Dell XPS 10 – Mal Tablet, mal Netbook

soulpain

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Dell ist eine Marke, die einem sofort in den Sinn kommt, wenn es um Komplettsysteme und gute Serviceleistungen geht. Dabei setzt Dell längst nicht mehr nur auf klassische PCs und die kompakten Inspiron-Rechner sondern auf auch Notebooks und Tablets. Um bei den zuletzt genannten Geräten den aktuellen Stand der Dinge zu prüfen, haben wir uns das XPS 10 zukommen lassen, welches dank der optionalen Tastatur ein Hybrid aus Netbook und Tablet ist. Für uns ist dieser Bereich genauso neu wie das Betriebssystem. Dell setzt hier nämlich nicht auf das verbreitete Android, sondern Windows RT. Welche Auswirkungen das hat und ob das Modell generell überzeugen kann, zeigen wir auf den folgenden Seiten. Wir bedanken uns bei Dell für die Bereitstellung des Testmusters und wünschen viel Spaß beim Lesen!

Preise

[break=Lieferumfang und Eigenschaften]
<h2 id="Lieferumfang">Lieferumfang</h2>
<center><a TARGET="_blank" href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/1_verp1.jpg"><img class="bildzentriertstartseite" src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/large/1_verp1.jpg" border="0" ></a></center>

<center><a TARGET="_blank" href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/8_verp2.jpg"><img class="bildzentriertstartseite" src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/medium/8_verp2.jpg" border="0" ></a></center>

Das XPS 10 scheint schon durch viele Hände gegangen zu sein, entsprechend abgegriffen wirkt die Verpackung. Für uns zählt aber ohnehin nur der Inhalt, welcher unter anderem aus gleich drei Anleitungen besteht. Darunter fallen das Handbuch über die Windows-Software und die Faltblätter über die Inbetriebnahme des Gerätes und über das "Dock", also die optionale Tastatur. Neben dem Tablet selbst sind die besagte Tastatur, ein kleines Netzteil vom Großhersteller Lite-On (19 V, 1,58 A) mit dem zugehörigen Netzkabel und zwei Adapter (mit Mini-USB auf der einen und Female-Buchsen mit USB bzw. HDMI auf der anderen Seite) im Lieferumfang enthalten.

<h2 id="Produkteigenschaften">Produkteigenschaften</h2>

<center>
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OSWindows RT
Abmessungen Tablet274,7 x 9,2 x 177,3 mm
Gewicht Tabletca. 0,635 kg (mit Dock 1,310 kg)
ProzessorQualcomm Snapdragon S4 Plus 2x 1,50 GHz
GrafikkarteAdreno 225
RAM2048 MB
Speicher64 GB Flash-Speicher
Display10,1"-IPS-Panel, kapazitiv
Auflösung1366 x 768 Pixel
AnschlüsseMicro-SD-Kartenleser, Mini-USB, Kopfhörer, HDMI über Adapter
AkkuLithium-Ionen-Akku / 0,028 kWh
Besonderheitenzwei Kameras; div. Sensoren; AGPS
EAN-Code5397063315604
Herstellergarantie1 Jahr
[TR][TD]
</center>

Das Tablet verfügt über ein 10,1"-Display mit der eher ungewöhnlichen Auflösung von 1366 x 768 Pixeln und setzt wie bereits erwähnt auf das Betriebssystem Windows RT. Zusätzlich ist Office Home & Student 2013 RT bereits vorinstalliert. Hinzu kommen 2 GB RAM, ein SoC von Qualcomm mit Ähnlichkeiten zum Cortex-A15 und 64 GB Speicher, die sich per SD-Karte um weitere 64 GB vergrößern lassen. Die Webcam hat 2 MP, während die Kamera auf der Rückseite 5 MP aufweist. Höchst erfreulich finden wir, das Dell den Akku mit einem Wert in Wattstunden (28 Wh) angibt und auf die übliche Darstellung in Amperestunden verzichtet. Mit seinem Gewicht von knapp 640 g und den Abmessungen von 274,7 x 9,2 x 177,3 mm ist das Tablet in etwa so groß wie die meisten 10,1-Modelle.

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Zwar ist in der Standardkonfiguration lediglich ein Jahr Garantie vorgesehen, die sich optional erweitern lässt, doch hat der "Premium Support" einige interessante Vorzüge. Dazu zählt etwa die "Unterstützung bei Softwareproblemen" per Telefon. Bemerkenswert ist auch, das Dell auf seiner Homepage zahlreiche Updates anbietet, für Desktop-PCs kommen noch die entsprechenden Treiber hinzu. Selbst an Kleinigkeiten hat der Anbieter gedacht: Wer die Anleitungen noch mal als PDF-Datei herunterladen möchte, bekommt einen Hinweis, dass sich solche Dokumente mit dem Adobe Acrobat Reader öffnen lassen. Ein passender Link wurde gesetzt. Was sich banal anhört, ist für Anfänger unter Umständen eine große Hilfe. Zudem bietet Dell einen Abholservice statt dem üblichen Carry-In-Verfahren und verspricht eine Reparatur in 3-5 Arbeitstagen. Diese verbindliche Angabe führt dazu, dass man sich im Zweifel auf diese fünf Tage berufen kann. Wer einen normalen Arbeitstag bis 17.00 Uhr hat, kann danach noch bis 18.00 Uhr anrufen. Der einzige Kritikpunkt auf hohem Niveau ist die kostenpflichtige Rufnummer beim Support, während der Vertrieb auch Samstags unter einer gebührenfreien Nummer zu erreichen ist. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

