Verlangsamt ein M.2 PCIe Adapter die Grafikkarte?

Thunderbird 1400

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Hi!

Ich habe mal ein paar Fragen zu der Geschichte mit den PCIe Lanes des Chipsatzes, da ich da überhaupt nicht durchblicke.

Also ich habe auf meinem Mainboard (https://geizhals.de/gigabyte-x670e-aorus-pro-x-rev-1-0-a3063666.html) vier M.2 SSDs. Leider sind die Slots auf dem Board so dämlich platziert (direkt hinter der Grafikkarte), dass die Kühlung sehr suboptimal ist. Meine neueste SSD spielt da leider nicht mit, die wird zu heiß. Also ich brauche irgend eine Lösung mit besserer Kühlung für mindestens eine der SSDs. Deshalb habe ich überlegt, einen PCIe M.2 Adapter zu holen.

Aber die Frage, die sich mir stellt: Klaue ich der Grafikkarte damit PCIe Lanes, also wird sie langsamer? Und wird sie eventuell auch schon durch die 4 SSDs auf dem Mainboard langsamer?

Und was für eine Adapterkarte nimmt man (PCIe 4.0 x1//x4/x8/x16)? Ich würde gerne den untersten Slot auf meinem Mainboard nehmen. Wenn ich das richtig sehe, ist das ein PCIe 3.0 x2 Slot. Ist das ausreichend schnell? Ist zwar eine recht schnelle SSD, aber das ist mir wurst, ob die nun mit 2500mb/s oder 1000MB/s läuft. Das schafft die eh nur für eine Weile bis der Cache voll ist, und dann sackt sie auf 500MB/s ab.
 

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Die PCIe Lanes kommen vom Prozessor .

Du hast 28,24 laut info zum Prozessor .

Das Board stellt dir möglichkeiten zur Verfügung.
 
Ok, aber was bedeutet das dann? Wenn ich den Schaltplan meines Boards richtig verstehe, hängen zwei der vier M.2 Slots an der CPU und 2 am Chipsatz. Nur ob und wie beeinflusst das jetzt die Leistung der Grsfikkarte, wenn man diese 4 Slots bestückt? Wie ist die Rechnung mit den Lanes, also was teilt sich wie auf? Und wenn sich was aufteilt: Ist das dauerhaft, sobald da eine SSD deon steckt, oder nur in dem Momen, wo die SSD auch tatsächlich arbeitet?
 
Auf dem Board gibt es wohl keine Laneshareing, die 2 M.2 am Chipsatz haben eh nichts mit dem Grafikkartenslot zutun. Teilen sich aber die Bandbreite von der CPU zum Chipsatz - mit dem ganzen Rest der am Chipsatz hängt.

Da das noch X670 ist ohne den USB 4 Pflicht Controller hängen die anderen 2 M.2 direkt an der CPU. Diese sind also von der Anbindung zu bevorzugen auch wenn PCI3 3.0 oder 4.0 SSDs im Einsatz sind.

Du kannst also alle 4 Slots belegen (mit dem 7800X3D) ohne das die Anbindung der Grafikkarte auf 8 Lanes reduziert wird. Das kostet bei einer Grafikkarte mit ausreichen VRAM und PCIe 4.0 oder 5.0 ggf 1 bis 3 % Leistung. Daher ist mir das meist ein Rätsel warum einige (nicht du) meinen das wäre ein Weltuntergang.

1 x M.2 connector (M2A_CPU), integrated in the CPU, supporting Socket 3, M key, type 25110/22110/2580/2280 SSDs:
- AMD Ryzen™ 7000 Series Processors/ Ryzen™ 9000 Series Processors support PCIe 5.0 x4/x2 SSDs
- AMD Ryzen™ 8000 Series-Phoenix 1/Phoenix 2 Processors support PCIe 4.0 x4/x2 SSDs

1 x M.2 connector (M2B_CPU), integrated in the CPU, supporting Socket 3, M key, type 22110/2280 SSDs:
- AMD Ryzen™ 7000 Series Processors/ Ryzen™ 9000 Series Processors support PCIe 5.0 x4/x2 SSDs
- AMD Ryzen™ 8000 Series-Phoenix 1 Processors support PCIe 4.0 x4/x2 SSDs
- AMD Ryzen™ 8000 Series-Phoenix 2 Processors support PCIe 4.0 x2 SSDs

