Intel entwickelt am x86-64 Befehlssatz: Einsatz ab 2005?

Nero24

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Derzeit geht es mal wieder heiß her in der Gerüchteküche rund um Intels 64-Bit Ambitionen in der x86-Welt. Die "Yamhill" Vorgeschichte ist lang und kompliziert, weshalb wir an dieser Stelle einfach mal auf unsere ausführliche Meldung dazu vom Oktober <a href="http://www.planet3dnow.de/cgi-bin/newspub/viewnews.cgi?category=1&id=1065107411">verweisen</a> möchten.

Nun zu den News: Einigen Wirbel hat vor ein paar Wochen die <a href="http://www.planet3dnow.de/cgi-bin/newspub/viewnews.cgi?category=2&id=1070115634">Veröffentlichung des neuen Linux-Kernels 2.4.23</a> verursacht. Typisch für die OpenSource-Szene werden die Veränderungen oder Verbesserungen am Quellcode peinlichst genau dokumentiert und in Form eines <a href="http://kerneltrap.org/node/view/1690" TARGET="b">Changelogs</A> veröffentlicht. Daß die Linux-Kernel Entwickler dabei auf die Hilfe von Programmierern der großen Chipentwickler zurückgreifen dürfen, ist lange bekannt. Weshalb sich jedoch ausgerechnet Intel Programmierer Len Brown mit Veränderungen am AMD x86-64 Teil des Quellcodes beschäftigen muß, erscheint zumindest fragwürdig, wenn nicht höchst verdächtig. Wird der Linux-Kernel hier fit gemacht für die Intel-Umsetzung des AMD x86-64 Befehlssatzes? Derzeit nichts als Spekulation, aber dennoch nicht ganz unbegründet.

In die gleiche Kerbe stößt heute noch einmal <a href="http://www.xbitlabs.com/news/cpu/display/20031216070734.html" TARGET="b">xbit-labs</a>. Dort will man über das Marktforschungs-Unternehmen American Technology Research erfahren haben, daß Intel die Ankündigung des Pentium 4/5 mit 64-Bit Erweiterungen für die erste Hälfte des Jahres 2004 plant. Dabei handle es sich nicht um eine Eigenentwicklung, sondern - wie in der Gerüchteküche seit langem gar gekocht - um eine Implementierung von AMDs x86-64 Befehlssatz. Damit würden die 64-Bit Programme für den Opteron und Athlon 64 auch auf den künftigen Intel x86-64 CPUs lauffähig sein! Microsoft soll ja bereits <a href="http://www.planet3dnow.de/cgi-bin/newspub/viewnews.cgi?category=1&id=1065107411">angekündigt</a> haben, keinesfalls noch ein weiteres 64-Bit Betriebssystem zu entwickeln, nachdem es bereits eine 64-Bit Variante für den IA64 Befehlssatz des Server-Prozessors Intel Itanium gibt (der jedoch im PC-Markt keine Rolle spielt) und in Kürze auch eine AMD64-Variante für den x86-64 Befehlssatz des AMD Opteron und Athlon 64. In den Verkauf soll der neue Intel Prozessor frühestens 2005 kommen!
 
Ist die 64BIT Erweiterung nicht unter dem Codename "Yamhill" bekannt?
Naja wenn Intel x86-64 integriert ist dieses von großem Nutzen, "schadet" aber dem Prestige ein wenig ;-)
 
Holla! Das Gerücht hällt sich aber schon lange.
Wenn Intel X86-64 integriert wird es Softwareseitig doch gefördert, von daher gefällt mir das Lizenzabkommen AMD-Intel(-VIA) doch und kommt uns im Endeffekt doch entgegen. (Ich nenn's mal Lizenzabkommen ;))
 
dumm für Intel ist jedoch, dass sie eine gewisse Stabilität nachweisen müssen!

In Entwicklerkreisen war da noch nichts offiziell...

Entwicklung dauert, da hat AMD massiv Zeitvorteile.

He he... da wird aus Schuhwerk lecker Lakritze...

Gewisse Überlegunge waren ja auch schon im Forum...
Strategische Überlegungen64Bit; IBM SUN AMD Intel ...