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Von den angegebenen 64 GB stehen wegen des ausladenden OS nur noch 40,8 GB zur Verfügung. Das entspricht lediglich 63,75 % der angegebenen Gesamtkapazität. In absoluten Zahlen gesehen sollten die meisten User damit aber zurechtkommen und diverse Spiele und andere Anwendungen installieren können. Generell scheint sich Windows RT nicht für günstige Tablets mit kleinem Speicher zu eignen. Bei der 32-GB-Version fällt der prozentuale Anteil sicherlich noch geringer aus. Die Android-Geräte kamen auf deutlich bessere Werte.

[break=Komponenten und Technik]
<h2 id="Qualcomm Snapdragon S4 APQ8060A">Qualcomm Snapdragon S4 APQ8060A</h2>

<center><a TARGET="_blank" href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/1_krait.jpg"><img class="bildzentriertstartseite" src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/1_krait.jpg" border="0" ></a>
S4-Blockdiagramm</center>

Qualcomm unterteilt die aktuellen Snapdragon-SoCs in mehrere Kategorien. Der verbaute APQ8060A (Krait) zählt zu den S4 Plus und bietet eine Dual-Core-CPU, die mit 2x 1,50 GHz taktet. Theoretisch unterstützt der SoC WUXGA-Displays, Kameras bis 20 MP, USB 2.0 OTG, gpsOne Gen8A, WiFi 802.11a/b/g/n und Bluetooth 4.0. Außerdem können HD-Videos in 1080p abgespielt werden. Weitere Informationen über das Löwenmäulchen sind schwer zu finden, doch lässt sich der Cortex-A15 im Groben für die technischen Details heranziehen. Im Wesentlichen basieren die SoCs nämlich auf dem Design der aktuellen Chip-Generation von ARM.

<center><a TARGET="_blank" href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/1_Cortex_A15_large.png"><img class="bildzentriertstartseite" src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/medium/1_Cortex_A15_large.png" border="0" ></a>
Schema des Cortex-A15 (hier mit vier Kernen)</center>

Die Größe des integrierten L2-Cache wird mit 1024 kB Speicher angegeben. Mit dem entsprechenden Controller lassen sich theoretisch bis zu 8 MB integrieren. Der hier gezeigte Cortex-A15 verfügt über einen L1-Cache mit maximal 2x 64 kB in der Spitze, was exakt der Konfiguration bei Qualcomm entspricht. Durch die Verbindung von CPU und GPU auf einem Die entspricht das Design grob AMDs APU-Ansatz. Der Chip wird im 28-nm-Verfahren hergestellt und ist sehr verbreitet in Smartphones von HTC, LG und Samsung. Leider durften wir das Tablet nicht öffnen, um einen Blick auf die einzelnen Chips zu werfen, da das Modell unbeschädigt zum Anbieter zurückgehen soll. Der Akku wird freundlicherweise mit 0,028 kWh angegeben, was uns das Rechnen erspart. Damit liegt Dell sogar noch vor dem TrekStor SurfTab mit 0,027 kWh.

<h2 id="ARM Kern- und Designoptionen">ARM Kern- und Designoptionen</h2>

<center><a TARGET="_blank" href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/9775/1_Seahawk_400px.jpg"><img class="bildzentriertstartseite" src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/9775/1_Seahawk_400px.jpg" border="0" ></a>
ARM-Designoptionen</center>

