Islamismus, Salafismus und Integrationspolitik - Was geht ab in diesem Land???

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Thunderbird 1400

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Klar, gleiches Recht für alle Religionen. Das ist logisch und nur fair. Ich war schon immer dafür, die Rechte der Kirche drastisch zu beschneiden. Das ist schließlich genau so eine Sekte. Der Staat soll sich da raus halten, Religion ist Privatsache.

Wenn's nach mir ginge: Sämtliche christlichen Feiertage abschaffen (alternativ z. B. 5 zusätzl. freie Urlaubstage pro Jahr für religiöse Zwecke für jeden), Kirchensteuer abschaffen (statt dessen nur noch private Beiträge), Kreuze in öffentlichen Gebäuden wie Schulen abhängen, christliche Schulen oder Islamschulen verbieten (Bildung ist allein Sache des Staates), Verbot für Lärmbelästigung durch Kirchengebimmel, usw. usw....
 
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Gast03032015

Guest
Klar ;) Geiche Rechte für alle! Außer für Schwule, Lesben, Moslems, Behinderte, und Menschen, die auf ihre eigene Art anders sind.....ach, einfach alle die nicht den angeblichen Werten entsprechen, oder die uns hier nicht in den Kram passen.
Ein schönes Beispiel, auch wenn es sarkastisch gemeint war.
Dies ist eine absolut berechtigte Kritik am Christentum. Darüber hinaus gab/gibt es auch im Christentum z.B. familäre Entscheidungen, wer wen heiraten darf/durfte oder wie man sich zu kleiden hat/hatte. Noch vor ein paar Jahrzenten war dies in der BRD sogar eher üblich als unüblich.
Ein solches Weltbild passt nicht mehr zu unserer heutigen modernen Gesellschaft. Jeder, der an solche überholten Moralvorstellungen festhält, gehört zurecht kritisiert!
Soweit sind wir uns einig.

Kritisiert man den Islam wegen seinem völlig veralteten, inkompatiblen Weltbild zu unserer freien modernen Gesellschaft, wird man sofort als "Islamfeind", "Rassist", "Nazi", "Ausländerfeind" usw. angegriffen, eventuell noch begleitet mit dem Hinweis, dass es "den Islam" sowieso nicht gibt und man mit seiner rechtsverblendeten, undifferenzierten Aussage doch alle Moslems vermutlich aus rassistischen Gründen über einen Kamm schert. Anscheinend hat man aber ganz vergessen, dass man mit der gleichen Argumentation kurz zuvor selbst über "das Christentum" hergezogen ist. Das darf man anscheindend, ohne gleich Nazi, Rassist, Ausländerfeind etc. zu sein. Man fordert im gleichen Atemzug für "den Islam" die gleichen Privilegien die "das Christentum" bei uns aus historischen Gründen bei uns leider noch hat von denen wir uns bis jetzt leider noch nicht trennen konnten.
Und wenn dann jemand sagt "der Islam" gehört zu Deutschland gibt es ihn natürlich, "den Islam". Er gehört ja schließlich zu Deutschland.

Man erkläre mir mal, warum man das Christentum ganz offensichtlich ungestraft kritisieren darf, den Islam aber nicht.

--- Update ---

Heute ist das Viertel übrigens in jeder Hinsicht gemischt. In der Grundschule haben etwa 70% der Kinder Eltern mit sog. "Migrationshintergrund". Erstaunlich wie überfordert manche Leute sind, wenn diese Zahl bei unter 5% liegt. Das können nur Probleme in den Köpfen ebendieser Menschen sein, denn bei mir ist die Welt vollkommen in Ordnung. Ich kann nur den Kopf schütteln.
Ich würde das mal als gelungene Integration bezeichnen.
Keine Parallelgesellschaft, keine Scharia, die sich über unsere Gesetze hinwegsetzt, keine Unterdrückung der Frau, keine Menschenrechtsverletzung, keine Drohung gegen Andersdenkende oder Menschen mit anderen Wertvorstellungen, achten unserer modernen gesellschaftlichen Werte.
 
