News Lenovo will wieder in den USA produzieren!

User-News

Von el-mujo

Hinweis: Diese "User-News" wurde nicht von der Planet 3DNow! Redaktion veröffentlicht, sondern vom oben genannten Leser, der persönlich für den hier veröffentlichten Inhalt haftet.
Lenovo plant ein Teil seiner IT-Produktion zurück in die USA, genauer nach Whitsett, North Carolina zu verlagern (1).

Seit Jahrzehnten werden in den USA keine PCs und Notebooks mehr produziert. Viele der Produzenten lagerten Ihre Produktion nach China oder in andere Billiglohnländer aus, um vermeintliche Kosten zu reduzieren, schneller produzieren zu können und im Endeffekt mehr Gewinn zu erwirtschaften. Wohin eine deindustrialisierte Ökonomie führt kann man am Beispiel England sehen, die sich voll auf das Finanzwesen konzentrieren und keine realen Werte mehr schaffen. Auch die USA sind auf dem besten Weg dahin.

In Zeiten in denen ein IPhone für 6 Dollar (2) zusammengebaut wird, welches dann für den hundertfachen Preis über den Ladentisch geht, ist dieser Vorstoß von Lenovo als sehr beachtlich anzusehen, stellt er doch die Behauptung in Frage man MÜSSE in Billiglohnländern produzieren, da man sonst nicht wettbewerbsfähig sei.

Angeführt werden schnellere Reaktionszeiten, Steigerung der Innovationskraft und die Förderung lokaler Talente. Damit möchte man ein "manufacturing footprint" im Zielabsatzmarkt, den USA etablieren, um den Absatz zu steigern. Ein weiterer positiver Effekt ist die Tatsache, dass bei kurzen Distanzen weniger Lagerkapazität vorgehalten werden muss.
Produziert werden sollen dort PCs, Notebooks, Server, Workstations und Tablets in erster Linie für Geschäfts/Unternehmens-Kunden, Behörden aber auch für den privaten Endkunden.


Damit wäre Lenovo der zweite Hersteller nach Fujitsu Technology Solutions, der ausdrücklich in dem Land produziert, in dem die Geräte auch gebraucht und verkauft werden und nicht um jeden Preis das letzte Bisschen Gewinnmarge rauszudrücken wo es nur geht.
Vielleicht kann man dies als Umkehrung des Trends der letzten Jahre/Jahrzehnte begreifen. Die Zukunft wird's zeigen.

An der Stelle sei für die interessierten User an dem Thema das Planet3dNow-Forum zu empfehlen, das sich mit solchen Themen auch auseinandersetzt und versucht Lösungen zu finden (3).


MFG Mujo

(1) http://www.xbitlabs.com/news/other/...ts_PC_Manufacturing_in_the_United_States.html

(2) http://www.brandeins.de/magazin/kapitalismus/am-ende-der-kostenschraube.html

(3) http://www.planet3dnow.de/vbulletin/showthread.php?t=406021
 

el-mujo

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Dymas

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Ich nehme an er meint die Lohnkosten pro Iphone. 6€ klingen realistisch.
 

Shinzon

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PlayerOne

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Ein begrüßenswerter Schritt, zwar gegen den Strom aber trotzdem in die richtige Richtung.
In Relation zum Endpreis sind die Lohnstückkosten sind bei solchen Produkten unerheblich.
Vor diesem Hintergrund war auch die damalige Verlagerung der Nokia Produktion von Bochum nach Rumänien nicht unbedingt erforderlich.

Bei den zumeist patriotisch eingestellten Amerikanern steht "made in USA" hoch im Kurs, außerdem werden Frachtkosten gepart wenn näher am Absatzmarkt produziert wird.
Auch der Qualität dürfte dieser Schritt zu Gute kommen, da die Arbeitsbedingungen für die Arbeiter(innen) vermutlich besser als in China sind.
 