Die Kernarchitektur ARMv7 verarbeitet nur 32 Bit. ARM bietet seinen Kunden insgesamt vier Möglichkeiten an, ARM-Chips zu lizenzieren bzw. herzustellen. Selbstsichere Kunden, die das letzte Quäntchen Leistung benötigen, können sich eine Architekturlizenz kaufen und eigene Kerndesigns entwerfen. Kunden, die hingegen keine Zeit und Geld in eine Eigenentwicklung stecken wollen, stellt ARM hingegen fertige Designs zur Verfügung, die Cortex-Reihe. Von diesen fertigen Designs gibt es nochmals drei Wahlmöglichkeiten, die mit dem Herstellungsprozess und eigenen Chip-Bibliotheken zu tun haben. Eilige Kunden nehmen noch ein sogenanntes Hardmacro-Design. Das heißt, man bekommt komplette Daten zur Produktion in einem TSMC-Prozess. Komplizierter ist hingegen der Quellcode der Chipdaten im RTL-Design. Um einen fertigen Chip zu bekommen, muss man den RTL-Code erst selbst an einen Herstellungsprozess und die Bibliotheken anpassen. AMD könnte z.B. seine High-Density-Libraries aus der eigenen GPU-Abteilung einsetzen, die bereits für die Steamroller-FPU gezeigt wurden (<a href="http://www.planet3dnow.de/cgi-bin/newspub/viewnews.cgi?id=1346191456">wir berichteten</a>) und somit möglicherweise einen kleinen Vorteil erzielen. Zwischen beiden Optionen liegt noch die RTL + POP Option. Dabei werden die Chipbibliotheken vorgegeben, es besteht aber noch die Möglichkeit der eigenen Routingoptimierung. Das obere Schema von ARM zeigt die letzten drei Optionen in der Übersicht.

<h1 id="Adreno 225">Adreno 225 </h1>

Die integrierte GPU Adreno 225 von Qualcomm unterstützt OpenGL ES 2.0 & 1.1, OpenVG 1.1, EGL 1.4, Direct3D feature level 9_3, SVGT 1.2 & Direct Draw & GDI. Früher waren diese GPUs unter dem Namen Imageon bekannt und wurden von ATI entwickelt. Witzigerweise lässt sich die Herkunft noch vom Namen ableiten, da Adreno ein Anagramm von Radeon ist. Die Version 225 wird in 40 nm hergestellt, hat einen Kerntakt von 400 MHz und soll die achtfache Leistung der ersten Adreno-Generation erreichen. Wie es bei modernen GPUs üblich ist, verfügt das Modell über Unified Shader statt der vorher gängigen Unterteilung in Pixel- und Vertex Shader. Leistungstechnisch dürfte die GPU etwas über dem Niveau der Mali-400 liegen, die in SOCs auf Cortex-A9-Basis und damit bei vielen anderen 10,1"-Tablets verwendet wird.

[break=Aussehen, Anschlüsse und Display]
<h2 id="Aussehen und Haptik">Aussehen und Haptik</h2>
<center><a TARGET="_blank" href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/5_tab2.jpg"><img class="bildzentriertstartseite" src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/large/5_tab2.jpg" border="0" ></a></center>

<center><a TARGET="_blank" href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/4_tab3.jpg"><img class="bildzentriertstartseite" src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/medium/4_tab3.jpg" border="0" hspace="5 vspace="5" height="100"></a><a TARGET="_blank" href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/5_tab1.jpg"><img class="bildzentriertstartseite" src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/medium/5_tab1.jpg" border="0" hspace="5" height="100"></a><a TARGET="_blank" href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/6_tab4.jpg"><img class="bildzentriertstartseite" src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/medium/6_tab4.jpg" border="0" hspace="5 vspace="5" height="100"></a></center>

Rein äußerlich wirkt der Tablet-Hybrid eher unauffällig. Wie üblich besteht der obere Rahmen aus schwarzem Plastik, die Rückseite teils aus Aluminium und teils aus einer griffigen schwarzen Fläche. Die beiden Versatzstücke des Gehäuses haben sich schon etwas gelockert, sodass der Halt auf einer Seite nicht mehr so sicher wirkt. Diese Abnutzungserscheinung dürfte jedoch viele Tablets dieser Art betreffen. Das Muster hat wie gesagt auch schon eine Weltreise zu zahlreichen Redakteuren hinter sich. Das Modell verfügt über einen Windows-Button auf der Oberseite, der bei den mobilen Geräten nicht zu einer Startleiste führt, sondern wie der Home-Button bei Android zum Startbildschirm führt. Auf der Rückseite wurde das Dell-Logo aufgeprägt.

<h2 id="Anschlüsse">Anschlüsse</h2>

<center><a target="_blank" href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/1_a1.jpg"><img src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/medium/1_a1.jpg" border="0" hspace="5 vspace="5" height="200" width="250"></a><a target="_blank" href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/1_a2.jpg"><img src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/medium/1_a2.jpg" border="0" hspace="5 vspace="5" height="200" width="250"></a><a target="_blank" href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/2_a3.jpg"><img src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/medium/2_a3.jpg" border="0" hspace="5 vspace="5" height="200" width="250"></a></center>

Auf der Seite über der Webcam befinden sich der SD-Kartenleser und die Power-Taste. An einer der kürzeren Enden lässt sich die Buchse für Headsets bzw. Kopfhörer und ein Lautstärkeregler finden. Über die Minustaste und den Windows-Button lassen sich ganz ähnlich wie bei Android Bildschirmfotos schießen. Auf einer längeren Seite lässt sich jeweils ganz außen ein kleiner Lautsprecher finden. Dazwischen liegen die Anschlüsse für die Tastatur, Mini-USB und die Stromversorgung. Weniger gut finden wir, dass der Mini-USB-Adapter am anderen Ende einen Female-Anschluss hat und so nicht direkt mit dem PC verbunden werden kann.