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Woerns

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Ich würde das mal als gelungene Integration bezeichnen.
Keine Scharia, die sich über unsere Gesetze hinwegsetzt, keine Unterdrückung der Frau, keine Menschenrechtsverletzung, keine Drohung gegen Andersdenkende oder Menschen mit anderen Wertvorstellungen, achten unserer modernen gesellschaftlichen Werte.

Insbesondere Respekt vor anderen spielt eine große Rolle. Oder auch: Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden. Wobei ich mit letzterer Aussage ausdrücklich keinen parteipolitischen Standpunkt beziehe.
MfG
 
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Gast03032015

Guest
Absolut korrekt.
Es funktioniert aber nur, wenn es von beiden Seiten kommt.
Die Wahrung der Religionsfreiheit auf der einen Seite.
Die Achtung der bereits bestehenden gesellschaftlichen Werte auf der anderen Seite.

Und aus dieser Sichtweise sollte man mal untersuchen, ob die Kritik am Islam vielleicht doch in dem ein oder anderen Punkt berechtigt ist.
 
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Oi!Olli

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KGBerlin

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Bei mir umme Ecke bimmeln morgens um sieben die Krichenglocken dermaßen laut und lange, dass man auch aufwacht, wenn man krank ist und eigentlich gerne weiterschlafen würde. ...
Dann mach das Fenster auf und brülle "Ruhe".
Das Gleiche kannst du dann gerne auch, gegenüber einer Moschee probieren.
Wenn du dann nicht einen Kopf kürzer bist, hast du spätestens 1 Woche später 500 bunt, tolerante Vermummte vor der Stube und ein brennendes Auto ;D

B.... Da haben sich schon viele in der Nachbarschaft beschwert, sodass es zeitweise Dauergesprächsthema im Stadtteil war. Nebenbei ist die Kirche in der Regel leer von Heiligabend mal abgesehen...
MfG
Ein Posting später schreibst du, das du in einem bunt gemischten Viertel lebst und die Leute das auch ertragen müssen.
Beschweren tun sie sich scheinbar trotzdem.
Selbst schuld wenn man neben eine Kirche zieht. Die bimmeln ein paar mal am Tag.

...
Allerdings ist mir nicht bekannt, dass sich jemals ein Moslem über das Geläut beschwert hätte. ...
MfG
Mhhh... keine Moslems in der Nachbarschaft? Ich dachte das war schon Gesprächsthema?

...
Nur damit den Leuten mal bewusst wird, welche Sonderrolle sich die christliche Kirche allmorgendlich rausnimmt. Und damit das Gejammer über angebliche Islamisierung in unserer Gesellschaft mal durch schreiende Fakten relativiert wird.
MfG
Streiten wir uns jetzt bei dem Thema Integration und Islam wirklich um unsere Kultur?
Wirklich? Stört in unserem Land unsere Kultur? Haben wir das Problem entdeckt? *chatt*

Wie wäre es mal mit ein paar "Beweisen" das keine Islamisierung stattfindet?
Was sind denn die schreienden Fakten?
Fakt ist das du neben einer Kirche wohnst, obwohl dich das Gebimmel stört, wenn du Schnupfen hast.


.... Man müsste doch jedem Moslem auch sein Recht einräumen, der dieses christliche Gebimmel ertragen muss.
Aber das Selbstverständnis sieht in einigen Teilen des Landes eher so aus: "Alle Religionen sollen gleich sein. Am gleichsten aber bitte das Christentum."
MfG
Kein Moslem muss das Gebimmel ertragen. Es muss es aber tolerieren *chatt*
Kann man doch erwarten wenn man in einen anderen Kulturkreis kommt und dann ansässig werden will.
Ich siedel ja auch nicht nach Afrika über und beschwere mich über die ganzen Schwarzen dort.