Chipset:
- 2 x M.2 connectors (Socket 3, M key, type 22110/2280 PCIe 4.0 x4/x2 SSD support)(M2C_SB, M2D_SB)
- 4 x SATA 6Gb/s connectors
 
Sofern du nicht ganz auf die Grafikkarte verzichten willst würde ich mir das mit dem PCIe M.2 Adapter bei dem Board ganz schnell aus dem Kopf schlagen denn lt. Diagramm sind die unteren beide Slots lediglich per PCIe 3 mit 4 bzw. 2 Lanes angebunden. Das wäre bei PCIe 4 bzw. 5 SSDs sozusagen vom Regen in die Traufe. Bei einer älteren PCIe 3 SSD wäre es nicht ganz so tragisch, zumindest wenn man den mittleren Steckplatz nimmt der zumindest mit 4 Lanes angebunden zu sein scheint, der untere hat nur noch 2 Lanes.
Bei dem Einsatz wäre ein PCIe Switch zu mindestens einem der chipsatzgebundenen M.2 Steckplätzen definitiv die bessere Lösung gewesen.
Die gleichzeitige Nutzung der beiden chipsatzgebundenen M.2 Steckplätze birgt übrigens auch ein Problem denn sie sind nur mit 4 PCIe 4 Lanes an der CPU angebunden. Das wird bei gleichzeitiger SSD Nutzung also zwangsläufig zum Flaschenhals.
 
Gibt ja auch M.2 Expander wenn man die SSD unter der Grafikkarte wegbekommen will.

Beispiel
 
Um welche SSD geht es denn und wie warm wird die beim spielen? Und in welchem M.2 steckt sie? Denke der untere am Chipsatz sollte aus Kühlungssicht der Beste sein von den 3 unter dem PEG Slot.
 
Das ist eine Lyxor 4TB (recht schnell). Hab sowohl den untersten als auch den zweit oberen Slot ausprobiert, gleiches Resultat. Die SSD hat schon im Idle eine höhere Temp als die anderen (so 50°C). Sobald man irgendwas am PC macht, geht sie auch schnell über 60°C und dann freezed irgendwann der komplette PC (das Verhalten ist eindeutig erst, seitdem ich diese SSD habe und wenn ich dann neustarte und die Temperatur der SSD checke, sehe ich, dass sie noch ziemlich heiß ist).

Wenn ich die Lüfter der Grafikkarte manuell einschalte auf niedrige Drehzahl, geht die Temp der SSD recht zügig auf 40°C+ zurück, also da ist eindeutig ein Wärmestau, den die SSD nicht gut verträgt.
 
Dass sind doch völlig unkritische Temperaturen - Lyxor kenne ich nicht oder meinst du Lexar? Normal sollte da eine SSD bei den Temperaturen kein Problem haben.
 
Ja Lexar. Keine Ahnung, ich kann's mir nur durch die Temperatur erklären. Vielleicht ist die tatsächliche Temperatur auch höher gewesen, habe nicht genau in dem Moment vom Freeze geschaut. Wirklich gesund kann es aber dauerhaft nicht sein, diese Festplatten-Analyzer-Software die ich benutze (komme gerade nicht auf den Namen) zeigt ab 60°C schon roten Bereich an.
Auf einer anderen SSD hatte ich neulich schon defekte Sektoren entdeckt mit Datenverlust. Hohe Temperaturen führen wohl eher zu defekten Sektoren.
 
Wenn es die Lexar NM790 ist dann pasiert bei den Temps in der Regel nichts - habe die selber 3mal. Im Hauptrechner ist sie an ähnlicher Position und auch im Server kommt die schon mal auf 60°.

Wenn es die NM790 ist dann lade dir mal den Lexar DiskMaster for Windows1.1.7(EN).zip runter und mache das Firmwareupdate.
Danach hat die NM790 bei mir auch niedirger Temperaturen angezeigt.

