Lian Li EX-20 - Externes Festplattengehäuse

Riddler82

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<center><img src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/file.php?n=7264&w=l" border="1" alt="start"></a></center>

Heute wenden wir uns einem neuen Testobjekt bei Planet 3DNow! zu, einem externen Festplattengehäuse von Lian Li, welches den Auftakt zu einer neuen Artikelreihe bilden soll.

Im Jahr 1983 gegründet ist Lian Li seit vielen Jahren vor allem bekannt durch Computergehäuse aus Aluminium, das Produktportfolio umfasst mittlerweile allerdings neben Gehäusen auch Netzteile, Computerschreibtische, Mediacenter und anderes Zubehör, natürlich vorwiegend aus Aluminium.

Mit der neuen "EX" Reihe sind nun auch externe Festplattengehäuse im Sortiment vertreten, aus der wir freundlicherweise das EX-20 zur Verfügung gestellt bekamen.


[BREAK=Technische Details & Zubehör]

<center><table width="600" border="1"><tr><th></th><th><b>Eckdaten und technische Details</b></th></tr><tr><td width="200">Model</td><td>Lian Li EX-20</td></tr><tr><td width="200">Material</td><td>Aluminium</td></tr><td width="200">Farbe</td><td>Schwarz</td></tr><tr><td width="200">Ma&szlig;e (B x H x T) </td><td>175 x 90 x 260 mm </td></tr><tr><td>Anschl&uuml;sse</td><td>USB 2.0, 1x eSATA</td></tr><td width="200">Einbausch&auml;chte</td><td>2 x 3,5&quot; intern </td></tr><tr><td width="200">K&uuml;hlung</td><td>1x 60 mm (R&uuml;ckseite), 1.500 U/Min</td></tr><td width="200">Betriebs-Modi</td><td>BIG <br> JBOD <br> RAID-0(FAST) <br> RAID-1(SAFE , SAFE 33 , SAFE 50)</td></tr><tr><td width="200">Features</td><td>Hot Plug / hot swap <br> Automatic Disk Rebuild (bei RAID 1(SAFE) <br> PCIe eSATA Controller beigelegt </td></tr></tr></table></center><br />

<center><a href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/index.php?n=6776"><img src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/file.php?n=6776" border="1" alt="EX-20 Produktbilder"></a></center>


Kommen wir zum Lieferumfang des EX-20. Beigelegt waren die nötigen Anschlusskabel für eSATA und USB 2.0 (je 100cm lang), ein Netzteil, eine siebenseitige Installationsanleitung auf englisch, sowie Montagematerial für die Festplatten, Schlüssel, ein Drahtstift und eine PCI Express x1 Karte mit Silicon Image Sil3531 Controller.

<center><a href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/index.php?n=6775"><img src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/file.php?n=6775" border="1" alt="EX-20 Produktbilder"></a></center>


Die Verpackung war vorbildlich, das Gehäuse ist dick gepolstert verpackt worden.

<center><a href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/index.php?n=6777"><img src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/file.php?n=6777" border="1" alt="EX-20 Produktbilder"></a></center>


Auf der nächsten Seite werfen wir zunächst einen genaueren Blick auf das Äußere des EX-20.

[BREAK=Äußerlichkeiten]

<center><a href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/index.php?n=6782"><img src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/file.php?n=6782" border="1" alt="EX-20 Produktbilder"></a></center>

Unser EX-20 kommt in schwarzer Aluminiumoptik daher, die durchaus edel wirkt, jedoch für Fingerabdrücke durchaus empfindlich ist. Durch die Verwendung von Aluminium ist das Gehäuse außerdem erstaunlich leicht, ohne dabei klapprig zu wirken.
Von vorne gut zu erkennen ist das Schloss, welches Datenklau zumindest erschweren soll. Ob dies wirklich etwas nützt, sei dahin gestellt. Die Löcher dienen der Lüftung und werden auf der Innenseite von einem auswaschbaren Staubfilter geschützt, der zumindest groben Staub und sonstige Fremdkörper abhält. Rechts neben der Klappe sind die drei Status-LED zu erkennen. Die oberste LED ist die Betriebsleuchte, die beiden unteren zeigen den Schreib- oder Lesezugriff der jeweils zugehörigen Festplatten an.