<h2 id="Display">Display</h2>

<center><a TARGET="_blank" href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/4_display.jpg"><img class="bildzentriertstartseite" src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/large/4_display.jpg" border="0" ></a></center>

Der Eigenbrötler Dell setzt auf ein gutes IPS-Panel mit der eher untypischen Auflösung von 1366 x 768 Pixeln und damit einem Seitenverhältnis von 683:384. TrekStor hatte beispielsweise 1280 x 800 Pixel, was dem gängigeren 16:10-Format entspricht. Die Bedienung des Touchscreens erfolgt kapazitiv. Der Finger des Menschen verändert hierbei ein elektrisches Feld, sodass eine Eingabe erkannt wird. Es muss zwangsweise ein leitfähiges Objekt zum Bedienen verwendet werden, damit die Technik funktioniert. Im Gegensatz zur sogenannten resistiven Variante kommt dafür keine druckempfindliche Oberfläche zum Einsatz. Weiterhin ist die Fähigkeit Multi-Touch ein Vorteil, d.h. die Berührung an mehreren Stellen gleichzeitig wird erkannt.

[break=Das XPS 10 als Netbook]
<center><a TARGET="_blank" href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/1_note.jpg"><img class="bildzentriertstartseite" src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/large/1_note.jpg" border="0" hspace="5 vspace="5" height="300"></a><a TARGET="_blank" href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/2_tabmain2.jpg"><img class="bildzentriertstartseite" src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/large/2_tabmain2.jpg" border="0" hspace="5 vspace="5" height="300"></a></center>

Schon mit dem Surface hat Windows gezeigt, dass es durchaus interessante Hybriden aus Tablet und Netbook gibt. Welche Variante man bevorzugt, ist wohl Geschmackssache. Es lässt sich in jedem Fall nicht leugnen, dass die QWERTZ-Tastatur bei so manchem Smartphone schon sehr praktisch ist, besonders wenn sie einen so guten Druckpunkt wie beim Nokia E7 aufweist und die kleinen virtuellen Tasten auf dem Bildschirm vergleichsweise umständlich zu bedienen sind. Immerhin muss man hier bei Zahlen immer auf die Anzeige mit dem Nummernblock wechseln, was mit der Tastatur nicht erforderlich ist. Durch Tastatur wird das XPS natürlich etwas schwerer (1310 g statt 635 g), lässt sich aber noch gut unter den Arm klemmen. Das Gerät ist nun 23,91 statt 9,2 mm dick.

<center><a TARGET="_blank" href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/1_schli.jpg"><img class="bildzentriertstartseite" src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/medium/1_schli.jpg" border="0" ></a></center>

Die Anbringung des Tablets an der Tastatur ist denkbar einfach. Zunächst werden auf der Rückseite die beiden Abdeckungen entfernt. Nun muss man das Tablet lediglich an der richtigen Position in die beiden Halterungen setzen. Dann rastet das Tablet automatisch ein und hält sicher an der Tastatur fest, selbst wenn man es hochhebt und etwas daran rüttelt. Um das Tablet wieder zu entfernen, kann man die Haken an dem Schieber mit dem Pfeil wieder lösen. Der Winkel zwischen Tablet und Tastatur lässt sich bei Bedarf anpassen.

<center><a TARGET="_blank" href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/1_tast.jpg"><img class="bildzentriertstartseite" src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/medium/1_tast.jpg" border="0" ></a></center>

Die Tastatur hat größtenteils eine gummiähnliche Oberfläche, der Rand besteht dagegen aus Metall. Auf der Rückseite befinden sich zwei Gummileisten, sodass das Netbook sehr rutschfest ist. Die Tasten fallen recht groß aus, wobei sich damit eher schwammig schreiben lässt. Ganz unten befindet sich noch das Touchpad mit einer linken und rechten Taste. Alles in allem ist das XPS 10 als Netbook gelungen. Wer zu Hause viel damit schreibt, unterwegs aber vom geringen Gewicht eines Tablets profitieren möchte, wird hier eine gute Lösung finden.

[break=Das Tablet im Alltag]
<h2 id="Spiele und Programme">Programme und Bedienung</h2>

Windows RT als mobiler Ableger der Desktop-Variante vermittelt eine ganz andere Arbeitsatmosphäre als Android. Vieles wirkt irgendwie umständlicher, das Laden einer App dauert etwas länger als bei Android. In der Ladezeit wird das Symbol der ausgewählten Kachel groß eingeblendet. Viel Show und wenig Nutzen, könnte man sagen. Während diese Kacheloberfläche für viele Benutzer komplett neu ist, gibt es auch eine vertraute Desktopoberfläche. Diese wirkt abgesehen vom fehlenden Start-Button wirklich wie ein Desktop-OS, was durch die typischen Fenster noch verstärkt wird. Zur Anmeldung muss lediglich ein fiktiver Benutzername mit Kennwort ausgewählt werden. Wer alle Funktionen wie den Store nutzen möchte, benötigt natürlich noch einen Internetverbindung und einen MS-Account. Bei letzterem müssen der Klarname, die PLZ und die Telefonnummer angegeben werden, also zahlreiche personenbezogene Daten.