Scheinbar haben hier viele ein Problem mit der deutschen oder europäischen Kultur.
Und der Vorwurf von anderer Stelle das die bösen Islamgegner ja alles nur Egoisten sind, könnte man ja für alle gelten lassen ;)

Dem einen stört das doofe Gebimmel das seit 1000 Jahren hier rumbimmelt, dem anderen das "allllllaaaaaaaaahhhh uuu AAAAAAAAAAAAGBAAAAAAAAAAAAARRRRRRRRRRRRR" 5 mal am Tag.

Nur ist der eine total Weltoffen, der andere irgendein Phob. tzzz *g*

Und bitte nicht vergessen, die Beweise das die Islamisierung total erfunden ist!
Danke!

Müssen ja keine schreienden Fakten sein. Rauschende Thesen würden reichen.
 

kuppi

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Befinden wir uns wirklich im Krieg mit dem Islamismus? Wenn ja: Sind wir auch im Krieg mit dem "Christianismus"? Unsere Rechtskolumne über Terrorismus und Völkerrecht
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2015-01/thomas-fischer-strafrecht-voelkerrecht

Wenn wir ostpreußische Gutsbesitzer und westdeutsche NS-Verbrecher integriert haben: Warum sollten wir uns fürchten vor Vertretern einer Furcht-Kultur? Die Rechtskolumne
http://www.zeit.de/gesellschaft/2015-01/thomas-fischer-strafrecht-voelkerrecht-teil-2

Thomas Fischer schrieb:
Entgegen zahllosen Behauptungen befindet sich die Welt nämlich nicht in einem Konflikt der Religionen, was immer man von ihnen halten will und wie viele Kommentatoren das auch behaupten mögen. Nein: Es geht um Armut und Reichtum, Bildung und Dummheit, es geht um Verteilungsgerechtigkeit.

[...]

Die Kraft der Besonnenheit und der Aufklärung ist seit Tausenden Jahren stärker als die der Magie, der Dumpfheit, der Beschränktheit. Wir sollten uns jeden Tag freuen über die Menschen aus vielen Ländern, die mit uns leben wollen, auch wenn sie gelegentlich unordentlicher und lauter sind als der Schwabe oder der Hanseat oder der eingewanderte Sudetendeutsche oder das in Dresden lebende originale Volk es gern hat. Würde ich in Beirut, Damaskus oder Kirkuk leben müssen, würden ich mein Auto bestimmt auch nicht jede Woche putzen. Sondern erstmal abwarten, was passiert. Und ob es sich lohnt.
 
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KGBerlin

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Er muss es nicht ertragen, sondern ertragen? *chatt*
Das war Absicht ;)
Einige Personen (allgemein) scheinen das zu Verwechseln.
Toleranz scheint eine positive Eigenschaft zu sein, währenddessen sie vieles einfach nicht erdulden wollen und können.

Es gibt auch eine neue Studie. Nach Pegida wurden mal NoPegida befragt.
Auch wenn es der Spon wieder verheimlicht und lügt, trauen sich die NoPegida auch nicht mit der Presse unterhalten zu wollen.

Insgesamt 5000 Anschreiben wurden verteilt, mit denen Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Demonstrationen zu einer Online-Umfrage gebeten wurden. Die Handzettel umfassten neben dem Link zur Umfrage einen QR-Code. Insgesamt 628 NoPegida-Teilnehmer beantworteten die Fragen.
http://www.demokratie-goettingen.de/blog/studie-zu-nopegida

Im Spon klingt das so:
Das Göttinger Institut für Demokratieforschung hat jetzt insgesamt 628 Teilnehmer von NoPegida-Demonstrationen in Braunschweig, Duisburg und Leipzig befragt.
Von den 5000 ist dort keine Rede. Wahrscheinlich überlässt man das Ausgrenzen der Presse und Meinungsumfragen, lieber den Bösen.

