War: "Werbung ist doof"...ist: "Sinnhaftigkeitsdebatte Elektromobilität"

Um die Netzschwankungen auszugleichen, die der sogenannte Zappelstrom (erneuerbare Energie) verursacht, braucht man auch mehr Grundlastkraftwerke, sonst geht das Netz leider in die Binsen.
Das Netz kann nur durch ein Gleichgewicht zwischen Erzeugung und Verbrauch stabil gehalten werden.
Man sollte nur über die Dinge reden, die man auch versteht.
Das solltest Du ruhig den Netzbetreibern überlassen. Ich denke, die wissen mehr darüber als Du. Wenn sie es für nötig halten, dann boosten sie mal mal ein Gaskraftwerk oder drosseln die Windkraft. Oder sie leiten den Strom über andere Trassen, wenn es irgendwo knapp wird. Aber sie wissen, was sie tun, keine Sorge!
 
Jupp, darum müsste man bei aktuell neu gebauten Windrädern eigentlich gleich einen Energiepuffer mit im Fundament einbauen, um den tagsüber geernteten Strom dann Abends abzugeben. Die ersten Solarparks haben das auch schon erkannt. Wenn dann noch die Einspeisevergütung flexibel ist, würde sich die Investition sogar lohnen.
Die wären eher was für kurzzeitige Absatzeinbrüche aber der Zeitraum zieht sich ja über Monate.
Anstatt die Dinger zu drosseln könnte man den sonst nicht erzeugten Strom z.B. zur Wasserstoff- bzw. Methangewinnung nutzen um ihn einfach in einer besser speicherbaren Form für einen längeren Zeitraum anzusammeln oder anderweitig zu nutzen, da wäre dann auch der schlechte Wirkungsgrad fast schon egal.
Das würde dann aber auch einen erheblichen Umbau der gesammten Energiepolitik bedeuten.
 
Um die Netzschwankungen auszugleichen, die der sogenannte Zappelstrom (erneuerbare Energie) verursacht, braucht man auch mehr Grundlastkraftwerke, sonst geht das Netz leider in die Binsen.
Das Netz kann nur durch ein Gleichgewicht zwischen Erzeugung und Verbrauch stabil gehalten werden.
Man sollte nur über die Dinge reden, die man auch versteht.
Und wieder dieses Halbwissen...
Im Gegensatz zu den Windrädern lassen sich vor allem die Grundlastkraftwerke nur sehr begrenzt in ihrer Energieproduktion sinnvoll steuern weil sie dafür ganz einfach zu träge sind oder andere Faktoren wie die Mindesttemperatur von Hochöfen dagegen sprechen. Zudem sollen die Grundlastkraftwerke bereits jetzt im Schnitt nur auf halber Kraft oder so laufen. EInen entsprechenden Artikel hatte ich mal in einem anderen Topic verlinkt.

Und ja, Strombedarf und dessen Erzeugung müssen ausgeglichen sein um das Stromnetz stabil zu halten nur treten die Schwankungen nicht nur auf der Erzeugerseite sondern auch auf der Verbraucherseite auf udn müssen entsprechend abgefangen werden. Die Stromproduktion der Windräder läßt sich an der Stelle ja recht einfach steuern.

Mit mehr Grundlastkraftwerken würde man also eher genau das Gegenteil erreichen, eben weil man sie auf einer Mindestlast fahren muss, der Regelbereich zusätzlich eingeschränkt wäre und sie zu träge für das Ausgleichen der Verbrauchsschwankungen wären.
 
Man kann zur E-Mobilität stehen wie man will aber es gibt sehr viele Fakten die dagegen sprechen.