<center><a TARGET="_blank" href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/1_screenshot2uhue8.png"><img class="bildzentriertstartseite" src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/medium/1_screenshot2uhue8.png" border="0" hspace="5" und vspace="5"></a><a TARGET="_blank" href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/1_screenshot3dpu26.png"><img class="bildzentriertstartseite" src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/medium/1_screenshot3dpu26.png" border="0" hspace="5" und vspace="5"></a><a TARGET="_blank" href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/1_screenshot13d6uq5.png"><img class="bildzentriertstartseite" src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/medium/1_screenshot13d6uq5.png" border="0" hspace="5" und vspace="5"></a></center>

Der Startbildschirm zeigt die für Windows 8 und RT typischen Kacheln in verschiedenen bunten Farben. Im Gegensatz zu Android sind viele der Funktionen direkt aufrufbar, man muss nicht in einen separaten Bereich für Apps und Widgets wechseln und die Verknüpfung auf den Desktop ziehen. Das wird erst später bei zusätzlichen Programmen relevant. Zum Funktionsumfang zählen unter anderem der Wetterbericht, die Anzeige von aufgenommenen Fotos, der Verweis auf die Desktopoberfläche und die vorinstallierten Office-Programme Excel, Word, PowerPoint und OneNote in der aktuellsten Version. Beim Benutzersymbol lässt sich der Account abmelden oder ein Benutzerfoto einstellen. Standardmäßig wird auch die hauseigene Suchmaschine Bing recht prominent platziert. Dell versucht seine Produkte ebenfalls entsprechend zu präsentieren und hat bei unserem Test der Internetverbindung mit dem IE eine passende Startseite aufgerufen.

<center><a TARGET="_blank" href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/1_screenshot4v4ufz.png"><img class="bildzentriertstartseite" src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/medium/1_screenshot4v4ufz.png" border="0" hspace="5" und vspace="5"></a><a TARGET="_blank" href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/1_screenshot5rfuy5.png"><img class="bildzentriertstartseite" src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/medium/1_screenshot5rfuy5.png" border="0" hspace="5" und vspace="5"></a><a TARGET="_blank" href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/1_screenshot669u0b.png"><img class="bildzentriertstartseite" src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/medium/1_screenshot669u0b.png" border="0" hspace="5" und vspace="5"></a></center>

Für Anfänger entgegenkommend und leider auch notwendig ist das Tutorial bestehend aus mehreren kurzen Videos. Sowohl der Umgang mit dem Touchscreen als auch die Handhabung mit Maus und Tastatur wird hier erklärt. Wie immer mit dabei ist auch der Windows-Store, damit sich der User umgehend mit kostenpflichtigen Apps eindecken kann. Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass Android lediglich kurze Tipps beim ersten Bedienen anzeigt, hier ist Microsoft tatsächlich etwas anwenderfreundlicher. Bei unseren Versuchen, einen Benchmark über den Store herunterzuladen, scheiterten wir dann leider an der Realität und haben sehr schnell verstanden, warum Hilfestellungen notwendig sind. Der Store meldet eine fehlende Internetverbindung, obwohl wir bereits ein Netzwerk ausgewählt haben und Webseiten aufrufen konnten. Ein neu angelegtes Benutzerkonto sollte Abhilfe schaffen, doch auch hier funktionierte der Shop nicht. Alle anderen Funktionen waren mit der Anmeldung unter dem MS-Account dagegen nutzbar. Hier hätte nur noch der berühmte Bluescreen gefehlt, um die Wut auf MS zu vervollständigen. Warum muss das so umständlich sein, wo Android sofort und ohne Tricks funktioniert? Mit der Anmeldung bei Google Play hatten wir jedenfalls nie Probleme.

