SPD-Z-Technologie zum Verändern von Ram-SPDs

NOFX

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Der vor allem durch seinen High-End-Speicher bekannte Hersteller OCZ, stellt mit SPD-Z ein Programm vor, mit dem die Performance und Kompatibilität von hauseigenem Arbeitsspeicher verbessert werden kann.

Das SPD (serial presence detect) eines Speichermoduls ist in einem EEPROM gespeichert und enthält Informationen wie Hersteller, Seriennummer und Timings. Gerade Overclocking-Speicher muss einigen Problemen kämpfen, da er in den seltensten Fällen mit den JEDEC-Standard-konformen Spannungen betrieben werden kann, und deshalb meist deutlich niedrigere Frequenzen und höhere Timings im SPD hinterlegt sind.

Die OCZ SPD-Z-Technologie soll nun die Möglichkeit bieten, ein automatisches Update des SPDs vorzunehmen, um die Performance oder die Kompatibilität zu verbessern. Dabei muss der Anwender nicht einmal die genauen Typ-Bezeichnungen seiner Speichermodule wissen, sondern kann diese automatisch erkennen lassen und das passende SPD-Update herunterladen.

<center><img src="http://www.planet3dnow.de/news_images/spd-z.jpg">
<small><i>Bildquelle: Pressemitteilung</i></small></center>

<b>Quelle:</b> <a href="http://www.planet3dnow.de/vbulletin/showthread.php?p=3280113#post3280113">OCZ Technology stellt einen weiteren Meilenstein im Bereich Memory Tuning vor – die “SPD-Z” Technologie </a> [Pressemitteilung]
 
Nicht schlecht für den 'wissenden' User.

Aber was da wohl für'n Chaos rauskommt wenn sich der DAU daran probiert.
Gar nicht auszumahlen wieviele threads wir im Speicherforum bekommen werden *buck*

lg
__tom
 
Das setzt ja einen bidirektionalen SMBus voraus. Ob den alle Mainboards haben?
 
Wie geil, eine weitere Komponente die man flashen kann (das mein ich ernst :) ).

Das kann man jetzt übrigens auch schon. Und zwar bei allen Speicherherstellern.

Problem ist halt, dass das aktuell wenig Benutzerfreundlich ist. Wobei, dadurch trennt sich eben die Spreu vom Weizen....
 
Es gibt nur einen SMBus, und der ist bidirektional.
Achso. Ich dachte für den Speicher gäbe es einen eigenen SMBus. Wenn es aber derselbe ist der sich auch über den Rest des Mainboards zieht, dürfte es eigentlich keine Schwierigkeiten geben. Der SMBus kommt sogar wie ich gerade nachgelesen habe auf 12,5 kB/s. Das ist gar nicht so schlecht, wenn man bedenket, dass neben der Taktleistung nur eine Signalleitung vorhanden ist. Damit dürfte das Flashen der SPDs eine schnelle Angelegenheit werden. Mal schauen wodurch jetzt die gängigen EEPROMs ersetzt werden, damit der SPD beschreibbar wird. Die Angabe, dass "Flash" zum Einsatz kommt, ist ja recht unpräzise.
 
Der SMBus ist eine mehr oder weniger abgewandelter I2C Bus daher Master/Slave mit 7bit Adressierungsmoeglichkeit für Slaves. Die erlaubte Freq. liegt zwischen 10kHz und 100kHz daher auch max. 12.5kbyte/s. Ich würde das heute nicht mehr auf den EINEN SMBUS begrenzen, sobald Mehrprozessorsystem mit entsprechend Speicherslots ins Spiel kommen werden die Adressen knapp. Daher bei 3 bit (begrenzt durch den DIMM Slot) sind nur 8 Riegel ansprechbar pro Bus. Außerdem basiert am Ende die digitale Monitorkonfigurationsgeschichte (DDC) auch auf einen I2C/SMbus und der läuft separat. Auf den DIMMs selbst ist ein EEPROM, daher kein Flash ist aber für den Endanwender egal da man beide lesen/schreiben kann, den EEPROM unter Umständen sogar öfters. Den Sinn nachträglich die Daten zu ändern erschließt sich für mich nicht. Entweder der Riegel hat werkseitig schon entsprechend scharfe Einstellungen, was der Hersteller ja am Ende testet, aber nur weil er beim Kunden liegt wird er nicht durch ein "Softwareupdate" schneller. Man kann sicherlich abhängig von dem Speicherkontroller/CPU optimieren, da manche System besser auf einzelne Werte reagieren aber das kann ich hier nicht rauslesen. Naja Marketing halt.