Ich sage mal, dass sich die Gerüchte immer weiter zwingend für Yamhill verdichten, ob das Ding sich dann so nennt is ja egal... P5 oder P6 was solls he he...
 
Original geschrieben von Crashman
Mir gefällts nur nicht das Intel dafür am Linux Kernel rumfriemen muss.

MfG

Warum nicht? Wenn ein Hersteller direkt am Kernel mitarbeitet und so das Endprodukt stabiler/schneller/wasauchimmer läuft und das noch opensource (Kernel steht ja unter GPL)- is doch klasse. Zumal, so scheints, bei gleichem Befehlssatz die Änderungen auch dem A64 zugute kommen. Ausserdem werkelt Intel schon lange am Kernel mit.
 
Wann ist denn nun mit 64 bit windows zu rechnen?
 
Es wäre ein Segen, sowohl für AMD, als auch Intel.
Das 2 GB-Limit gesprengt und 'fast geschenkt' gleich mehrere 64-Bit OS dazu.

Vielleicht gehört sogar 3Dnow zu x86-64, bzw. im Austausch zu SSE3 ?

Und wie wärs mit den Socket 754 für Desktop-Centrinos ? Ein Taktbereich von 1,5-2,5 GHz wäre auch für die 90 nm Intelchips machbar und ausreichend für jeden normalen Arbeitsplatz.

Ein Herz für Intel ?
Nein, aber gemeinsame Plattformen wären für AMD eine dauerhafte Garantie fürs wirtschaftliche Überleben.
Da können sie noch lange neue Ideen entwickeln und bedeutendes dann standardisiert rausgeben.
Eine Konkurrenz auf So 754 oder ein Intel-Opteron, was solls, das steckt AMD locker weg.
 
Original geschrieben von rkinet
Es wäre ein Segen, sowohl für AMD, als auch Intel.
Das 2 GB-Limit gesprengt und 'fast geschenkt' gleich mehrere 64-Bit OS dazu.

Vielleicht gehört sogar 3Dnow zu x86-64, bzw. im Austausch zu SSE3 ?

Und wie wärs mit den Socket 754 für Desktop-Centrinos ? Ein Taktbereich von 1,5-2,5 GHz wäre auch für die 90 nm Intelchips machbar und ausreichend für jeden normalen Arbeitsplatz.

Ein Herz für Intel ?
Nein, aber gemeinsame Plattformen wären für AMD eine dauerhafte Garantie fürs wirtschaftliche Überleben.
Da können sie noch lange neue Ideen entwickeln und bedeutendes dann standardisiert rausgeben.
Eine Konkurrenz auf So 754 oder ein Intel-Opteron, was solls, das steckt AMD locker weg.
Autsch, das ist aber ein wenig zu hoch gegriffen. Übrigends fällt nicht die 2GB sondern die 4GB grenze :). Ich glaub 3DNow wird Softwareseitig nicht mehr lange überleben, wird einfach zu wenig genutzt. Und einen Socket 754 für Desktop Centrinos bis 2,5GHz ? Da sag ich jetzt mal nichts zu... 8)
 
Ich denke es ist gut das AMD eine eigene Plattform etabliert hat. Alles andere führt am Ende nur wieder zu einer Abhängigkeit.

MfG
 
Original geschrieben von Online-Slider
Autsch, das ist aber ein wenig zu hoch gegriffen. Übrigends fällt nicht die 2GB sondern die 4GB grenze :). Ich glaub 3DNow wird Softwareseitig nicht mehr lange überleben, wird einfach zu wenig genutzt. Und einen Socket 754 für Desktop Centrinos bis 2,5GHz ? Da sag ich jetzt mal nichts zu... 8)

Naja, für Anwendungen stehen auch wenn man 4GB Ram hat nur 2 zur Verfügung, der Rest ist fürs System...
 
Original geschrieben von rkinet
Es wäre ein Segen, sowohl für AMD, als auch Intel.
Das 2 GB-Limit gesprengt und 'fast geschenkt' gleich mehrere 64-Bit OS dazu.

Vielleicht gehört sogar 3Dnow zu x86-64, bzw. im Austausch zu SSE3 ?

Und wie wärs mit den Socket 754 für Desktop-Centrinos ? Ein Taktbereich von 1,5-2,5 GHz wäre auch für die 90 nm Intelchips machbar und ausreichend für jeden normalen Arbeitsplatz.