<center><a TARGET="_blank" href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/1_screenshot16q5ueq.png"><img class="bildzentriertstartseite" src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/medium/1_screenshot16q5ueq.png" border="0" hspace="5" und vspace="5"></a><a TARGET="_blank" href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/1_screenshot15qlu0k.png"><img class="bildzentriertstartseite" src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/medium/1_screenshot15qlu0k.png" border="0" hspace="5" und vspace="5"></a><a TARGET="_blank" href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/1_screenshot293hjia.png"><img class="bildzentriertstartseite" src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/medium/1_screenshot293hjia.png" border="0" hspace="5" und vspace="5"></a></center>

Die Probleme setzen sich damit fort, dass der IE 10 zunächst in beinahe jeder Webseite ein Risiko sieht, witzigerweise auch in den eigenen, was uns allerdings nicht sonderlich überraschte. Unter der Fehlermeldung "es besteht ein Problem mit dem Sicherheitszertifikat dieser Website" muss das Laden der Seite zunächst manuell bestätigt werden, bevor es weitergeht. Beim Ausprobieren von bing ist uns die virtuelle Tastatur aufgefallen, welche bei manchen Textfeldern leider noch manuell unten rechts aufgerufen werden musste. Diese zeigt häufig genutzte Zeichen separat auf, hinzu kommen diverse Smilies. Mit dem Button unten links wechselt man auf die Sonderzeichen und einen klassischen Nummernblock. Wir haben die Tastatur gleich ausprobiert und einen längeren Text in Word abgetippt. Im Dokument (und wegen der Desktop-Oberfläche im Hintergrund) haben wir uns wie in einem "echten" Windows gefühlt und Wörter ohne Aussetzer eingeben können. Neben der Tastatur wird unten rechts in der Leiste übrigens auch die Netwerkverbindung, die Uhrzeit, das Datum und der Akku-Status angezeigt. Unten links lässt sich zudem ein Ordnersymbol öffnen, dass zum Computer, den Bibliotheken und dem Netzwerk führt. Alles in allem ist die Bedienung gewöhnungsbedürftig und das OS eine durchaus interessanter, wenn auch aufgezwungene Mixtur von Mobil- und Desktop-Software. Man muss sich erst in die verschiedenen Oberflächen einarbeiten.

<h2 id="Kamera">Kamera</h2>

<center><a TARGET="_blank" href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/1_bild011csub7.jpg"><img class="bildzentriertstartseite" src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/medium/1_bild011csub7.jpg" border="0" hspace="5" und vspace="5"></a><a TARGET="_blank" href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/1_bild0077xuqe.jpg"><img class="bildzentriertstartseite" src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/medium/1_bild0077xuqe.jpg" border="0" hspace="5" und vspace="5"></a></center>

Wie erwartet sind die Aufnahmen mit der Frontkamera eher verwaschen, bei der Rückkamera sind dagegen etwas weniger Artefakte zu sehen und auch die Farbdarstellung der köstlichen ja!-Cola wirkt sehr natürlich. Wie üblich gehen die Einstellungsmöglichkeiten nicht über den Kamerawechsel oder Zoom hinaus. Hier wird man sich im Zweifel eine zusätzliche App installieren müssen, um die Kamera noch besser auf die Umgebung einzustellen. Für schnelle Momentaufnahmen und Beweisfotos reichen die Kameras aber aus.

[break=Benchmarks und Laufzeiten]
Auch bei den Benchmarks hat uns das OS einige Komplikationen bereitet. Statt Google Chrome und einem Standardbrowser wie bei Android kann man hier leider nur den IE 10 wirklich uneingeschränkt verwenden. Bei dem nachfolgenden Test muss das berücksichtigt werden, zumal unter Windows teils andere Benchmarks verwendet werden müssen. So kommt statt dem GLBenchmark der DXBenchmark zum Einsatz (wenn der Store denn mal funktioniert), auf Antutu oder Smartbench 2012 müssen wir ganz verzichten.

<h2 id="IE 10 unter Metro">IE 10 unter Metro</h2>

<center><a TARGET="_blank" href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/1_screenshot20hjsew.png"><img class="bildzentriertstartseite" src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/medium/1_screenshot20hjsew.png" border="0" hspace="5" und vspace="5"></a><a TARGET="_blank" href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/1_screenshot21ldsyo.png"><img class="bildzentriertstartseite" src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/medium/1_screenshot21ldsyo.png" border="0" hspace="5" und vspace="5"></a><a TARGET="_blank" href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/1_screenshot22nwsdd.png"><img class="bildzentriertstartseite" src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/medium/1_screenshot22nwsdd.png" border="0" hspace="5" und vspace="5"></a><a TARGET="_blank" href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/1_screenshot238msa1.png"><img class="bildzentriertstartseite" src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/medium/1_screenshot238msa1.png" border="0" hspace="5" und vspace="5"></a></center>

SunSpider 0.9.1 ist ein Java-Script-Benchmark für den Browser. Beim Durchlaufen der Einzeltests wird die Zeit angegeben, die zur Berechnung benötigt wurde. Weniger ist in diesem Fall also besser. Zusätzlich haben wir mit der aktuellsten Version von SunSpider (1.0) getestet, welche die 0.9.1 langfristig ablösen wird. Dell erreicht einen makellosen Wert von 951,7 ms und liegt damit vor dem ASUS Nexus 7 (1791,3 ms) und TrekStor SurfTab (1561,5 ms). Bei Kraken 1.1 sieht die Sache etwas anders aus, hier hat das Tablet gefühlt endlos gebraucht, um die Tests abzuschließen und liegt hinter TrekStor. Bei Octane als abschließendem Test ist zu beachten, dass höhere Werte besser sind. Da wir die letzten beiden Benchmarks bisher nur an drei Tablets ausprobieren konnten, ist die Aussagekraft dieser Ergebnisse aber nur gering. Trotzdem muss erwähnt werden, dass der IE10 hier sehr schlecht abschneidet.