<center><a href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/index.php?n=6781"><img src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/file.php?n=6781" border="1" alt="EX-20 Produktbilder"></a></center>

Beim Blick auf die Rückseite zeigen sich der Ein/Ausschalter, der Netzteilanschluss, USB 2.0 und eSATA, der 60mm Lüfter und eine Reihe kleiner Dip-Schalter mit ihrem dazu gehörendem Taster "A". Die Dip-Schalter dienen dem Zweck den gewünschten Raid-Modus einzustellen. Übernommen wird die Einstellung allerdings erst, wenn man den etwas versenkten Taster "A" drückt.
Die Standfüsse des EX-20 sind mit Gummiauflagen versehen, die zum einen Vibrationen dämpfen sollen und zum anderen dem Gehäuse eine gewisse Rutschfestigkeit verleihen.

[BREAK=Innenansichten und Montage]

<center><a href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/index.php?n=6783"><img src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/file.php?n=6783" border="1" alt="EX-20 Produktbilder"></a></center>
Gut zu erkennen sind hier die Schienen, in die später die beiden Festplatten geschoben werden, sowie die Strom- und Datenanschlüsse hinten.

<center><a href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/index.php?n=6785"><img src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/file.php?n=6785" border="1" alt="EX-20 Produktbilder"></a></center>
<center><a href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/index.php?n=6784"><img src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/file.php?n=6784" border="1" alt="EX-20 Produktbilder"></a></center>
<center><a href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/index.php?n=6778"><img src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/file.php?n=6778" border="1" alt="EX-20 Produktbilder"></a></center>
Die Festplattenmontage ist wirklich einfach: Man schraubt den Aluminiumrahmen mittels der mitgelieferten Schrauben an die Festplatte. Die Festplatte mit Rahmen schiebt man dann in die Schienen und verriegelt das ganze mit den grauen Kunststoffriegeln. Abschließend wählt man mit den hinteren Dip-Schaltern den gewünschten Raid-Modus aus, womit das EX-20 theoretisch schon Einsatzbereit ist.


[BREAK=Testsystem und verwendete Software]

<center><table width="600" border="1"><tr><th></th><th><b>Das Testsystem</b></th></tr><tr><td width="200">CPU</td><td>AMD Phenom II X4 940BE</td></tr><tr><td width="200">Mainboard</td><td>Asrock K10N78-1394</td></tr></tr><tr><td width="200">Arbeitsspeicher</td><td>2x 2048MB von Aeneon, DDR-II-800</td></tr><tr><td>Raidcontroller</td><td>1x eSATA mit Sil3531 <br> 1x NVIDIA eSATA Onboard</td></tr><tr><td width="200">Festplatten</td><td>intern Samsung F1 640GB <br> extern 2x Seagate Barracuda12 500GB</td></tr><tr><td width="200">Verwendete Betriebssysteme</td><td>Windows XP Service Pack 3 <br> Windows Vista 32bit SP1 <br> Windows 7 RC 64bit <br> Ubuntu Linux 8.04.2 64bit</td></tr><tr><td width="200">Benchmarksoftware</td><td>HD Tune Pro 3.50 <br> Windows Resourcenmonitor (nur Vista/7)</td></tr></tr></tr></table></center><br />

Bei der Testsoftware haben wir uns vor allem auf HD Tune beschränkt, die Genauigkeit der Ergebnisse wurde unter Windows Vista und Windows 7 mit dem Systemressourcenmonitor kontrolliert.


Mit Ubuntu wurde das EX-20 nur einem allgemeinen Funktionstest unterzogen. Der Windows 7 Release Candidate wurde zwar mit einbezogen, läuft aber genau genommen außer Konkurrenz mit und das aus gutem Grund, wie wir noch sehen werden.