-Durch den Abbau von Lithium entstehen großflächige Umweltzerstörungen. Bei dem Argument gehe ich mit, verweise aber gleichzeitig auf die Alternative Öl und die bisherigen Unglücke bei der Produktion und dem Transport.
-Die Kapazität und Lebensdauer der Akkus wird durch Kälte, aber auch durch Hitze stark herabgesetzt. Mittlerweile gibt es viele E-Autos, die sehr hohe Laufleistungen haben. Es zeigt sich eher das Bild, dass die Akkus deutlich länger halten als die Fahrzeuge genutzt werden. Eine bei 11 Fahrzeugen über 200.000km natürlich nicht sehr aussagekräftige Statistik ist hier zu sehen: KLICK Alle 11 Fahrzeuge haben nach mehr als 200.000km noch über 90% State of Health, werden also noch locker doppelt so lange halten, vermutlich eher deutlich mehr. Ein Teslafahrer hat mit seinem Model S von 2014 mittlerweile 1,8 Mio. Kilometer runter und brauchte dafür 3 Akkus. Im Schnitt hielten sie also 600.000km und das, obwohl er seinen Tesla fast ausschließlich am Supercharger geladen hat. Möglicherweise wäre also sogar noch mehr drin gewesen, wenn man den Akku nicht ständig mit Schnellladen malträtiert hätte.
-Die Ladeverluste sind teils erheblich. Da gibt es reihenweise Tests zu. Einige Modelle haben beim Laden an der Haushaltssteckdose recht hohe Verluste (glaube die Zoe war das) so im Bereich von 20%, vielleicht auch 30%, wenn ich es richtig erinnere. Das betrifft aber nicht alle Fahrzeuge und wer lädt sein E-Auto schon an Schuko. An einer normalen Wallbox bzw. öffentlichen Ladesäule reden wir von meist weniger als 10% Verlusten. Vor dem Hintergrund des massiv höheren Wirkungsgrades eines E-Motors im Vergleich zu einem Verbrenner sind die 10% ein Fliegenschiss.
-Der Strom zum Laden ist mindestens zu 4/5 nicht aus erneuerbaren Quellen und das wird sich auch in absehbarer Zeit nicht ändern,
da es in unseren Breitengraden halt einfach nicht genug Wind und Sonne gibt, schon gar nicht für Millionen E-Fahrzeuge. s. nächster Punkt, da gibt es eine konkrete Zahl für den zusätzlichen Energiebedarf der Millionen E-Autos. Die Zahl 4/5 wurde ja bereits widerlegt. Der Anteil von EE am Strommix wird perspektivisch eher steigen.
-Das Stromnetz in Österreich und Deutschland muss massiv ausgebaut werden um der Mehrbelastung im Terawatt Bereich standzuhalten.
Das dauert Jahrzehnte und verschlingt Unsummen. An der Stelle zitiere ich, damit wir mal ein paar konkrete Zahlen haben, über die man diskutieren kann:
"Florian Samweber arbeitet bei der Forschungsstelle für Energiewirtschaft, FFE, an Themen wie Strombedarf und Netzstabilität. Er rechnet vor: Es gibt rund 45 Millionen Pkws in Deutschland, die im Schnitt rund 13.800 Kilometer pro Jahr fahren – macht insgesamt 621 Milliarden Kilometer.
Legt man die Energiemenge zugrunde, die ein durchschnittliches E-Auto heute unter realen Bedingungen braucht, lässt sich leicht errechnen, wie viel Strom vollständig e-mobile Deutsche verbrauchen würden: 105 Terawattstunden (TWh), rund 15 Prozent der heute produzierten Strommenge. Kein Pappenstiel, gewiss; aber unter diesem Mehrbedarf „würde die Stromversorgung sicher nicht zusammenbrechen“, sagt Samweber. Fast die Hälfte der nötigen Energie wird heute schon erzeugt. Sie wird nur nicht gebraucht. Im vergangenen Jahr verkaufte Deutschland 48 TWh Strom ins Ausland.

-Ohne neue Grundlastkraftwerke wird man (Atom, Kohle, Gas) Strom in großen Mengen teuer zukaufen müssen. s. vorheriger Punkt. Der entscheidende Punkt bei der Geschichte sind Speichertechnologien. Ich bin optimistisch, dass man in nicht allzu ferner Zukunft Möglichkeiten finden wird. Falls sie nicht rentabel sind, müssen sie meiner Ansicht nach subventioniert werden. Bei Atomkraft hatte und hat man damit ja auch kein Problem.
-E-Fahrzeuge sind für den Normalbürger schlicht unleistbar, weil viel zu teuer. Da ändert sich gerade einiges. Ein Tesla Model 3 SR bekommt man aktuell nach Förderung für 33770€. Durch die geringeren Betriebskosten (Wartung, Steuern, Verbrauch) wird dieses Fahrzeug vermutlich auf die Lebenszeit günstiger sein als ein vergleichbarer Verbrenner. Aber grundsätzlich bin ich da bei dir: Die Fahrzeuge sind aktuell einfach zu teuer, da die Technik eigentlich günstiger sein müsste als bei einem Verbrenner. Wir haben bspw. 2022 für einen Corsa-e mit für einen Kleinwagen recht guter Ausstattung (Elegance mit einigen zusätzlichen Extras) nach Förderung 22100€ neu gezahlt.

Mein Fazit als alter Elektrotechniker: Im Moment sehe ich E-Fahrzeuge nicht als geeigneten Ersatz für den Verbrenner. Ich komme zu einem anderen Fazit, wenn ich die Vor- und Nachteile gegeneinander abwäge.

Ich versuche mal wieder etwas Niveau in die Diskussion zu bringen (siehe oben in rot) und die guten, alten Stammtischargumente zu widerlegen. Auf Argumente wie "kommst ja nichtmal bis Kiew" gehe ich nicht weiter ein. Ich denke, dass dieses Argument für die wenigsten Menschen kaufentscheidend sein sollte.


hunert
 
Es gibt zwei User Nicks die mir sofort Fragezeichen vor Augen produziert haben.
Ich werde grade bestätigt.
„Dont Feed the Trolls!!!!!!!!!“
Was anderes fällst mir dazu nur ein.