<h2 id="IE 10 unter Desktop">IE 10 unter Desktop</h2>

<center><a TARGET="_blank" href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/1_screenshot3007uyj.png"><img class="bildzentriertstartseite" src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/medium/1_screenshot3007uyj.png" border="0" hspace="5" und vspace="5"></a><a TARGET="_blank" href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/1_screenshot31ibuuw.png"><img class="bildzentriertstartseite" src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/medium/1_screenshot31ibuuw.png" border="0" hspace="5" und vspace="5"></a><a TARGET="_blank" href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/1_screenshot32v2ur7.png"><img class="bildzentriertstartseite" src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/medium/1_screenshot32v2ur7.png" border="0" hspace="5" und vspace="5"></a><a TARGET="_blank" href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/1_screenshot33fkua1.png"><img class="bildzentriertstartseite" src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/medium/1_screenshot33fkua1.png" border="0" hspace="5" und vspace="5"></a></center>

Um die Rahmenbedingungen etwas zu verändern, sind wir zur normalen Desktop-Oberfläche gewechselt und haben die Benchmarks noch mal laufen lassen. Wie man sieht, sind die Ergebnisse leicht niedriger bei SunSpider und Kraken bzw. höher bei Octance – sie waren besser. Wirklich groß sind die Unterschiede aber nicht, auch gefühlt haben wir keine wesentlichen Leistungsunterschiede feststellen können. Das mag allerdings variieren, wenn man Tablets mit weniger RAM auswählt.

<h2 id="Laufzeiten">Laufzeiten</h2>

<center>
-----------------------------------------------------------
Hersteller/ModellLaufzeiten SpieleLaufzeiten Videos
LC Power Sina-102:4503:49
CMX Rapax03:1604:28
ASUS Nexus 7 3G03:3704:52
Samsung Galaxy Tab 2 7.003:2204:37
Acer Iconia B1-A7102:58 / 03:11*03:56
TrekStor SurfTab ventos 10.104:22*06:20
Dell XPS1005:0106:36
[TR][TD]
Angaben in hh:mm mit max. Helligkeit und aktiviertem WLAN. *Gemessen mit GLBenchmark 2.5.1 Egypt 30 FPS.</center>

Mangels Store haben wir Tower Defense direkt online gespielt. Letzten Endes sind die Resultate in der ersten Spalte der Tabelle dadurch noch weniger vergleichbar als ohnehin schon. Immerhin scheinen 2D-Titel im Browser keinerlei Performance-Probleme zu verursachen, weshalb der Test doch nicht ganz sinnlos war. Beim Abspielen eines Films bestätigt sich der gute Akku, da wir hier die Werte direkt vergleichen können. Dell liegt sogar noch minimal vor TrekStor, obwohl das OS sicherlich einen höheren Rechenaufwand hat als Android. Das Energieschema stand dabei auf "ausbalanciert". Das wird zukünftig auch die Standardeinstellung bei Tests mit Windows RT sein.

[break=Fazit]
<center><a TARGET="_blank" href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/1_mainm.jpg"><img class="bildzentriertstartseite" src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/1_mainm.jpg" border="0" ></a></center>

Das Dell XPS ist ein Tablet-/Netbook-Hybrid mit sehr guten Materialien und langen Laufzeiten. In der Praxis leidet Windows RT unter einigen Bedienungsschwächen und schränkt die Browsernutzung ein. Bei den theoretischen Benchmarks liegt das Gerät mal deutlich vor den Android-Tablets, mal deutlich abgeschlagen auf dem letzten Platz. Der Abholservice und die gute Softwareunterstützung von Dell sind absolut lobenswert.

Die Serviceleistungen von Dell sind ausgezeichnet, selbst wenn sich das in der Preisfindung entsprechend ausgewirkt hat. Alleine dass Dell viele kleine Hilfsfunktionen auf der Homepage integriert und den Akku in Wattstunden angibt, ist eine Erwähnung wert. Darüber hinaus bietet Dell für defekte Geräte einen Abholservice statt des üblichen Carry-In-Verfahrens an und macht verbindliche Aussagen zur Reparaturdauer. Zudem ist die Verarbeitung des Tablets abgesehen vom leicht wackligen Halt der beiden Versatzstücke gut, die optionale Tastatur lässt sich einfach und sicher befestigen. Leider fällt das Schreibgefühl mit den echten Tasten eher schwammig aus. Trotzdem kann sich diese Erweiterung natürlich lohnen, wenn man häufig lange E-Mails schreibt oder die bereits vorinstallierte Word-Version nutzt. Ansonsten lassen sich hier 100 EUR bei Dell einsparen, hinzukaufen kann man die Tastatur im Zweifel immer noch.