Was ich auch ganz toll fand und irgendwie unterging im Betreff zu Pegida:
"Religionszugehörigkeit: Pegida 1,4% Muslimisch"
http://www.demokratie-goettingen.de/blog/studie-zu-pegida

Damit sollte Pegida weltoffener mit 1,4% sein, als Sachsen mit 0,4% *chatt*

Und wenn ich das hier von den NoPegida lese:
....plädieren hingegen prononciert für Gleichstellung, Solidarität und Umverteilung. Letztere Forderung wird weltanschaulich noch dadurch untermauert, dass die NoPegida-Befürworter ihr größtes Misstrauen gegen Großkonzerne und Banken bekunden und der freien Marktwirtschaft (zu 97 Prozent) keine größere Relevanz mehr zumessen mögen....
: kann das einiges erklären.
Umverteilen und Gleichstellung^^

Demgegenüber leuchtete der großen Mehrheit der Befragten keineswegs ein, dass Kinder eine Mutter und einen Vater haben sollten und dass Eigenverantwortung zu den wünschenswerten Bürgertugenden der Zukunft zu zählen habe.
Das erklärt dann den Wunsch nach Umverteilung.

Nur 17 Prozent sind noch voll und ganz von direktdemokratischen Elementen überzeugt. Auf Pegida-Kundgebungen in Dresden stieß man kurz zuvor auf Zustimmungswerte von über siebzig Prozent für eine Referendumsdemokratie.
Damit scheinen wohl auch die Pegida irgendwie demokratischer sein zu wollen *noahnung*

Quelle jeweils:
http://www.demokratie-goettingen.de/blog/studie-zu-nopegida

Schon eigenartig.
 

yourgreatestfear

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Das ist nicht eigenartig, zeigt nur wie verwirrt die Menschen sind und wie die auf medial verkündete Worthülsen anspringen, statt sich mit dem tatsächlichen Handeln und Folgen unter dem Deckmantel der Werbeschriften auseinanderzusetzen. Das gilt sowohl für PeGiDa als auch jede andere politische Partei / Gruppierung, Unwissenheit wird bedient um Leute zu mobilisieren.

Deswegen erzählt Dir jeder, egal aus welcher Ecke er kommt, was von Frieden, Arbeit, Gleichheit und Freiheit für alle auch während er ganz unverblühmt am Gegenteil arbeitet. In dem Punkt unterscheidet sich die PeGiDa kein Stück von den etablierten Regierungsparteien. Unser überdeutlicher Rutsch in eine größere Arm-Reich-Schere fand auch statt, während die an der Macht was von Wohlstand für alle und Gleichheit erzählt haben.

Und wie man mit Ignoranz gegenüber seinen eigenen Fehlern und Unfähigkeit dazuzulernen auf die Fresse fliegen kann erfahren die paar demokratisch-bürgerlichen Nasen, die erst den Blockparteien und jetzt der PeGiDa auf den Leim gingen, nun hautnah. Keinen Schimmer von Ursache und Wirkung, weder bei den eigenen "Problemen", noch beim Formulieren von Absichten und Forderungen, noch bei der Wahl der Alliierten.

Wenn eine Bewegung Tolleranz auf dem Zettel stehen hat, aber von Rechtsnationalisten gekapert wird, undifferenzierten Hirnriss skandiert und Ausländerhass antreibt, dann müsste das ein Wink mit dem Zaunpfahl sein. Das kommt nunmal davon, wenn man zuviele nutzlose und widersprüchliche Forderungen an Realitäten vorbei stellt und sich lieber undifferenzierter Jammerei um Symptome und Bauchgefühle hingibt, anstatt rationale und konkrete Probleme einzeln anzugreifen.

Die Effekte von Aufbegehren ohne Hirn am falschen Ort, durch die falschen Leute, sieht man mal wieder überdeutlich:
http://www.t-online.de/nachrichten/...ffe-auf-fluechtlinge-mehr-als-verdoppelt.html

Der Bürger (egal ob in der EU oder in Nordafrika während eines Diktatursturzes) muss endlich mal lernen, dass es in der heutigen Zeit nicht mehr genug ist Unzufriedenheit zu äußern. Man muss mal ein Mindestmaß an Hirnmasse aufbringen um seinen Protest zu konkretisieren, zu lenken und vor kontraproduktiven Einflüssen/Folgen zu schützen, auch wenn das bedeutet nur mit 2000 statt 10000 auf der Straße zu stehen.

