Staubsaugerroboter im Netzwerk

Woerns

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Ich liebäugele mit einem neuen Staubsaugerroboter in meinem Büro.
Bisher hatte ich ein Modell ohne App, das über ein einfaches Menü direkt am Gerät bedienbar war.
Das war auch so gewünscht, weil ich einen Staubsaugerroboter nicht in mein Firmennetzwerk reinlassen will.
Leider macht mir der Roboter in letzter Zeit regelmäßig den Akku kaputt. Deshal brauche ich was neues.

Ich habe festgestellt, dass neuere Geräte quasi nur noch mit App funktionieren. Die Geräte haben quasi kein Menü mehr direkt an der Hardware, so dass man nicht drumherum kommt, sie ins WLAN zu lassen und per Handy App zu betreiben.

Was also tun, um mein Netzwerk abzusichern? Ich habe eine Fritzbox mit statischer IP. DHCP macht mein NAS, das auch die Benutzer verwaltet. Ich könnte es so handhaben wie mit meiner Scanner/Drucker Kombi. Dort habe ich für das Scannen in einen Netzwerkordner auf dem NAS einen eigenen Benutzer (namens "Scanner") vergeben, der nirgends Zugriffsrechte hat außer auf seinem dafür vorgesehenen Ordner vom NAS. Trotzdem gehe ich davon aus, dass ein Drucker (sofern er nicht auf deiner Seite ist) das komplette Netzwerk auskundschaften und nach Hause senden kann. Bei einem Staubsaugerroboter ist es wahrscheinlich noch schlimmer. Der (bzw. dessen App) schickt ja auch detaillierte Grundrisse nach Hause, weil man diese Daten so gut verkaufen kann an Firmen, die dir dann unter anderem noch bessere Werbung aussuchen können. Ja danke!

Am liebsten wäre mir eine Netzwerklandschaft, wo der Roboter außerhalb einer Firewall liegt. Ich habe noch diverse, ewas ältere Fritzboxen rumliegen und könnte so einiges aufbauen mit extra WLAN nur für den Roboter. Allein mir fehlt der Plan, wie ich den Roboter ans Internet bekomme, ohne ihn in meinem Firmen WLAN zu haben.

Irgendwelche Anregungen oder Tipps?
Vielen Dank!
MfG
 
Fritzbox --> Gastnetzwerk --> Sauger
Habe ich auch so umgesetzt für alle möglichen IoT-Gerätschaften. Es kann sein das je nach Hersteller der Saugroboter und das Endgerät mit der App im selben LAN oder WLAN sein müssen weil die App sonst nicht funktioniert. Das ist bei Tuya basierten Apps und Geräten sowie darauf aufbauenden Anbietern wie Medion - Lenovo und deren Life+ App. Ob die jetzt lokal das ganze über TCP oder UDP abwickeln kann ich jetzt nicht sagen.
 
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Dann nenne es eben "Smartie" und stopfe alle Smart Home Geräte rein. ;)
Die Geräte auf die man über das Internet per App drauf zugreifen kann nehmen dann eben den entsprechenden Umweg.
 
Danke euch für die Tipps!
Ist zwar naheliegend, aber darauf bin ich nicht selbst gekommen, weil ich noch nie einen Gastzugang eingerichtet hatte.

Eine Sache ist jedoch unschön, wie oben schon angedeutet:
Der Staubi kommt ins Gastnetz. Mein Smartphone muss aber auch da rein, damit es über die App Zugang hat. Das heißt, dass mein Smartphone z.B. den Drucker nicht finden wird, der ja im Büronetz angeschlossen ist, wo er gebraucht wird. Abhilfe schaffen würde es, ein altes Smartphone nur für den Staubi zu reaktivieren und das auch ins Gastnetz zu hängen. Mein Arbeitssmartphone könnte dann im Firmennetz bleiben. Dann bliebe es auch frei von dieser App.

Aber ich werde es dann wahrscheinlich eher so handhaben, dass ich das WLAN entsprechend wechsele, wenn ich den Staubi konfigurieren muss.
MfG
 
Wollte gerade sagen, normalerweise, programmiert man den Roboter einmal und dann macht er sein Ding. Die meisten werden auch per Cloud eingebunden sein, meine erzählen mir ihren Status auch ohne WLAN, via Internet/Cloud.
 
Der Staubi kommt ins Gastnetz. Mein Smartphone muss aber auch da rein, damit es über die App Zugang hat.
Das wäre aber normalerweise nur für offline Apps relevant die nur über das LAN mit dem Gerät kommunizieren können.
Haben sie einen Online Zugang um z.B. unterwegs darauf zugreifen zu können dann müßte es über diesen Umweg funktionieren. Der Gastzugang müßte also "nur" entsprechend konfiguriert werden damit die erforderlichen Ports für den Internet Zugang auch freigegeben werden.
 
Es wäre schön, wenn es ausreichen würde, nur über das (W)LAN mit dem Staubi zu reden. Dann hätte man möglichst wenige offene Ein- und Ausfallstore.
Sofern jeder Befehl aus der App über ein Herstellerportal an den Staubi geht, funktioniert der auch nur solange, wie der Hersteller ihn betreiben möchte. Wenn der der Meinung ist, dass das Gerät jetzt mal langsam obsolet werden sollte, damit der Kunde wieder neu ins Portemonnaie greift, dann geht es plötzlich nicht mehr. So ist mir das z.B. mit einem Internetradio gegangen, das hardwareseitig voll funktionsfähig war. Aber es war leider auf den guten Willen des Herstellers Denon angewiesen, der plötzlich nicht mehr gegeben war. (Man merke, der resultierende Elektroschrott trug den Namen Denon!)

Das ist eigentlich ein wichtiges Kaufkriterium.
Ich habe aber den Eindruck, dass in den vielen Testberichten, die es momentan gibt, darüber kein Wort verloren wird. Man kann im Preisvergleich teilweise angeben, dass der Staubi auch ohne App funktionieren können soll. Aber dann hat der dafür einen Sprachassistenten von Amazon, Google oder Apple. *chatt*
So ist das natürlich nicht gemeint.
MfG
 
iRobot hat gestern glaube den Insolvenzantrag gestellt und wird voraussichtlich von seinem Auftragsfertiger aus China übernommen... bin gespannt wie lange sich meine 3 Roombas noch bewegen, bevor sie aus der Cloud gekillt werden.

Den oben genanten Fall hatte ich auch schon leider 3x (2x mit Logitech und einmal RWE/innogy/Livisi. mit der Hausautomation)
 
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