Hpman
 
Zuletzt bearbeitet:
Den Sinn nachträglich die Daten zu ändern erschließt sich für mich nicht. Entweder der Riegel hat werkseitig schon entsprechend scharfe Einstellungen, was der Hersteller ja am Ende testet, aber nur weil er beim Kunden liegt wird er nicht durch ein "Softwareupdate" schneller. Man kann sicherlich abhängig von dem Speicherkontroller/CPU optimieren, da manche System besser auf einzelne Werte reagieren aber das kann ich hier nicht rauslesen. Naja Marketing halt.

Doch, der ist sicherlich vorhanden.

Es gab Serien, die auf Intel spezifiert waren und welche, die für AMD spezifiert waren. Ich glaube, eine von diesen Geschichten, liess sich auf Boards mit Intel Chipsatz nicht starten, da die Timings zus charf waren und das Board den RAM nicht fressen wollte.

Durch die Möglichkeit des "narrensicheren" (Bei automatischer Erkennung der Module!) Flashen, besteht die Möglichkeit, die Module mit Jedec konformen Settings auszuliefern und dann den Anwender die "richtigen" Timings flashen zu lassen. Ist es nicht momentan auch so, dass alle [OC] Module JEDEC Einstellungen haben und manuell eingestellt werden müssen? Durch diese Flashmöglichkeit ist dann schon ein gewisser Komfortgewinn zu erzielen.
 
...und dann den Anwender die "richtigen" Timings flashen zu lassen.
Lieber sollte man gutmütige Timings in das SPD programmieren und diese durch den Nutzer im BIOS von Hand verschärfen lassen. ;)
 
Ist es nicht momentan auch so, dass alle [OC] Module JEDEC Einstellungen haben und manuell eingestellt werden müssen?

Mehr oder weniger. Seit dem nVidia 5xx bzw. 6xx für Intel, können die Speicherhersteller auch EPP-Profile im SPD ablegen, womit dann z.B. die RAMs wie per SPD automatisch mit PC6400 4-4-4-12, oder wie auch immer das EPP programmiert ist, angesprochen werden.
 
Doch, der ist sicherlich vorhanden.

Es gab Serien, die auf Intel spezifiert waren und welche, die für AMD spezifiert waren. Ich glaube, eine von diesen Geschichten, liess sich auf Boards mit Intel Chipsatz nicht starten, da die Timings zus charf waren und das Board den RAM nicht fressen wollte.
Das meinte ich auch mit "manche System besser auf einzelne Werte reagieren", die Variante gar nicht booten gibt es natürlich auch noch :).

Sinn könnte es in dem Fall machen bei Leuten, die die Speicherspannung ordentlich erhöhen, daher z.B. bei DDR2 grösser 1.9V , sowas wird selten herstellerseitig gemacht und das nachjustieren ist dann Aufgabe des Kunden. Naja wer es braucht...

Lieber sollte man gutmütige Timings in das SPD programmieren und diese durch den Nutzer im BIOS von Hand verschärfen lassen. ;)

Zustimmung, bevor man Leute ans EEPROM lässt sollte man lieber sowas im Bios einstellbar machen. Ein CMOS clear ist einfacher als falsche Werte aus dem SPD loeschen!

Gruss Hpman
 
Zuletzt bearbeitet:
totgeburt. in 2 wochen redet kein mensch mehr darüber.
oder wer flasht heute noch seine grafikkarte zum übertakten?
 
totgeburt. in 2 wochen redet kein mensch mehr darüber.
oder wer flasht heute noch seine grafikkarte zum übertakten?

Das von funkflix verlinkte SPD-Tool gibt es schon ne ganze weile und ich habe das Gefühl, sowas kommt immer mehr in Mode. Von daher bezweifle ich, dass diese Entwicklung in Vergessenheit gerät. Ach übrigens, meine Grafikkarte besitzt ein angepasstes BIOS.... ;)

Auf der diesjährigen CeBIT hab ich ein paar Worte mit Tony von OCZ gewechselt. Er meinte, dass es durchaus zu einigen Problemen mit EPP bei 680i-Chipsätzen kommen kann. Er sprach von dem Phänomen, dass teilweise die 680i-Mainboards versuchen, zu straffen Speichertimings (inklusive 1T) und 1,8 Volt VDimm versuchen zu booten - was natürlich nicht klappt. Die Ursache dafür wusste er aber auch nicht.

Speziell in solchen Fällen kann die vorgestellte Technologie helfen. Denn dann könnte der Hersteller seine Module mit "Standardprogrammierung" ausliefern, was zu einer wesentlich besseren Kompatibilität führt. Im Anschluss könnte der Endverbraucher dann die Werte programmieren, für die der Speicher vorgesehen ist.

Finde ich persönlich ne gute Sache. Nur muss man erstmal schauen, wie sich das in der Praxis verhält. Wenn es Narrensicher ist ok, ansonsten schneidet sich OCZ ins eigene Bein (Stichwort RMA).
 
Ich will außerdem nicht wissen, was ein Hersteller für SLI-Ready-Speicher an NVIDIA abdrücken muss...
 
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