Lexar Download

Hohe Temperaturen bei NVME SSDs beziehen meist auf den Controller nicht auf den Flashspeicher. Ab wann CDI ws mit ROT anzeigt ist Einstellungssache.
Was zählt sind aber die Angaben des SSD Herstllers.

Lexar gibt da an:

Betriebstemperatur0°C bis 70°C (32°F bis 158°F)

Wenn da Flashspeicher defekt ist dann würde ich da je nach dem was CDI meldet einen Austausch durchführen. Das erklärt auch eher den Freeze.
 
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Wenn es die Lexar NM790 ist dann pasiert bei den Temps in der Regel nichts - habe die selber 3mal. Im Hauptrechner ist sie an ähnlicher Position und auch im Server kommt die schon mal auf 60°.

Wenn es die NM790 ist dann lade dir mal den Lexar DiskMaster for Windows1.1.7(EN).zip runter und mache das Firmwareupdate.
Danach hat die NM790 bei mir auch niedirger Temperaturen angezeigt.

Lexar Download

Hohe Temperaturen bei NVME SSDs beziehen meist auf den Controller nicht auf den Flashspeicher. Ab wann CDI ws mit ROT anzeigt ist Einstellungssache.
Was zählt sind aber die Angaben des SSD Herstllers.

Lexar gibt da an:

Betriebstemperatur0°C bis 70°C (32°F bis 158°F)

Wenn da Flashspeicher defekt ist dann würde ich da je nach dem was CDI meldet einen Austausch durchführen. Das erklärt auch eher den Freeze.
Hmm ok, danke für den Tipp mit dem Firmware Update, werde ich machen. Und für eine bessere Kühlung sorgen. Kann durchaus sein, dass das über 70°C war beim Freeze. Falls nochmal ein Freeze auftauchen sollte, werde ich die SSD tauschen.

Könnt ihr ein gutes kostenloses Tool empfehlen, mit dem man separat booten und die SSD auf Fehler checken kann?
 
Ich weiß nicht warum sich die Leute immer die Boards mit zum Teil kleinen SSDs vollstopfen wollen, es wäre sinnvoller man verwendet einfach wenigere und größere und verkauft die alte. Desktop PCs sind nun mal nicht für sowas ausgelegt. Oder haben die anderen auch alle schon 4TB?
 
Was meldet den CrystalDiskInfo? Gibt es auch als Portalversion - kannst ja mal einen Screenshot posten.

Sonst mal die SSD frei machen und H2testw von der c't drüber laufen lassen.

Hiren's BootCD PE ist auch in Notfällen hilfreich aber Software nicht immer die aktuellste.
 
Ja genau, CrystalDiskInfo meinte ich. Ich poste mal einen Screenshot heute abend. Ok, leer machen ist kacke, ich hab schon ein fast 4TB großes Image drauf und keine andere Platte, die so groß ist. Ich sehe schon, ich muss mir noch eine zweite 4TB bestellen, alleine schon aus Backup Gründen ;D
 
Das ist eine Lyxor 4TB (recht schnell). Hab sowohl den untersten als auch den zweit oberen Slot ausprobiert, gleiches Resultat. Die SSD hat schon im Idle eine höhere Temp als die anderen (so 50°C). Sobald man irgendwas am PC macht, geht sie auch schnell über 60°C und dann freezed irgendwann der komplette PC (das Verhalten ist eindeutig erst, seitdem ich diese SSD habe und wenn ich dann neustarte und die Temperatur der SSD checke, sehe ich, dass sie noch ziemlich heiß ist).

Wenn ich die Lüfter der Grafikkarte manuell einschalte auf niedrige Drehzahl, geht die Temp der SSD recht zügig auf 40°C+ zurück, also da ist eindeutig ein Wärmestau, den die SSD nicht gut verträgt.
SSD Temperaturen unter 80 °C sind normalerweise unproblematisch, erst recht unter 70 °C, es sei denn es wird Murks gemessen.
Wo kommt die SSD zum Einsatz? Als Systemlaufwerk auf dem auch das Betriebssystem liegt oder als zusätzliches Laufwerk?
Geht das Systemlaufwerk aus welchen Gründen auch immer auf "read only" oder verschwindet bei den verfügbaren Laufwerken folgt zwangsläufig der crash.
Letzteres Problem hatte ich mit einer anderen SSD in einem meiner Laptops und da war kam sie nur als zusätzlicher Datenträger zum Einsatz. Vor allem nach dem Aufwachen aus dem Standby waren die darauf befindlichen Laufwerke einfach weg und kamen erst nach einem Reboot zurück. Das Problem verschwand nach einiger Zeit mit einem BIOS Update.