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el-mujo

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Absolut richtig. Apple ist nur an exorbitanten Gewinnmargen interessiert. Würde die Produktion auf 50-100 Dollar steigen, wären immer noch mehrere Hundert Euro Gewinn möglich, ohne dass das Produkt teurer sein müsste. Aber dies ist Apple dann zu wenig.

Zu den Thinkpads:
Man muss abwarten, wie diese Geräte auch im Absatzmarkt vertrieben werden. Eine Option im Konfigurator wäre toll:
1) Made in China
2) Made in USA (+50$)
3) Made in Japan (+70$)
(ja, Thinkpads werden auch in Japan produziert)

So könnte wirklich mal der Kunde direkt und unmissverständlich entscheiden.
Ich als Kunde wünsche eine solche Auswahlmöglichkeit.
 

PlanB-Satanclaus

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Warum sollten die Geräte aus Industrienationen teuerer werden? Auch Fujitsu baut Rechner in Deutschland und oh Wunder die kosten nicht mehr als die Konkurennzprodukte, was man am Lohn draufzahlt (wenn das überhaupt ins Gewicht fällt) das zahlt man dann nicht beim Zoll und für den Transport.
 

Reina

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Klingt toll, sicher...

aber ob das nicht doch eher mit den Streiks, Arbeiterkämpfen, Suiziden, Skandalen, kriegerischen Konflikten (China-Japan) und steigenden Löhnen zu tun hat.. ?
 

Stefan Payne

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Klingt toll, sicher...

aber ob das nicht doch eher mit den Streiks, Arbeiterkämpfen, Suiziden, Skandalen, kriegerischen Konflikten (China-Japan) und steigenden Löhnen zu tun hat.. ?
Naja, hast du schon mal mit Chinesen zusammen gearbeitet? Oder dir Geschichten von Leuten, die mit Chinesen zusammen gearbeitet haben, angehört?
Was dort abgeht, ist echt derb. Du bestellst 'nen schwarzen Karton und der kommt Grün an. DU bestellst 'nen silbernes Mauspad und das ist rot. Weil die Farbe war gerad alle und so.
Daher würde ich eher sagen, dass niemand freiwillig mit Chinesen zusammen arbeitet. Und - wenn es die Möglichkeit gibt - etwas 'im Westen' herzustellen, wird man es auch tun...

Und böse Zungen behaupten ja sogar schon, dass US of A auf dem besten Wege zum Billig Lohn Land ist. Aber wir ja auch...

€dit:
Ein weiteres Problem in China ist auch die extrem hohe Mitarbeiter Fluktuation. Nach dem Chinesischem Neujahr kannst nämlich damit rechnen, dass ein Viertel bis die Hälfte deiner Leute nicht mehr zur Arbeit erscheinen werden...
 
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aalerich

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Auch hier geht es garantiert nicht um gute Taten oder die lächerliche "Förderung lokaler Talente" (geradezu preisverdächtiger Dummfug), sondern um Geld. Und wenn ich North Carolina lese, ahne ich, daß es, ähnlich wie bei der
... Verlagerung der Nokia Produktion von Bochum nach Rumänien ...
um gepfefferte Subventionen geht. Heutzutage ist es ziemlich egal, wo eine neue Fabrik, die eh gebaut werden soll, letztlich hingestellt wird. Auch die Lohnkosten sind nicht mehr entscheidend, jedenfalls in dieser Branche. Aber ein paar hundert Millionen an Subventionen, direkt und indirekt, die lohnen sich sehr wohl. Lohnzuschüsse, auf Staatskosten gebaute Infrastrukturanschlüsse, gezielte, vom Staat bezahlte Qualifizierungen potenzieller Arbeitskräfte ...
Nein, natürlich nicht, ich bin ein alter Miesepeter! Lenovo will doch lokale Talente fördern ...
 

nukular4200

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Was man bei der Entscheidung auch nicht vergessen darf: Die USA sind selbst gerade auf dem Weg zum Billiglohnland, gerade was Industrie-Produktion angeht. Es gibt bereits einen chinesischen Werkzeug-Hersteller, der den Großteil seiner Produktion in die USA verlegt hat, eben weil es billiger ist, Volkswagen produziert den Passat nirgendwo billiger als in den USA.

