mal nicht ins Templimit rannten, takteten sie bei hoher Belastung irgendwann runter.
 
Tatsache, wenn ich das Stromkabel ziehe, sind die E-Kerne alle aktiv, wenn es viele Aufgaben gibt. Aber wirklich flüssig fühlt es sich da auch nicht an.
Woran erkennst Du eigentlich im Task Manager, welches die P- und E-Kerne sind? Kann man davon ausgehen, dass die ersten Kerne die P-Kerne sind (inkl. HT), also bei Dir 4 Diagramme, danach die E-Kerne folgen?
 
Woran erkennst Du eigentlich im Task Manager, welches die P- und E-Kerne sind? Kann man davon ausgehen, dass die ersten Kerne die P-Kerne sind (inkl. HT), also bei Dir 4 Diagramme, danach die E-Kerne folgen?
Nur indirekt. Wenn bei hoher Last nur 4 Kerne aktiv sind, gehe ich davon aus, dass es die P-Kerne sind. Und wenn dann bei Batteriebetrieb die anderen 8 oder 10 Kerne aktiv sind, die sonst nur pausiert waren, gehe ich davon aus, dass das die E-Kerne sind.
Die P-Kerne sind aber nicht zwingend die ersten beiden, sondern nur 2 sind am Anfang und die anderen 2 am Ende.
 
die ist standardmäßig nicht aktiv
Die hat bei mir unter Win 11 die Nutzung einer VM faktisch unmöglich gemacht und war standardmäßig aktiv. War allerdings auf AMD 4800H ohne E-Kerne. Wäre evtl. nen Versuch wert, das mal auszuschalten.

 
Dann hat das dein Laptop Hersteller aktiviert und dann auch nur wenn Virtualisierung im Bios an ist.

Das sorgt für geringfügige Performanceeinbußen bei Skylake/Kabylake wegen emulierter MBEC. Aber nur wenn Kernisolierung aktiv ist.
 
Heute ist es mir wieder extrem aufgefallen: im Akkumodus tippe ich einen Text, der erst eine Sekunde später angezeigt wird. Kann ja nicht sein, oder?
Nun, nachdem das Netzteil angeschlossen ist, flutscht es, was ja eigentlich von einem Core i7 13th Gen zu erwarten wäre, egal ob im Akkumodus oder im Netzbetrieb.

Sharpy
 
Aber so ein Laggen kenne ich noch nichtmal aus Single-Core Zeiten her.

Auch nicht vom Quadcore Cherrytrail-Atom her, der ja deutlich langsamer sein dürfte als die aktuellen E-Kerne.
 
Bei mir tritt das laggen auch nur auf dem Win11 Laptop auf. Ein nahezu baugleiches Gerät mit Win10 hat das Problem nicht. Aber früher oder später muss der ja auch auf Win11 gehen.
 
Ich prüf mal, ob es möglich ist, im BIOS die Effizienzkerne auszuschalten. Glaube aber nicht und wenn ja, komme ich da bestimmt nicht ran, da Arbeitslaptop.
Im Windows kann man da bestimmt nichts einstellen, vor allem nicht ohne Admin-Rechte...
Ist übrigens ziemlich meine erste Erfahrung mit Win 11. Vielleicht liegt es ja nicht an den Effizienzkernen (wüsste aber auch nicht, an was sonst ;))
Werde demnächst meinen privaten Core i3 1005G1 von Win 10 auf Win 11 umstellen. Ist zwar nur ein Dual Core mit HT, aber für das, was ich benötige, flutscht er, zumindest unter Win 10, auch im Akku-Betrieb (hat ja keine E-Kerne:)) Hat zwar manchmal Laggs, liegt aber definitiv an der SSD, wie ich in einem entsprechenden Beitrag mal kundgetan habe. Ich weiss auch, wann diese Laggs auftreten, nämlich bei starken SSD-Zugriff, v.a. bei Updates.
Bin nun gespannt, ob er unter Win 11 auch flutscht, oder halt auch lahmt. Wenn letzteres, kann es aber auch daran liegen, dass ein Dual Core mit HT noch einigermaßen OK war für Win 10 (zumal die Ice Lakes nicht die langsamsten CPUs waren), aber vielleicht 2 echte Cores zu wenig sind für Win 11. Mal schauen.

Hab Win 11 auch auf einem Core i5 Hasswell laufen, also 4 "echte" Kerne (ohne HT). Hab den nur wenig getestet, da ist mir bisher kein Laggen aufgefallen. Dort ist Win 11 natürlich mit "Tricks" installiert worden, da zu alte CPU, aber auf dem o.g. Core i3 läuft es offiziell. Dürfte aber den Laggs egal sein :)
Das ist aber ein Desktop, daher kein Akku-Betrieb zum Testen möglich :)

Sharpy
 
Ist übrigens ziemlich meine erste Erfahrung mit Win 11. Vielleicht liegt es ja nicht an den Effizienzkernen (wüsste aber auch nicht, an was sonst ;))
Werde demnächst meinen privaten Core i3 1005G1 von Win 10 auf Win 11 umstellen. Ist zwar nur ein Dual Core mit HT, aber für das, was ich benötige, flutscht er, zumindest unter Win 10, auch im Akku-Betrieb (hat ja keine E-Kerne:)) Hat zwar manchmal Laggs, liegt aber definitiv an der SSD, wie ich in einem entsprechenden Beitrag mal kundgetan habe. Ich weiss auch, wann diese Laggs auftreten, nämlich bei starken SSD-Zugriff, v.a. bei Updates.
Das liegt sicherlich nicht an der Architektur, sondern an Win 11.
Das gleiche Verhalten kann ich auch auf dem aktuellen Ryzen 5 AI Pro auf Arbeit beobachten...
 
Ich meine, ein gewisses "Muster" entdeckt zu haben: die genannten Laggs im Akkubetrieb treten anscheinend "nur" auf, wenn ich den Laptop alleine nutze. Sobald ich einen externen Monitor anschliesse (HDMI), gibt es keine Laggs, ich merke kaum einen Unterschied zum Netzbetrieb.

Ergibt das Sinn?

Hab den Taskmanager inkl. Taktfrequenzen und Auslastungen der einzelnen Kerne nicht getrackt in beiden Varianten mit/ohne externem Monitor.

Das erinnert mich etwas an mein Netbook vor Jahren, das berühmte Asus EEE PC 1000H mit Atom N270 (Singlecore + HT, in-order-design, noch mit "normalem" FSB). Um Akku zu sparen hatte ich im Akkubetrieb ab und an per speziellem Tool die Frequenz auf 1,2 Ghz (von ursprünglich 1,6 Ghz) geschaltet (wenn ich mich recht erinnere, wurde dadurch der FSB von 133 auf 100 getaktet). Sobald ich das Netbook an einen externen Monitor angeschlossen hatte (per VGA), sprang die Taktfrequenz auf 1,6 Ghz und man konnte sie nicht mehr auf 1,2 Ghz runtertakten. Die GraKa war übrigens im Chipsatz (Intel 945 irgendwas), nicht CPU, integriert.

Sharpy
 
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