Wie vielleicht ein vergleichbares Problem bei dir? Wie schaut es mit der Aktualität vom BIOS des Mainboards und der Firmware der SSD aus?
 
Für Backup ist ja ein externes Laufwerk vorteilhaft, dann muss es auch nicht unbedingt eine SSD sein - hat man keinen Zeitdruck reicht da auch eine HDD.

H2testw wäre da schon die richtige Maßnahme um die SSD zu überprüfen aber:

Richtige Durchführung des Tests​

Um aussagekräftige Ergebnisse mit H2testw zu erhalten, sollte man das zu testende Speichermedium zunächst formatieren. Wichtig ist, dass dabei nur eine einzige Partition erstellt wird. Eventuell auf dem Medium vorhandene Daten muss man vorher auf ein anderes Laufwerk verschieben, da sie beim Formatieren verloren gehen.
 
Ok alles klar, ich werde den Test machen. Ich bestelle mir dann mal eine 6TB HDD als Backup-Medium, wo ich den Kram erstmal drauf ziehen kann. Man erschrickt sich, was große HDDs noch kosten, da ist man auch schnell 100-200€ los, und die Zuverlässigkeit bei den Consumer HDDs ist ja häufig zweifelhaft. Und bei den professionellen Server HDDs ist der Markt offensichtlich voll von grbrauchten Platten, die als Neuware verkauft werden. Aber ich schau mal, wo ich was Brauchbares für nicht allzu viel Geld her bekomme.

Danke dir!
 
Fällt gerade ein ich habe mir das beim großen Fluß mal mitbestellt habe:



Will damit den SlimSAS der X870E Hero mit einer M.2 ausprobieren. Der Adapter für den M.2 Slot der dabei ist brauche ich eigentlich nicht.
Hat den Vorteil das Kabel ist steckbar und geht Richtung nach vorne im Gehäuse raus.
 
Ich befürchte nur das er so nicht unter das Blech passt der alle 4 M.2 Steckplätze abdeckt.
 
Denke das könnte passen ohne PAD - aber müsste man schauen.
 
So, hier mal ein Screenshot von CrystalDiskInfo. Es ist eine NQ790, die ist etwas langsamer und günstiger als eine NM790.

Habe mir jetzt mal den Lexar DiskMaster von der o. g. Support Seite installiert. Firmware Updates gibt's für die SSD nicht, aber ich lasse jetzt mal die DeepScan Fehlersuche von dem DiskMaster drüber laufen. Mal sehen, ob der was findet.

Wenn ich die Lüfter der Grafikkarte nicht laufen lasse, geht die Temperatur auch schnell über 60°C und dann wird die Composite Temperature im CrystalDiskInfo als rote Warnung angezeigt (zweiter Screenshot). Aber klar, das kann man natürlich frei einstellen, ab wann es rot wird. Ist aber so die Standardeinstellung.

EDIT: Der Lexar DiskMaster DeepScan hat nichts gefunden. Das Ding läuft aber auch recht schnell durch, 10 Minuten oder so. Also so "deep" kann der Scan nicht sein. Naja, ich behalte es weiter im Auge. Eine 6TB HDD als Backup ist bestellt. Wenn ich die habe, werde ich die Lexar auch nochmal leer machen und mit H2testw testen.
 

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die richtige Einstellung CDI wäre auch bei der Lexar NQ790 70°.
 
Hmmmm mal ne doofe Frage.
Das Kühlblech vom Board hatte doch sicherlich Wärmeleitpads für die 4 SSDs drauf.
Wurde da beim Einsetzen der SSD die vermutlich vorhandene Schutzfolie vom Wärmeleitpad und dem ev. vorhandenen Heatspreader der SSD abgegnibbelt?
 
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