Mit dem OS fremdeln wir zwar noch ein wenig, doch gefallen uns z.B. die Videos zur Einführung in die Bedienung, zumal Google bei der Platzierung seiner Programme unter Android auch nicht weniger aufdringlich als Microsoft ist. Etwas schade finden wir, dass für den Microsoft-Account viele persönliche Daten hinterlegt werden müssen. Die normalen x86-Programme für den PC funktionieren nicht, auch wenn das OS ansonsten wie ein Windows-8-Klon wirkt. Darüber hinaus konnten wir den Store selbst mit wechselnden Benutzerkonten nicht öffnen. Dieser Fehler ist offenbar nicht unbekannt bei den Käufern. Trotz zahlreicher Tipps war es jedoch nicht möglich, das Problem zu lösen. Ob man das dem Betriebssystem generell vorwerfen kann, ist schwer zu beurteilen. Unserer Meinung nach trifft man aber generell deutlich häufiger auf Fehler als bei Android. Schon die Systemzeit war falsch eingestellt, weshalb wir zunächst keinen neuen Benutzer anlegen konnten und erst nach dem Fehlercode googeln mussten, um das herauszufinden.

Man kann sich weiterhin darüber streiten, ob der Desktop-Modus mit den für Windows üblichen Fenstern im mobilen Bereich nicht doch etwas unpassend ist. Er wirkt aber ohne Zweifel sehr vertraut und hilfreich bei der sonst eher unübersichtlichen Gestaltung. Dafür befinden sich bereits zum Start sehr viele Kacheln auf der Metro-Oberfläche, sodass man dort direkt loslegen kann. Sobald man eine App aufruft, dauert es aber etwas länger als bei Android, bis das jeweilige Programm geladen wird. Gelungen finden wir die Suchfunktion, bei der man auf der Startseite einfach den Suchbegriff in die Tastatur eingeben kann, ohne vorher etwas aufrufen zu müssen.

Mangels Store waren wir bei der Verwendung der Benchmarks stark eingeschränkt und haben uns auf wenige Browser-Versionen beschränkt. Unter SunSpider erreicht Dell absolute Bestwerte, während unter Kraken 1.1 nur der letzte Rang möglich war. Auch bei Octane ist das Ergebnis eher schlecht. Bei der Arbeitsleistung im Alltag sind uns aber abgesehen von den vergleichsweise langen Ladezeiten der Apps keine großen Komplikationen aufgefallen. Texte lassen sich unterbrechungsfrei schreiben und Filme ruckelfrei genießen. Ebenso konnten wir problemlos 2D-Titel im Browser spielen.

Letzten Endes muss man differenzieren, da viele Komplikationen bzw. Symptome letzten Endes mit Windows zusammenhängen und nicht direkt von Dell verursacht wurden. Trotzdem muss erwähnt werden, dass das OS selbst mit den Einführungsvideos kaum für Anfänger geeignet ist. Es ist zudem erstaunlich, wie viel Optimierungsbedarf sich selbst nach einer kurzen Testdauer einstellt, wo Android deutlich ausgereifter wirkt und ohne nennenswerte Einarbeitung bedient werden kann. Es ist aus Sicht eines Journalisten fast unmöglich, seine Erlebnisse mit der Software objektiv zu bewerten. Daher werden manche Kenner die Probleme verstehen und andere argumentieren, dass Windows ein sehr komplexes Betriebsystem und somit anfälliger ist. Letzten Endes müssen wir aber davon ausgehen, dass zumindest Einsteiger mit Android mehr Spaß haben werden und dementsprechend zu einem Gerät mit der Google-Software greifen sollten. Wer sich in das OS einarbeiten möchte und schon zu Zeiten von Windows XP mit vielen Fehlermeldungen umgehen konnte, wird dagegen auch mit Windows RT zurechtkommen. Die reinen Leistungen von Dell sind in jedem Fall als gut zu bezeichnen, zumal die Preise aktuell sinken. Vor kurzem kostete die Version mit Tastatur noch 699 EUR. Mittlerweile liegt sie bei 499 EUR im Dell-Shop.

<b>Das fanden wir gut :)</b>
<ul><li>gute Haptik</li>
<li>sehr lange Akkulaufzeiten</li>
<li>ausgezeichnete Garantie- und Serviceleistungen</li>
</ul>
<b>Das fanden wir nicht so gut :(</b>
<ul><li>durchwachsene Benchmark-Ergebnisse</li>
<li>eventuell Eingewöhnungszeit für das OS erforderlich</li>
<li>schwammiges Schreibgefühl mit der Tastatur</li>
</ul>

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