Prognose-Board: Wie geht es bei AMD weiter? Entwicklungen / Strategien / Maßnahmen, die AMD betreffen bzw. die AMD treffen könnte

pipin

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Ian Cutress (AnandTech) mit einigen sehr interessanten Ansichten.

Er betont auch noch mal, dass AMD in 2021 zwei Schwerpunkte hat:

  • Epyc
  • OEMs

Für Xilinx sieht er vor allem nur Mitnahmeeffekte für AMD, indem man den Kunden auch Epycs "andreht".

Indem Zuge betont er auch noch mal, dass Intel Altera zu schnell eingliedern wollte und denen gesagt hat, wir haben hier nen tollen 10nm-Prozess entwickelt mal darauf hin. Endergebnis ist ja bekannt.

Interessant ist auch, dass er bei Nvidia eine noch stärkere Konzentration auf HPC bei den Grafikkarten sieht und dass man dort sogar weniger in die Entwicklung der Gaming-Karten stecken könnte bzw. diesen Markt in Zukunft "vernachlässigen" wird.
 

Complicated

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Ich sehe diese Gewichtung schon vor 2 Jahren bei AMD eingeleitet, besonders die OEM-Schiene die nun ernsthaft angegriffen wird, was zu den Verknappungen im Retail führt derzeit. Mit Corona konnte man nicht rechnen, doch der konsequent weiter geführte Weg ist für AMD als Unternehmen die beste Strategie, nachdem bei Retail kaum noch Umsatzanteil im CPU-Segment zu gewinnen ist.

GPU ist noch nicht dran, doch Nvidias Strategie könnte AMD in die Hände spielen, da AMDs Server-Marktsegement mit Xilinx/Instinct/RocM 4.0 AI abdecken kann und AMD das Gaming wohl pushen wird. AMD könnte auch bei AI auf der Suche nach Übernahme-Kandidaten sein, was wohl bei weiter steigenden Kursen und nach Abschluß der Xilinx-Übernahme in 2022/2023 ein Thema werden könnte.
 

pipin

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AMD könnte auch bei AI auf der Suche nach Übernahme-Kandidaten sein, was wohl bei weiter steigenden Kursen und nach Abschluß der Xilinx-Übernahme in 2022/2023 ein Thema werden könnte.

Muss man mal sehen. Ich hab schon Roadmaps gesehen, wo in naher Zukunft wenigstens was drin war, was man in Richtung AI interpretieren konnte.


Interessant war auch, dass er der Meinung war, dass Nvidia besser Nuvia hätte kaufen sollen. Die hat sich aber ja Qualkomm geschnappt.
Für 1,4 Milliarden hätte AMD die sich ja auch leisten können. ;)

Wobei sich ja diesen Sommer hoffentlich mal zeigt, was man mit Samsung so entwickelt hat.
 

E555user

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Bei AI ist für mich die Rolle von FPGA noch immer nicht gefunden. Man sollte erwarten, dass man mit FPGA ein Neuronales Netz abbilden könnte und damit sehr performates Inferencing ermöglichen müsste. Dennoch ist das Thema hauptsächlich bei GPUs mit schnellerer Time2Market im Softwarestack aufgehoben. D.h. die Vorteile von FPGA überwiegen da noch nicht.

Ich meine mich erinnern zu können, dass in dem Broken Silicon Podcast darüber gesprochen wurde, dass AMD vorallem vom Xilinx Design Team für TSMC Verfahren profitieren könnte. Auch Xilinx musste erfolgreiche Die2Die Fabrics und Packaging entwickeln.

Der andere grosse Takeaway war für mich, dass 3d-Stacking mit der Problematik der Power-Delivery für höherliegende Chiplets wohl kaum einen bedeutenden Durchbruch in den nächsten Monaten erwarten lassen, das deutet für mich mehr in Richtung aktiver Interposer statt 3d Stacked SoCs. Dann bleibt das Stacking den gleichartigen Chip-Layer wie bei HBM vorbehalten und es bleibt bei SoCs auf (künftig aktivem) Interposer.
 