Ein Herz für Intel ?
Nein, aber gemeinsame Plattformen wären für AMD eine dauerhafte Garantie fürs wirtschaftliche Überleben.
Da können sie noch lange neue Ideen entwickeln und bedeutendes dann standardisiert rausgeben.
Eine Konkurrenz auf So 754 oder ein Intel-Opteron, was solls, das steckt AMD locker weg.

x86 ist doch was für mumus...
risc rulez *massa*

*trolltroll*
 
Original geschrieben von hoschieee
x86 ist doch was für mumus...
risc rulez *massa*

*trolltroll*
Hehe, wie süß ;D Ein "RISC-vs-CISC" Überlebender von Ende der 90er Jahre :D

Daß die CISC-vs-RISC Diskussion tot ist, seit die CISC-CPUs der sechsten x86-Generation intern mit RISC-ähnlichen Befehlen arbeiten, hast Du mitbekommen, oder? ;) ;) ;)
 
Ich hab bloß irgendwie die Befürchtung, daß im Zuge der Optimierung auf AMD64 durch Intel eben die Software auf die (kommende) Pentium-Architektur optimiert wird (ich meine Pipelinelänge, Cachegrößen etc etc.) und dann die Athlon64/Opterons nur davon profitieren, weil sie den gleichen Befehlssatz haben.

Aber das ist wieder der alte Punkt, daß AMD mangels Programmierer die Softwarearbeit dem Konkurrenten überlassen muß. So optimiert der Intel-Compiler natürlich für Intel-CPUs viel besser als für AMDs (ich meine jetzt keine Spezialeinstellungen), aber erzeugt dabei trotzdem noch oft schnellere Progs als GCC und MS. Also benutzt man den Intel Compiler und voilá! die Pentiums setzen sich stärker ab als sie es eigentlich "verdient" hätten.

Das ist so wie in der Formel1, wenn BAR die Reifen benutzen muß, die für Ferrari entwickelt wurden und auf Ferraris gut laufen, aber auf BARs eher so lala.

Also, für mich ist Yamhill nur ne Zeitfrage, Intel wird es auf jeden Fall einbauen (unter welchem Namen auch immer, wohl nicht AMD64 ;) ). Ich sehe nur die Gefahr, daß sich AMD das 64bit-Heft aus der Hand nehmen läßt...
 
Jaja:
no RISC, no fun *lol* ;D


Neo
 
@OBrian
Deine Analyse und Spekulation teile ich zu 60%, denn wenn Intel einen Kompiler schreibt, dann wird der bestimmt alle anderen an die Wand drücken...

Aber kompilieren ist nur die halbe Arbeit... aber da gabs mal eine "Weltmeisterschaft" im Schreiben von optimiertem Code... Das Posting hatte den Titel Wettbewerb Manuell vs Maschine dort wird deutlich, dass das aktive Nutzen des Hirns mindestens genauso wichtig ist, wie das Nutzen eines Compilers.

Dazu kommt, dass ganz normale Entwickler derzeit keine Intels haben, die AMD64 können. Wer jetzt entwickelt, hat Zeitvorteile auf der AMD64 Plattform... aber du hast Recht, nicht alle setzen auf AMD... aber immer mehr.
 
Zuletzt bearbeitet:
Gerüchte hin oder her, aber die Erklärung für die Kernelarbeiten eines INTeL-Mitarbeiters am x86-64 Code dürfte wohl trivialer sein --> er ist der Maintainer des APIC-Codes und da in diesm Bereich für x86-64 einige Patches aufgelaufen sind hat er sie integriert ... nicht mehr, nicht weniger.

Gruß
 
Original geschrieben von Nero24
Hehe, wie süß ;D Ein "RISC-vs-CISC" Überlebender von Ende der 90er Jahre :D

Daß die CISC-vs-RISC Diskussion tot ist, seit die CISC-CPUs der sechsten x86-Generation intern mit RISC-ähnlichen Befehlen arbeiten, hast Du mitbekommen, oder? ;) ;) ;)

und trotzdem liegt über der Befehlverarbeitung, noch die x86 ISA, die nunmal AH-AH ist.
 
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