Das zitierte iPhone sollte wegen der in China steigenden Lohnkosten und den bereits zuvor erwähnten anderen Effekten (Transport, Zoll etc.) innerhalb von 2 bis 3 Jahren in den USA billiger zu produzieren sein als in China.

Quellen sind gerade mühselig, seit ich wieder zunehmend Papier-Zeitschriften lese, aber ich gucke mal.
 

el-mujo

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Nur mal so nebenbei:
Bei Fujitsu werden die Kleinserienmodelle (Stylistic, T901, u.A.) von einer einzigen Person komplett zusammengebaut alles in Handarbeit. Und trotzdem sind sie nicht teurer als die von der Kunkurrenz, die sicherlich bei weitem nicht so komfortabel fertigen wie FTS.
Und ob das IPhone nun 6 Dollar oder 12 in der Produktion kostet ist doch win Witz. Wie gesagt... Gewinnmargen von über 50% scheinen einigenn Firmen immer noch nicht genug. Und ich bezweifle auch dass in den USA die reinen Lohnkosten günstiger sind als in China. Da kann man ja nicht jeden Idioten hinstellen.

Die Fertigung in den USA bringt aber ein in meinen Augen wirklich entscheidenen Vorteil: Man kann viel schneller reagieren, ist weniger Wechselkursschwankungen ausgesetzt und ist VOR ORT ansprechbar - das ist für viele sicher ein entscheidender Punkt, der gerade in der Geschäftswelt gern gesehen wird.

EDIT: hab gerade auf die Unterseite eines FTS Lifebook AH531 geguckt: "Made in Germany" - Das Ding hat keine 500€ Neupreis gekostet mit I3, 4GB/500/Win7Pro,BT
 
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derDruide

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Ist Fujitsu denn mittlerweile zu empfehlen? Ich habe die Marke als billigen Mist in Erinnerung, ich denke z. B. an die Pentium 4 Desktop-CPUs, die in Notebooks verbaut waren. Außerdem liegt hier noch ein Fujitsu Amilo Pi Notebook, was ich mit einer defekten Grafikkarte bekommen habe (das ist "Made in China").

Bei Notebooks bin ich auch ziemlich auf Lenovo fixiert, allein die Maintenance Manuals sind schon toll. Für Bekannte und andere Produkte wäre Fujitsu wieder eine Empfehlung, WENN sie sich gebessert haben. Made in Germany wäre für mich auf jeden Fall ein Kaufgrund.
 
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el-mujo

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Seit dem die Siemens losgeworden sind gehts steil bergauf mit FTS. FTS und Siemens haben sich zum Schluss mehr bekämpft als zusammengearbeitet.

EDIT:
Hab hier auch ein defektes Amilo hier. Das ist wahrscheinlich Opfer des NV-Bugs. Da kann man nix machen.
Amilo's würde ich auch in Zukunft eher meiden, ist nunmal Consumer-Ware. Lifebooks sind die Klasse die den Thinkpads wirklich Konkurrenz machen.
 
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trosti

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EDIT:
Hab hier auch ein defektes Amilo hier. Das ist wahrscheinlich Opfer des NV-Bugs. Da kann man nix machen.

Doch kann man!
Wenn die Graka eine MXM Steckkarte ist kanst du diese ausbauen und im Backofen "backen", kein Witz!