[BREAK=Erklärung der Raid-Modi]

Das EX-20 unterstützt verschiedene Möglichkeiten Festplatten zu betreiben. Da wären SPAN/BIG, JBOD, RAID0, RAID1/SAFE, RAID1/SAFE33 und RAID1/50. Hier soll nur Kurz auf die möglichen Betriebsmodi eingegangen werden. Zu Beachten: Beim Wechsel des Raid Modus gehen ALLE Daten verloren!

<a href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/index.php?n=6826"><img class="startseitebildzentriert" src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/file.php?n=6826&amp;w=l" alt="Raid Schemata"></a>SPAN/BIG erzeugt aus den verwendeten Festplatten einen einzelnen, großen Datenträger. Hier: 1000GB Nutzkapazität. Wenn zuerst nur eine einzelne Festplatte genutzt wird, kann diese Später einfach mit einer weiteren Festplatte erweitert werden.


<a href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/index.php?n=6827"><img class="startseitebildzentriert" src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/file.php?n=6827&amp;w=l" alt="Raid Schemata"></a>JBOD ermöglicht es, jede Festplatte einzeln anzusteuern, sofern es der Hostcontroller unterstützt. Hierzu muss der Hostcontroller allerdings einen Port Multiplier besitzen. Hier: 2x500GB Nutzkapazität.


<a href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/index.php?n=6828"><img class="startseitebildzentriert" src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/file.php?n=6828&amp;w=l" alt="Raid Schemata"></a>RAID0 erzeugt ähnlich wie SPAN/BIG ein einzelnes großes Lauferk, die Daten werden hierbei abwechselnd auf beide Datenträger geschrieben (sogenanntes Striping). Dies soll für höhere Schreib/Leseraten sorgen. Hier: 1000GB Nutzkapazität.


<a href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/index.php?n=6829"><img class="startseitebildzentriert" src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/file.php?n=6829&amp;w=l" alt="Raid Schemata"></a>RAID1/SAFE spiegelt die Daten auf beide Festplatten, der verfügbare Speicherplatz reduziert sich dabei auf 50% der gemeinsamen Kapazität. Bei Ausfall eines Laufwerks können alle Daten wieder hergestellt werden. Hier: 500GB Nutzkapazität mit erhöhter Datensicherheit.


<a href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/index.php?n=6830"><img class="startseitebildzentriert" src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/file.php?n=6830&amp;w=l" alt="Raid Schemata"></a>RAID1/SAFE33/SAFE50 kombinieren die Funktionen von BIG und RAID1. 33 bzw 50 Prozent des Speicherplatzes EINER Festplatte werden über RAID1 gespiegelt, während der Rest als BIG verfügbar ist. Hierzu muss der Hostcontroller allerdings eine Port Multiplier besitzen. Bei SAFE33 also: 164GB nutzbar als RAID1 und 672GB als BIG. Wenn eine Platte defekt wird, können die Daten auf dem als RAID1 angelegten Bereich wieder hergestellt werden, nicht jedoch die Daten auf BIG. 836GB an Speicherplatz bleibt hierbei nutzbar.

Die Schemata wurden der deutschsprachigen Installationsanleitung entnommen, welche bei <a href="http://www.lian-li.com/" target="b">Lian Li</a> heruntergeladen werden kann.

[BREAK=Inbetriebnahme]

Die beigelegte PCIe x1 Karte ist wie bereits erwähnt mit einem Silicon Image Sil3531 ausgerüstet, auf der beigelegten Treiber-CD waren jedoch nur Tools und Treiber für einen Sil3132 enthalten. Dies ist ärgerlich, aber immerhin kann man die korrekten Treiber bei Silicon Image herunterladen. Windows 7 liefert einen passenden Treiber mit, so dass man hier mit der Treiberversorgung kein Problem hat.
Auch Ubuntu Linux erkannte den Sil3531 auf anhieb.