Gruß

D.U.
 
Ich kann da nur generell sagen: Weniger Hartz-IV TV konsumieren, weniger Werbung schauen und dann klappt das auch mit der grauen Masse.
 
Ich kann da nur generell sagen: Weniger Hartz-IV TV konsumieren, weniger Werbung schauen und dann klappt das auch mit der grauen Masse.
Stimmt: Probier' mal Deine Denkmaschine zwischen den Ohrwatscheln vor dem (versuchten) Benutzen & posten einzuschalten - vielleicht kommt dann auch mal was Sinnvolles und weniger Peinliches dabei raus!

Bis dahin hol' ich mir die nächste Tüte Popcorn und amüsiere mich weiter köstlich über diesen geistigen Dünnpfiff! *rofl*
 
Diskutieren mit Leerdenkern….
Hatte eigentlich gehofft, sowas bliebe uns erspart.
 
Ich kann da nur generell sagen: Weniger Hartz-IV TV konsumieren, weniger Werbung schauen und dann klappt das auch mit der grauen Masse.

Wie wäre es damit, dass eines deiner Alter Egos mal auf meine Gegenargumente eingeht, anstatt jeden zu beleidigen, der die Dinge anders sieht?
 
Tja, früher wurde an den Unis eben nur Fachliches gelehrt. Den menschlichen Umgang musste man sich selbst beibringen, wenn man wollte. Einige wollten wohl nicht.
 
Bei dem Niveau spürt man förmlich wie die graue Masse im Kopf schwindet und auf dem Kopf zunimmt.
 
Ja, wenn es argumentatorisch nicht weiter geht und man auf dem absteigenden Ast ist, greift man halt das Persönliche an. Sieht man sehr gut an den letzten Posts von Maverik-F1 und MagicEye04. qed.
 
Ja, wenn es argumentatorisch nicht weiter geht und man auf dem absteigenden Ast ist, greift man halt das Persönliche an. Sieht man sehr gut an den letzten Posts von Maverik-F1 und MagicEye04. qed.
Ähm, von Dir kamen doch keine Argumente mehr, sondern nur noch Persönliches.
Ich habe nur versucht, mich auf Dein Niveau zu begeben. Offensichtlich ist mir das nicht gelungen, Du hast beim unsachlichen Teil der Diskussion wohl einfach viel mehr Erfahrung. Oder vielleicht auch keinerlei Reflexionsvermögen, das kann ich nicht beurteilen.
 
@MagicEye04
Begib dich niemals auf das Niveau deines Gegners denn er schlägt dich dort mit Übung und Erfahrung.
 
Ja, wenn es argumentatorisch nicht weiter geht und man auf dem absteigenden Ast ist, greift man halt das Persönliche an. Sieht man sehr gut an den letzten Posts von Maverik-F1 und MagicEye04. qed.
Andersrum wird ein Schuh draus - aber was Du kannst, kann ich auch - #ignore ;)
(Dermaßen viel Ignoranz ist mir noch selten untergekommen)
 
Gerade ist eine hochinteressante Doku zum Thema Umweltverschmutzung des E-Autos erschienen:


Dürfte auch für alle Elektrotechniker spannend sein.


hunert
 
Den Spruch "Traue keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast" gibt es ja nicht umsonst denn bereits mit der Daten und Quellenauswahl kann das Ergebnis erheblich beeinflußt werden.
Darum gehen solche "Studien" die von Interessengruppen finanziert/durchgeführt werden deren Ergebnis das Geschäft negativ beeinflussen würde schon an sich wenig glaubwürdig da sie ein solch negatives Ergebnis wohl kaum veröffentlichen würden.
 
Ich verstehe ehrlich gesagt den Einwand nicht: Gerade zum Lithiumabbau sind keine Veröffentlichungen von Interessengruppen herangezogen worden, sondern wissenschaftliche Untersuchungen, die in hochrangigen Zeitschriften veröffentlicht wurden und einem double blind Peer-Review standgehalten haben. Eine seriösere Quelle kann man nicht anführen.
 
Bei vielen muss man aber auch ganz genau hinschauen wer die Studie oder das verantwortliche Institut z.B. finanziert hat.
Solche groben Schnitzer wie beim Süßwasserbedarf oder den einher gehenden Umweltschäden passieren in einer wirklich wissenschaftlichen Untersuchung mit offenen Ausgang wohl eher selten. So erweckt es eher den Eindruck dass das Ergebnis schon im Vorfeld feststand und nur noch nach den passenden Faktoren gesucht wurde.
 
Ich check's immer noch nicht. Beziehst du deine Kritik, dass das Ergebnis bereits im Vorfeld feststand, auf den von mir zitierten Beitrag oder auf die ursprüngliche Doku von STRG_F?
 
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