Man ist halt zu blöd das eigene Haus sauber zu halten und auf hohle Polemik um Symptome zu verzichten. Allein das man den Fokus von den Ursachen weglenkt mit dem Verhalten liegt wie Anker an der Absicht durchaus relevante und kompromissfähige Wünsche und Ziele (Friede, Freude, Eierkuchen) durchzusetzen.
 
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Gast03032015

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So Freunde, die Medien überschlagen sich ja mit diversen Meldungen.
Fakt ist, Kathrin hat vorerst Ihr Amt als Pressesprecherin niedergelegt. Dies ist massiven Anfeindungen, Drohungen und beruflichen Nachteilen geschuldet. Sie hat sich aufgeopfert für unsere Sache, wenn aber nachts schon irgendwelche Fotografen und andere komische Gestalten um Ihr Haus schleichen, da kann man es der stärksten Frau nicht übel nehmen, wenn sie eine Auszeit braucht.
Thomas Tallacker hat mit seiner Firma durch den Verlust etlicher öffentlicher Aufträge ebenfalls massive Probleme und zieht sich auch zurück.
Ein neuer Vorstand wird in den nächsten Tagen in einer Sondersitzung gewählt, da auch Lutz Bachmann dafür nicht mehr zur Verfügung steht.
ES GEHT HIER ABER NICHT UM PERSONALIEN, SONDERN UM UNSERE SACHE - UND DIE IST GUT UND RICHTIG!
Eine detaillierte Pressemitteilung folgt in den nächsten Tagen.
Euer Orgateam.
Liebe Freunde, aus organisatorischen und rechtlichen Gründen fällt der 02.02.2015 aus. Eine Woche später, Montag 09.02.2015 starten wir wieder durch. Bis dahin ist ein neuer Vorstand gewählt und wir sind sicher, dass der neue Vorstand PEGIDA auf Kurs hält. Auch wenn Kathrin Oertel, Lutz Bachmann und Rene Jahn nicht mehr für den Vereinsvorstand zur Verfügung stehen, so lässt sich die Bewegung dadurch nicht stoppen. Es geht nicht um Personen, es geht um unsere Sache!
Natürlich ist es nicht gut eine Woche zu pausieren aber wenn Ihr nur ansatzweise eine Ahnung hättet, wieviel Arbeit hinter so einer Sache steckt, dann könntet Ihr nachvollziehen, warum es unmöglich war, am 02.02. festzuhalten.
Wir zählen auf Euch!
Euer PEGIDA e.V.
https://www.facebook.com/pages/PEGIDA/790669100971515
 

dFeNsE

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So von wegen aufgehört, weil bedroht usw...
Mal sehen wann wir die Gesichter im Junglecamp wiedersehen dürfen :]
 
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Oi!Olli

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Nene erst sind die Moderatoren und Assistenten alter Fernsehshows dran.
 

Woerns

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@KGB
In dem Stil bringt das doch niemandem was.

Für alle, die sich ernsthaft mit dem Thema beschäftigen, will ich mal ein Beispiel einer gescheiterten Integration als Denkanstoß aufführen.
Diesmal nicht aus erster Hand sondern von einer Schulfreundin von mir.
Sie ist in die Nähe von Passau gezogen, hat dort ihre vier evangelisch getauften Kinder durch die Grundschule bringen müssen und sah sich folgender Situation gegenüber:
Der Schuldirektor war erzkatholisch und hat die vier Parallelklassen jedes Jahr so aufgeteilt, dass in dreien ausschließlich katholische Kinder waren und in der verbleibenden die Protestanten, Russlanddeutschen (russisch orthodox), von denen es in dem Ort vergleichsweise viele gibt, und "Ausländerkinder", egal welchen Glaubens.
Auf die Frage meiner Schulfreundin hin, ob er die Nicht-Katholiken denn nicht gleichmäßig innerhalb aller vier Klassen verteilen könne, kam die aufbrausende Antwort: "Die lass ich doch nicht an meine Katholiken ran. Die sollen sich erstmal integrieren."