<center><a href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/index.php?n=6812"><img src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/file.php?n=6812" border="1" alt="Sil3531"></a></center>

Die Inbetriebnahme des EX-20 gestaltete sich zuerst unerwartet schwierig, da das Laufwerk zwar offensichtlich Strom bekam, der Lüfter lief und die Betriebs-LED leuchtete. Trotzdem wurde lediglich eine 8 Gigabyte Festplatte angezeigt, mit der sich noch dazu nichts anfangen ließ.
Nach versuchen mit verschiedenen Treiberversionen, dem Silicon Image Controller, dem Onboard Controller und vielen Flüchen kamen wir (leider viel zu spät...) auf die Idee zu überprüfen, ob Festplatten denn auch tatsächlich anliefen. Dazu musste der ziemlich laute Lüfter angehalten werden und tatsächlich: Die Platten liefen beide nicht an, obwohl sie direkt am Mainboard angeschlossen funktionierten. Woher nun das 8 Gigabyte "Phantomlaufwerk" kam blieb uns verborgen.

Nachdem schließlich die Rückplatte abgeschraubt war löste sich Problem: Hier war schlichtweg der Molex-Stecker nicht angeschlossen. Sobald dieser an seinem Platz war, liefen auch die Festplatten an und das EX-20 wurde korrekt von allen Betriebsystemen erkannt. Hier kam dann endgültig die Vermutung auf, dass wir es mit einem Vorserienmodell zu tun haben.

<center><a href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/index.php?n=6780"><img src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/file.php?n=6780" border="1" alt="EX-20 Produktbilder"></a></center>


Auf eine entsprechende Rückfrage wurde uns schließlich bestätigt, dass das uns zugesandte Exemplar in der Tat ein Vorserienmodell war und in Einzelfertigung gefertigt wurde. Auf unsere Rückmeldung hin wurde uns, was uns leicht überraschte, zugesagt, dass wir ein anderes EX-20 mit verbessertem und leiseren Lüfter zugeschickt bekommen.

Leider gab es hier dann eine Verwechslung, so, dass das eigentlich uns zugedachte Exemplar zuerst in Spanien landete, was den Artikel doch etwas verzögerte. An der technischen Basis wurde außer dem geänderten Lüfter nichts verändert, so dass wir die bereits durchgeführten Benchmarks nicht noch einmal zu machen brauchten.

Um es deutlich zu sagen: Der neue Lüfter ist erheblich leiser, gegenüber einem durchschnittlichen Computer dürfte das Gehäuse nur wenig auffallen. Der Luftdurchsatz scheint hingegen nur geringfügig niedriger zu sein. Hier hat Lian Li erfolgreich nachgebessert. Wem dieser Lüfter immer noch zu laut sein sollte, der kann ihn selber sehr einfach tauschen, da der Lüfter erfreulicherweise verschraubt und auf der Platine mit einem normalen 3-Pin-Stecker angeschlossen ist, und nicht etwa verlötet und verklebt.
Auch funktionierte das neue Testmodell sofort und auf anhieb, sowohl mit den Seagate-Festplatten, als auch mit einer Versuchsweise eingeschobenen Western Digital.

[BREAK=Benchmarks, Teil 1: USB 2.0]

Kommen wir nun zu den Benchmarks: Wie leistungsfähig ist das Lian Li Gehäuse, in dem ebenfalls ein Silicon Image (Sil5744) steckt, wirklich? Um diese Frage möglichst umfassend zu klären haben wir ein relativ umfangreiches Testfeld ausgewählt, in dem Windows XP, Windows Vista, Ubuntu Linux und auch der Windows 7 Release Candidate antreten. Unter Ubuntu Linux wurde allerdings nur ein grundsätzlicher Funktionstest durchgeführt. Auf der Hardware-Seite wurden die beigelegte Controllerkarte sowie der Onboard eSATA-Anschluss des Asrock Boards benutzt. Hierbei wird einer der sechs SATA Anschlüsse nach außen durchgeschleift und der selbe Controller benutzt wie für die interne Festplatte.

Das erst für den Test angedachte ECS Mainboard, welches einen zusätzlichen JMicron Controller besitzt, ist leider kurz vor dem Eintreffen des EX-20 defekt geworden, so dass dieser in diesem Vergleich außen vor bleiben muss.