Impergator

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Ich lehne mich mal sehr weit aus dem Fenster und behaupte, AMD könnte bereits dabei sein einen eigenen ARM-Kern zu entwickeln.
Im Transkript des earnings calls bei Seeking Alpha wird explizit nach dem Status ihres früheren ARM-Designs gefragt. Lisa Su antwortet darauf: "In terms of that specific custom ARM design, we don’t have that in plans right now. In terms of whether we would do custom ARM designs, I think the answer is yes. That’s the whole idea of the semi-custom business."
Das muss natürlich für jetzt gar nichts heißen, aber andererseits: Wären sie nicht dabei mindestens etwas in die Richtung zu planen, würde sie dann so antworten? *suspect*

Auch interessant fand ich einige Aussagen zu EPYC und Instinct, mit zuversichtlichen Zukunftsaussichten:
"2021 marks an inflection point in terms of the scale, ecosystem support and customer adoption of our EPYC and Instinct processors. In the first quarter, data center product revenue more than doubled year-over-year and represented a high-teens percentage of our overall revenue. We expect data center product revenue to grow significantly as we go through the year"
 

BavarianRealist

Grand Admiral Special
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....In terms of whether we would do custom ARM designs, I think the answer is yes. That’s the whole idea of the semi-custom business."
Das muss natürlich für jetzt gar nichts heißen, aber andererseits: Wären sie nicht dabei mindestens etwas in die Richtung zu planen, würde sie dann so antworten? *suspect*

Das sehe ich auch so: wenn AMD Kunden akquirieren will, die ARM-Cores wollen, brauchen sie die nötige IP, und da gehört auch ein aktuelles ARM-Core auf aktuellem Prozess (7nm/5nm) dazu.

UND: das ARM-Core ist letzlich nur ein Building-Block: warum sollte AMD für seine EPYC-Architekturen statt der eigenen X86-Cores nicht auch alternativ ARM-Cores anbieten? Wie groß ist der Mehraufwand, die Epyc-Systeme auch mit ARM anzubieten? Je mehr Anwendungen es gibt, die auch mit - oder gar besser auf - ARM laufen, desto wichtiger wird es, beides anbieten zu können, um im Server-Segment noch stärker zu werden.

Sollte AMD an einer ARM-Entwicklung dran sein, könnte dann womöglich AMD Nvidias Griff nach ARM verhindern, da dann beide maximale Konkurrenten wären?
 

Peet007

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Anscheinend geht es noch kleinere Strukturen zu fertigen.


Kann auch der Grund sein das man alles auf Chiplets aufteilt. Je nachdem was man in welcher Fertigungsgröße realisieren kann.
 

WindHund

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Hat das hier jemand mitbekommen: https://www.heise.de/news/Riesen-Rechenzentren-registrieren-tueckische-Prozessorfehler-6065794.html

Meine Spekulatius dazu:
Wenn Programme nicht den Cache nutzen und direkt auf den RAM Zugreifen und dieser kein Multi-Bit ECC hat, sind Fehler leider unvermeidbar (in großen Stil)
Das würde auch zu dem größeren L3 Cache passen, die AMD via Stacked dazu packen kann.

Die Cache Hierarchie ist komplett mit Multi-Bit ECC ausgestattet, natürlich ist das System schneller ohne ECC (Checksum pass trough) ;)
 

bschicht86

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Nur glaub ich kaum, dass irgend ein Rechenzentrum RAM ohne ECC nutzt, gibt die wirklich großen Kapazitäten nur als reg. ECC. Außerdem denke ich schon, dass die Forscher zwischen Rechenfehler durch falsche Zahlen (gekipptes Bit im RAM) oder falsche Ergebnisse (Fehler im Rechenwerk) unterscheiden können.

Schade ist, dass nicht erwähnt wurde, um was für Rechenwerke es geht.
 

WindHund

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Nur glaub ich kaum, dass irgend ein Rechenzentrum RAM ohne ECC nutzt, gibt die wirklich großen Kapazitäten nur als reg. ECC. Außerdem denke ich schon, dass die Forscher zwischen Rechenfehler durch falsche Zahlen (gekipptes Bit im RAM) oder falsche Ergebnisse (Fehler im Rechenwerk) unterscheiden können.

Schade ist, dass nicht erwähnt wurde, um was für Rechenwerke es geht.
Es geht um TPUs wird auch im heise.de Artikel verlinkt im Text. (Unterstrichener Text enthält Links -> drauf klicken)

Was läuft den da auf dem Server, ein kleiner crypto Bot ? *chatt*
 

Peet007

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Das Thema Zuverlässigkeit und Nachvollziehbarkeit von dem was die Rechner da machen ist schon sehr lange umstritten. Jops und Gates haben damals ihr Studium geschmissen und mit ihren Firmen mehr oder weniger Consumer/Weckwerfartikel entwickelt und verkauft.

Was Opensource Entwickler schon vor langem Prophezeit haben tritt anscheinend immer mehr ein. 2017 mit Meltdown und Spectre das es so nicht mehr weitergehen kann.

Hardware - Architektur - Software muss wohl alles mal auf möglichst Sichere Beine gestellt werden. Nur mal so, was da Heutzutage in einer Desktop CPU pro Sekunde abgeht ist schon heftig. Transinstorenanzahl bzw. Taktzyklen.
 
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