Die Kinder meiner Schulfreundin haben sich durchbeißen müssen, es hat ihnen nebenbei gesagt gar nicht geschadet, aber Integration hat dort in keiner Weise stattgefunden. Für den Schuldirektor ist Assimilation der anderen an die eigenen Werte die einzige vorstellbare Integration. Er stellt sich bockbeinig und ist der Meinung, selbst nichts für ein aufrechtes Miteinander tun zu müssen.

Wenn sich nur jeder an die eigene Nase fasst, dann klappt das auch mit der Integration. Und wer nur den Splitter im Auge des anderen sieht, ...Ihr wisst schon.
MfG
 
G

Gast03032015

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Deutlicher kann man die Kritik ja schließlich nicht in die Tat umsetzen.
Besonders interessant finde ich diesen Aspekt (oben aus dem Spon-Link)
Oertel und Co. arbeiten an der Gründung eines neuen Vereins. Laut der "Sächsischen Zeitung" ist dafür der Name "Bewegung für direkte Demokratie in Europa" im Gespräch.
Jetzt müssen die Politiker die Katze aus dem Sack lassen, ob sie bereit sind, die ihnen "geliehene" Macht ans Volk zurückzugeben.
Eigentlich sollten wir doch froh sein, dass sich endlich Leute gefunden haben, die eine Bewegung ins Leben rufen wollen, die zum Ziel hat, für das Volk die Souveränität zu fordern, die es verdient hat.
Ich bin mal gespannt, wie die Politiker, die Medien darauf reagieren.

@Woerns, für mich ist das eher ein sehr schönes Beispiel dafür, dass Religion grundsätzlich Privatsache zu sein hat!
Jeder weltliche Einfluß auf andere Menschen hat zu unterbleiben.
Das betrifft aber auch das Nötigen eines Supermarkts bestimmte Produkte zu entfernen oder wenn ein Familienmitglied seine Familienangehörigen aus religiösen Gründen bei weltlichen Entscheidungen unter Druck setzt.
 
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PuckPoltergeist

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Jetzt müssen die Politiker die Katze aus dem Sack lassen, ob sie bereit sind, die ihnen "geliehene" Macht ans Volk zurückzugeben.
Eigentlich sollten wir doch froh sein, dass sich endlich Leute gefunden haben, die dem Volk die Souveränität geben wollen, die es verdient hat.
Ich bin mal gespannt, wie die Politiker, die Medien darauf reagieren.
Gar nicht. Die Auflösung von Pegida hat ihnen doch wieder Recht gegeben, dass sie so etwas einfach aussitzen können.

@Woerns, für mich ist das eher ein sehr schönes Beispiel dafür, dass Religion grundsätzlich Privatsache zu sein hat!
Jeder weltliche Einfluß auf andere Menschen hat zu unterbleiben.
Das betrifft aber auch das Nötigen eines Supermarkts bestimmte Produkte zu entfernen oder wenn ein Familienmitglied seine Familienangehörigen aus religiösen Gründen bei weltlichen Entscheidungen unter Druck setzt.
Du bist dir aber schon bewusst, dass das äußerst realitätsfern ist?
 
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Gast03032015

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zu 1
Warten wir mal ab. Die Unzufriedenheit über die Politik war der Hauptgrund, warum die meisten auf die Straße gingen. Und die findet nun evtl. eine neue Heimat in einer neuen Bewegung.

zu2
Was ist daran realitätsfern?
In Frankreich funktioniert der Laizismus doch auch?
 