Als erstes wenden wir uns der Übertragungsgeschwindigkeit per USB zu.

<a href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/index.php?n=6742"><img class="startseitebildzentriert" src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/file.php?n=6742&amp;w=l" alt="EX-20 USB Benchmarks"></a>
<a href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/index.php?n=6744"><img class="startseitebildzentriert" src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/file.php?n=6744&amp;w=l" alt="EX-20 USB Benchmarks"></a>
<a href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/index.php?n=6743"><img class="startseitebildzentriert" src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/file.php?n=6743&amp;w=l" alt="EX-20 USB Benchmarks"></a>
<a href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/index.php?n=6745"><img class="startseitebildzentriert" src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/file.php?n=6745&amp;w=l" alt="EX-20 USB Benchmarks"></a>

Wie man sieht, ist über USB angeschlossen, unter Windows Vista und auch Windows 7 eine deutlich höhere Übertragungsrate zu erreichen. Anscheinend ist die Handhabung von USB bei den NT6 basierenden Betriebssystemen besser als bei NT5.

[BREAK=Benchmarks, Teil 2: eSATA]

<a href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/index.php?n=6746"><img class="startseitebildzentriert" src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/file.php?n=6746&amp;w=l" alt="Raid0 Lesen"></a>
<a href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/index.php?n=6747"><img class="startseitebildzentriert" src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/file.php?n=6747&amp;w=l" alt="eSATA Raid0 Schreiben"></a>
<a href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/index.php?n=6748"><img class="startseitebildzentriert" src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/file.php?n=6748&amp;w=l" alt="eSATA Raid1 Lesen"></a>
<a href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/index.php?n=6749"><img class="startseitebildzentriert" src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/file.php?n=6749&amp;w=l" alt="eSATA Raid1 Schreiben"></a>

Bei den eSATA Benchmarks ist die Lage dagegen etwas anders. So ist der Unterschied zwischen Windows XP und Vista bei weitem nicht so groß wie bei USB. Die dem EX-20 beigelegte PCIe-Karte ist allerdings, vor allem beim schnellen Raid0, teils deutlich langsamer. Für Verblüffung hat das erstaunlich schlechte Abschneiden des Silicon Image Controllers bei Verwendung des Windows 7 RC gesorgt, da hier die Übertragungsraten sogar unter denen von USB 2.0 lagen. Hier ist ein Treiberproblem seitens Silicon Image zu vermuten, welches hoffentlich bis zum Verkaufsstart von Windows 7 behoben wird.

Anmerkung: Wie bereits erwähnt, wurden die Benchmarks mit dem ersten Modell durchgeführt, da keine Abweichungen zu erwarten waren. Dennoch wurden natürlich Funktionstests gemacht und dabei ist aufgefallen, dass auch unter Windows XP SP3 plötzlich die Benchmarkwerte auf das Niveau unter Windows 7 abfielen. Nach kurzer Fehlersuche war der Grund gefunden: Der Treiber. Der Einfachheit halber war für den Nachtest der Treiber benutzt worden, den Microsoft über Windows-Update anbietet. Sobald der originale Treiber von Silicon Image installiert war, ergaben die Benchmarks wieder die bekannten Werte.


Die Zugriffszeiten lagen, je nach Betriebsmodus zwischen 11 und 17 Millisekunden, im Mittel jedoch meist bei 14-15 Millisekunden, die Werte sind jedoch stark von den verwendeten Festplatten abhängig.

[BREAK=Benchmarks, Teil 3: SAFE und JBOD Modus]

<center><strong>SAFE</strong></center>

Auch dem SAFE-Modus wollen wir ein paar Benchmarks widmen. Hier treten nur Windows XP und Vista mit der dem EX-20 beigelegten Silicon Image Controllerkarte an, da unter Windows 7 wieder der Treiber Probleme bereitete und der NVIDIA eSATA Controller keinen Port Multiplier besitzt, so dass nur das SAFE Volume zu sehen war.