Einfach mal nach Googlen, das funktioniert in den allermeisten fällen Problemlos.
Und wen nicht kanns auch nicht mehr schaden.
Ab und an findet man bei Ebay auch MXM Grakas als Ersatz.
 

el-mujo

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Der Chip ist fest verlötet mit der Hauptplatine. Wir hatten schon eine BGA-Reparatur durch (90€) bei der die GPU getauscht wurde. Aber scheinbar sind so ziemlich ALLE NV-Chips der Generation verhunzt. Ich finde hier sollte NV in der Pflicht stehen. Nun wir haben ja noch Garantie auf die Reparatur. Aber der Reparateur freut sich bestimmt über andere Dinge als wieder und wieder defekte GPUs.
FTS ist hier wohl kein Vorwurf zumachen. Dennoch eine unhaltbare Situation, die Millionen Produkte somit frühzeitig für die Deponien bringt. Was NV hier abliefert ist schicht eine absolute Frechheit. Man sollte wirklich mal einen Anwalt einschalten, beweisen, dass die GPUS ein Design-Fehler haben und auf Schadenersatz klagen.
 

trosti

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Der GPU tausch war abzocke, definitiv.
Denn die sind nicht defekt, sondern es wurde damals seitens TMC, mit genemigung von NV, ein falsches Lotmittel verwendet.
Dieses wurde unter wärmeeinfluss weich und konnte sich dann lösen.
Häufiges Phänomen ist daher das die Teile im kalten Zustand funzen aber sobald mal Leistung braucht ists Essig.

NV hatte damals mehrere Millionen $ den Notebookherstellern für die reparaturen zur Verfügung gestellt und fast alle Hersteller haben die NBs auch nach der Garantiezeit noch kostenfrei repariert.
Viele Hersteller hatten die Geräte zurückgerufen oder auf Nachfrage ohne Probleme repariert, hier hättest du dich schlau machen können den das Problem wurde auch hier so breit wie ein Fußballfeld getreten!
Und da du seit 2003 dabei bist, must du das zwangsläufig mitbekommen haben und das du nun das Problem hast ist dann wohl eher bei dir zu suchen.
FJS war damals übrigens einer der sehr kulanten Hersteller, versuch macht kluch. Ist zwar ein wenig her aber wer weiß?

Wenn die GPU nun auch hin ist, dann deutet das darauf hin das dein Reparaturdienst dich beschissen hat und dieser die GPU wahrscheinlich nur mittels Heißluftfön "repariert" hat.
Da das alte Lotmittel immer noch drauf ist, ist die GPU nun wieder "kaputt", ist übrigens noch ein Indiz für diese Vorgehensweise. Das Lot altert natürlich und durch die Beanspruchung kommt der Fehler nach dem "backen" meist nach 6-12 Monaten wieder.

Hätte er eine neue aufgelötet, dann hätte er auf JEDEN Fall ein anderes Lot genommen und der Fehler hätte nicht mehr vorkommen dürfen!
 
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el-mujo

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Wir bekamen die alte GPU per Post zurückgeschickt. Nun wie auch Imemr der Reparaturmensch inst nun in der Pflicht nachzubessern.
Und ehrlich gesagt wir hatten es erst garnicht versucht nach ablauf der Garantie nochmal anzufragen, insofern kann man uns da eine gewisse Untätigkeit vorwerfen. Und ja, das NB ging imemr dann kaputt wenn es stark beansprucht wurde. Naja es war auch nur ein billiges Amilo Der Verlust wäre zu verschmerzen.
 

Oi!Olli

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Vielleicht gibt es noch einen Grund.

Lenevo ist zwar ein chinesischer Hersteller aber befiudnet sich ja mit vielen anderen Herstellern im Konkurrenzkampf vielleicht schauen die Konkurrenten auch gerne zu oft ab.

Btw das auslagern wird den meisten Firmen sowieso früher oder später das Genick brechen. Die Chinesen holen in allen Bereichen auf und bilden sogar eigene Leute im Bereich Forschung und Entwicklung aus und sie sind dann immer noch weitaus billiger als jeder westliche Entwickler und Designer. Ich vermute auch mal das die chinesischen Vorstände auch nicht ganz so gierig sind wie ihre westlichen Pendants. So billig kann man gar nicht produzieren außer der Westen lagert alles aus.
 
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