Woerns

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@alteSocke
Sehe ich genauso, dass Religion Privatangelegenheit ist. Allerdings fällt es mir auch sehr leicht, das so zu sehen, weil ich selbst überhaupt nicht religiös bin.
Daneben denke ich, dass es die Religion allein auch nicht ist, die obigen Schuldirektor reitet. Schließlich gibt es auch aufgeschlossene Katholiken, die über ihn nur den Kopf schütteln würden. Manche Leute haben einfach ein übersteigertes Abgrenzungsbedürfnis, wo überhaupt keine Grenzen nötig sind. Dieses Abgrenzungsbedürfnis treibt gelegentlich skurile Blüten, wenn es sich mit Religion mischt. Aber vielen Menschen reichen auch die höhr- und sichtbaren, einfachen Unterscheidungsmerkmale völlig aus, wie z.B. Hautfarbe oder Sprache. Wo ich aufgewachsen bin, reichten schon Unterschiede im hessischen Dialekt zum Nachbardorf, um aus geografischen Grenzen Grenzen in einigen Betonköpfen zu etablieren.
MfG
 

Devastators

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http://www.derwesten.de/politik/ver...e-im-karneval-feige-oder-klug-id10287189.html

ich kann die Sorge vor Vollspackos verstehen, solch ein Event kann man nicht ausreichend gegen Terroristen absichern und ein Anschlag wäre m.E. zu einfach und somit offensichtlich.
Ähnliche Angst hatte ich damals vorm Weltjugendtag in Deutschland, wo zum Abschlussgottesdienst 1 Millionen Menschen erwartet wurden.
Die Sicherheitsvorkehrungen waren damals = null.

Andererseits haben die paar Vollspackos jetzt genau das erreicht was sie erreichen wollten.
"Wir" trauen uns jetzt nicht mehr in unserem eigenen Land unsere Rechte zu genießen :(
 

yourgreatestfear

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...
Andererseits haben die paar Vollspackos jetzt genau das erreicht was sie erreichen wollten.
"Wir" trauen uns jetzt nicht mehr in unserem eigenen Land unsere Rechte zu genießen :(

Intolleranz schaukelt sich halt genau wie Gewalt in einem ewigen Kreislauf in Extreme auf.

Solang der Mob nicht begreift wie er kräftig an seinen Problemen mitmauert durch seine Intolleranz, bräuchte man kein Mitleid aufbringen ... wenns die elenden Kollateralschäden nur nicht gäbe.
 

Devastators

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Was hat jetzt eine hunderte (bzw. tausende) von Jahren alte Tradition mit aktuellen Trottel-Problemen aus dem nahen Osten zu tun?
Oder verstehe ich Dein Posting gar nicht?

Karneval und seine Verwandten sind älter als der Islam *suspect*
 

dFeNsE

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FredD

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Intolleranz schaukelt sich halt genau wie Gewalt in einem ewigen Kreislauf in Extreme auf.

Solang der Mob nicht begreift wie er kräftig an seinen Problemen mitmauert durch seine Intolleranz, bräuchte man kein Mitleid aufbringen ... wenns die elenden Kollateralschäden nur nicht gäbe.

Ich finde Intoleranz nicht gerade toll, washalb ich sie nur mit einem "l" schreibe. Wenn du mit "Mob" das "normale Volk" der 99% nicht priviligierten meinst, sehe ich wenige Lösungsansätze selbst wenn die übergeordneten Problematiken begriffen werden. Pegida und Pegada beschreiben ja recht schön die beiden Backen der Zange, in welche Deuropa genommen wird: die neoliberale turbokapitalistische (z.B. Steuertricks der Großkonzerne, Freihandelsabkommen, Raubbau an der Natur durch Fracking und GMOs, etc.) und die sozialistische zwangssolidarische (z.B. Banken/Euro-Rettung, Schuldenvergemeinschaftung, unkontrollierte Zuwanderung).

Beides Entwicklungen, die gerade ungebremst am Laufen sind, deren Konsequenzen jedoch keiner abschätzen, geschweige denn andenken möchte. Ob der Bürger mit den Auswüchsen neoliberalistischer oder neosozialistischer Politik konfrontiert wird, die Politik führt ihren Kurs ungeändert weiter, denn schließlich sieht sich in ihrem Auftrag bestätigt. Ich befürchte, der Durchschnittsbürger begreift erst dann, was passiert (ist), sobald die Konsequenzen voll eintreffen.
 
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