<a href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/index.php?n=6771"><img class="startseitebildzentriert" src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/file.php?n=6771&amp;w=l" alt="Schreib/Leserate Safe33, Windows Vista"></a>
<a href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/index.php?n=6772"><img class="startseitebildzentriert" src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/file.php?n=6772&amp;w=l" alt="Schreib/Leserate Safe33, Windows XP"></a>
Wie man sieht sind die Unterschiede zwischen Vista und XP hier kaum nennenswert. Auch unterscheiden sich die Übertragungsraten kaum von denen des normalen Raid1 Modus.


<center><strong>JBOD</strong></center>

<a href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/index.php?n=6774"><img class="startseitebildzentriert" src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/file.php?n=6774&amp;w=l" alt="HD Tune JBOD"></a><a href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/index.php?n=6773"><img class="startseitebildzentriert" src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/file.php?n=6773&amp;w=l" alt="HD Tune JBOD"></a>
Bei JBOD Limitiert deutlich sichtbar wieder der beigelegte Controller. Die Übertragungsrate steigt nie über 100MB/s. Einzeln angeschlossen sind über den Anschluss des Mainboards deutlich höhere Transferraten zu erreichen. Auch hier verhinderte der fehlende Port Multiplier, dass auf beide Laufwerke zugegriffen werden kann.

Der Funktionstest mit Ubuntu Linux fiel In allen getesteten Betriebsvarianten positiv aus, so dass auch Nutzer mit Linux keine Probleme zu erwarten haben.

[BREAK=Fazit]

<center><a href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/index.php?n=6776"><img src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/file.php?n=6776" border="1" alt="EX-20 Produktbilder"></a></center>


Auf den letzten Seiten haben wir das EX-20 von Lian Li ziemlich genau kennengelernt, die verschiedenen Raid-Modi, das Innenleben, die Montage der Festplatten betrachtet. Da wir es zuerst mit einem Vor-Serienexemplar zu tun hatten, sind einige Probleme aufgetreten, die in der Serie wohl nicht vorkommen werden, da sie zum einen der normalen Qualität von Lian Li nicht entsprechen würden und uns ja bereits ein verbessertes Exemplar zugeschickt wurde.

Gut ist, dass Lian Li dem EX-20 eine PCI Express Karte beilegt, was bei Computern die noch keinen Onboard-eSATA Controller besitzen oder dieser bereits belegt wurde, hilfreich ist. Die Übertragungsraten fallen Vergleich, zum Beispiel mit dem NVIDIA Controller, allerdings etwas niedrig aus. Bei Raid0 und auch bei JBOD limitiert die Steckkarte recht deutlich. Insgesamt sind die Übertragungsraten jedoch annehmbar, bei Verwendung eines besseren Controllers gut, wobei zu beachten bleibt, dass bestimmte Funktionen nur mit Controllern funktionieren welche über einen Port Multiplier verfügen.

Der Wechsel der Raid-Modi ging jeweils problemlos, meist brauchte man nicht einmal an- oder abzustecken, die neuen Einstellungen wurden zumeist sofort erkannt. Insgesamt hat das EX-20 trotz kleinerer Startprobleme, die jedoch weitgehend auf den Vorserienstatus des ersten Testexemplars zurückgehen, eine gute Figur gemacht.

Mit einem Preis ab 116€ platziert sich das EX-20 preislich im Mittelfeld bei externen Gehäusen mit eSATA-Anschluss.


Hier noch einmal alle Positiv- und Negativpunkte:

<strong>Positiv:</strong>
<ul><li>PCI Express eSATA Controller beigelegt</li><li>viele Raid-Modi</li><li>auswaschbarer Staubfilter</li><li>leicht durch Alumium</li><li>relativ leiser Lüfter</li><li>ansprechende Optik...</li></ul>

<strong>Negativ:</strong>
<ul><li>...welche jedoch Anfällig für Fingerabdrücke und Staub ist</li><li>Übertragungsraten mit beigelegter Controllerkarte nicht optimal</li><li>falsche Treiber auf beigelegter CD (durch Vorserien-Status?)</li>


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