Undervolting-Sperre bei Mobile-CPUs

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pitpat

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Hallo,

bei den moderneren Intel-Mobile-CPUs ist mittlerweile eine "Undervolting-Sperre" eingebaut, wenn ich das richtig mitbekommen habe. Mein T8100 macht bei 0,95V nach unten hin dicht. Selbst unter Volllast wäre da noch einiger Spielraum nach unten, aber die hardwareseitige Sperre verhindert das, was mich ein wenig ärgert.

Aus Sichtpunkt des Produktmanagements ist mir klar, dass Intel seine ULV-Linie schützen will und nicht jeder Core2Duo-Besitzer seine Undervolting-Rekorde ins Netz posaunen soll und die ULVs damit "entwerten" soll.

Ärgern tuts mich trotzdem *buck*... Könnt ihr dazu mal n Statement abegeben?

Grüße Pit
 

Frank Kuypers

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Hallo Pit,

laut den Spec Sheets hat eine Core2Duo CPU auf 45nm eine Kernspannung von 1.2125 - 1.050V im Hochfrequenten Modus und 0.825V - 0.95V im Niederfrequenten Modus (Speedstep).

Dies ist allerdings aus gutem Grund so festgelegt, weil unter anderem die Voltageregulatoren ebenso auf diese Spannungsschwankungen ausgelegt sein. Diese Spannungen müssen nach gewissen Zeiten, wenn zwischen Hoch- und Niederfrequenten Modi geschaltet wird, stabil anliegen, sonst stürtzt das System ab. Diese Spannungen sind eben für ULV Systeme etwas anders definiert und die Voltage Regulatoren sind entsprechend ausgelegt - und die CPUs sind für diese niedrigen Spannungen validiert und getestet.

Ich glaube nicht, dass ein "undervolting" soviel im Mainstream bringen würde. Die CPU ist nur ein kleiner Teil des Ganzen und braucht im Betrieb unter MobileMark im Durchschnitt unter 1W. Im TDP Grenzbereich wäre ein Betreiben mit niedriger Spannung wahrscheinlich nicht auf Dauer stabil...

Frank
 
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