Frage zu Brennerautobahn?

Gnurzel

Cadet
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Hallo,

mich würde mal zu folgender Sache die Meinung von jmd. mit etwas mehr Ahnung zu tun, hat aber nichts mit Online-Recht zu tun.

Ich habe gestern eine Aufforderung von einer PN Italia Srl bekommen, die sagt, sie handele im Auftrag der Autostrada del Brennero p.A. und fordert von mir eine Zahlung von etwas über 100 Euro, weil ich vor gut 5 Jahren die Brennerautobahn genutzt, aber ich nicht gezahlt hätte. Ich soll das innerhalb von 15 Tagen zahlen oder mich bei dem Inkassounternehmen melden, sonst drohen die mit weiteren Schritten. Die nennen noch das korrekte Nummernschild und Datum / Uhrzeit passen auch.

Das Schreiben ging an meine alte Adresse, wo ich seit 3 Jahren nicht mehr wohne und gemeldet bin (hat mich aber dennoch erreicht - wohne nicht weit weg und ist ein kleiner Ort). Einen Grund nennen die nicht (das Feld im Schreiben ist leer). Allgemein triggert das relativ viele Punkte die ich mit Betrugsversuch in Verbindung bringe.

Ich habe natürlich keine Quittung mehr, hatte mit Debitkarte gezahlt und habe einen Kontoauszug mit irgendeiner Nr im Verwendungszweck in Höhe von 6,50€ von der Brennerautobahn (war von Bozen Nord oder Süd bis Brenner auf der Autobahn)

Jetzt weiß ich nicht, was ich falsch gemacht haben soll. Daher mal eine Frage, wenn das wer weiß: übersehe ich da was? Hätte ich an irgendeiner Stelle (ähnlich wie in AT, wo die Vignette alleine ja nicht reicht) die Brennerautobahn extra noch mal bezahlen müssen und hab da was verpennt? Ich schileße ja nichts aus und wenn es gerechtfertigt ist, ist es eben Lehrgeld.

Ich hatte gestern jedenfalls erst mal an die hier (https://www.autobrennero.it/de/auf-der-reise/mautgebuhr/brenner-mautgebuehr-nichtzahlung/) angegebene Mail-Adresse meinen Fall gemeldet und mit Verweis auf den Kontoauszug gebeten, das Verfahren zu prüfen und einzustellen. Zum Inkasso-Büro möchte ich eigentlich keinen Kontakt so lange ich von der Autobahngesellschaft Bestäigung habe, dass die wirklich beauftragt sind. Ich hoffe, dass ich da die richtige Stelle gefunden habe...

Und zweite Frage, was macht man da überhaupt am Besten? Der Streitwert ist nicht so hoch, dass sich eine Rechtsberatung lohnen würde (mittlerweile habe ich eine Verkehrsrechtschutz, aber nicht vor 5 Jahren). Ich habe aber auch kein Bock auf eine Situation wo ein Inkasso-Unternehmen (falls die wirklich zuständig sind) oder die Autobahngesellschaft (wird ja auch irgendwie staatlich sein?) am Rad drehen, weil sie meinen sie sind im Recht.

Aber vllt. klärt es sich ja auch so auf, das wäre dann sehr schön.
 
Sowas scheint regelmäßig vorzukommen. Hatte da mal was gelesen, kann dir aber weder eine persönliche Erfahrung noch eine rechtliche Einordnung bieten. Beim ADAC gibt's nen Artikel mit Handlungsempfehlungen dazu. Vielleicht hilft dir der ja. Jedenfalls soll man das Inkassobüro mit dem Zahlungsnachweis anschreiben.

 
Zu allererst wäre es in meinen Augen wichtig rauszufinden ob es überhaupt ein berechtigter Anspruch oder eine Betrugsmasche ist.
Die haben es in den 2 Jahren vor dem Umzug nicht gebacken bekommen sich bei der ursprünglichen Addi zu melden, brauchten danach nochmal 3 Jahre um die neue rauszufinden und schaffen es dann nicht sie auch in dem Schreiben zu hinterlegen?
Das klingt irgendwie unglaubwürdig und so gesehen war es in meinen Augen auch der richtige Schritt sich zuerst an den zu wenden der die Maut erhebt.
 
Die Behörde müsste binnen 1 Jahr die Strafe an dich zugestellt haben sonst wäre es verjährt. Sie haben erst 5 Jahre Zeit das einzutreiben wenn es auch zugestellt wurde. Bei Maut sollen es sogar 10 Jahre sein.

 
Die Benutzung der österreichischen A13 Brennerautobahn über die Mautstation am Brennerpass selbst, kostet aktuell 13 EUR je Richtung (Zusätzlich zur AT-Vignette) (in 2020 waren es 11 EUR).

Wenn du irgendeinen Beleg über 6.50 EUR hast, könnte das die Gebühr der italienischen Seite sein, dort heist die Autobahn A22 - vermutlich wolltest du von Bozen zur Zufahrt Brennerpass fahren.

Was mich wundert, man entkommt den Mautstationen ja nicht, d.h. du ziehst in Bozen dein Ticket und bezahlst da wo du rausfährst an der Mautstation, was du ja auch beschrieben hast.

Wenn es das war, ist es schwer verständlich - warum noch jemand Geld will. Bist du aber bis Innsbruck auf der Autobahn gewesen, dann hättest du tatsächlich einen Teil nicht bezahlt.


Details zur Maut:
  • Italien (A22) (Bozen Nord bis Brennerpass-Zufahrt): Die Maut in Italien wird kilometerabhängig berechnet. Für die Strecke Bozen Nord bis Brennerpass (italienische Seite) liegen die Kosten für einen PKW (Kategorie A) oft im Bereich von ca. 5,80 € bis 7,90 €, abhängig vom genauen Startpunkt und der Fahrzeugkategorie (Achsen).
  • Österreich (A13 Brenner Autobahn): Die ca. 25 km lange Strecke von der Grenze bis Innsbruck ist eine Streckenmaut. Für einen PKW (Kategorie 1) kostet eine Einzelfahrt 12,50 €.
  • Zusammenfassung: Rechnen Sie mit etwa 18 € bis 20 € für eine einfache Fahrt von Bozen Nord bis zum Brenner (in Österreich), wobei der Großteil auf die österreichische Streckenmaut entfällt.
 
Servus, gutes neues Jahr und danke für die Antworten. Ich hatte mich eine Weile nicht gemeldet, aber das hilft, es einzuordnen. Es geht um die italienische Seite (und wenn ich richtig sehe, habe ich dann die Italiener und Österreicher korrekt bezahlt).

Wen es interessiert: Aktuell prüft das Inkasso bzw. Autobrennero meine Angabe, dass ich in Bozen auf die AB gefahren bin. Zu der Abbuchung meint das Inkasso, dass es nichts mit der Fahrt zu tun hat, weil ich die AB an der Mautstation Brenner verlassen habe (ital. Seite). Dass der Verwendungszweck den Text "Brennero Barriera" enthält, irriteirt die erst mal nicht.

Parallel hatte ich bei Autobrennero nach einer Belegkopie gefragt. Antwort: Geht zu so alten Vorgängen nicht. Zweite Rückfrage mit Hinweis auf das ganze Verfahren scheint jetzt aber zu ein wenig Interesse zu führen, sich das doch mal anzusehen. Wobei sie noch nicht den Eindruck machen, mir mitteilen zu wollen, wofür sie das abgebucht haben. Da werde ich wohl noch weiter nerven müssen.
 
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