myDitto - das NAS für unterwegs

Onkel_Dithmeyer

Redaktion
☆☆☆☆☆☆
★ Themenstarter ★
Mitglied seit
22.04.2008
Beiträge
8.774
Renomée
3.219
Standort
Zlavti
  • BOINC Pentathlon 2011
  • BOINC Pentathlon 2012
  • BOINC Pentathlon 2013
  • BOINC Pentathlon 2014
  • BOINC Pentathlon 2015
  • BOINC Pentathlon 2016
  • BOINC Pentathlon 2017
  • BOINC Pentathlon 2018
  • BOINC Pentathlon 2019
  • SETI@Home Intel-Race II
  • BOINC Pentathlon 2020
Mein DC
Aktuelle Projekte
Universe@home
Lieblingsprojekt
Universe@home
BOINC-Statistiken
System
Details zu meinem Desktop
Prozessor
Ryzen 9 3900X
Mainboard
MSI X370 XPOWER GAMING TITANIUM
Kühlung
Custom Wasserkühlung vom So. G34
Speicher
4x8 GB @ 3000 MHz
Grafikprozessor
Radeon R9 Nano
Display
HP ZR30W & HP LP3065
SSD
2 TB ADATA
Optisches Laufwerk
LG
Soundkarte
Im Headset
Gehäuse
Xigmatek
Netzteil
BeQuiet Dark Pro 9
Tastatur
GSkill KM570
Maus
GSkill MX780
Betriebssystem
Ubuntu 20.04
Webbrowser
Firefox Version 94715469
Internetanbindung
▼100 Mbit ▲5 Mbit
<center><img src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/50626/large/2_dreiviertel-klein.png"></center>

Heute wollen wir uns das myDitto von DANE-ELEC genauer ansehen, ein NAS für zu Hause. Der aus Frankreich stammende Hersteller wirbt mit einfachem Handling, womit man auch Nutzer gewinnen will, die sich mit Netzwerklaufwerken weniger auskennen. Die Featureliste liest sich recht vielversprechend. So verfügt das Gerät über einen Gigabit-Ethernetanschluss, einen Festplattenwechselrahmen, mit dem man die Festplatte tauschen kann, ohne das Gerät öffnen zu müssen. Außerdem kann man verschiedene Nutzer einrichten, die eigene verschlüsselte Speicherbereiche erhalten. Zudem soll der Zugriff über das Internet einfacher gestaltet werden als mit vergleichbaren Produkten. Die Umsetzung ist so einfach wie genial. Die Software für den Zugriff muss dafür nicht auf jedem Rechner, von dem man zugreifen möchte, installiert und eingerichtet werden, sondern wird auf einem myDitto-Key mitgeliefert. Man kann laut FAQ bis zu 30 Schlüssel nachbestellen und mit dem myDitto signieren. Bei dem myDitto-Key handelt es sich um einen einfachen USB-Stick, welcher die Signierung und die entsprechende Software für Linux, Windows und MacOS beinhaltet. Wie sich dieses Konzept in der Praxis schlägt und welche Leistung das Gerät bringt, soll auf den nächsten Seiten beleuchtet werden. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen und bedanken uns bei DANE-ELEC für die Unterstützung bei diesem Artikel.
[BREAK=Testdurchführung]

<b>Testdurchführung:</b>
<ul>Im Heimnetzwerk wurden mehrere Tests durchgeführt, da der Einsatzbereich eines solchen Gerätes von Anwender zu Anwender sehr unterschiedlich sein kann. Erst einmal wird die Transferrate getestet. Dazu werden mehrere Pakete dreimal von der SSD über das Netzwerk übertragen und der Mittelwert gebildet. Die Transfers wurden schreibend und lesend ausgeführt. Das Gleiche wurde noch einmal vom PC zum Laptop durchgeführt, um Netzwerklimitierungen aufzuzeigen.</ul>

<b>Verwendete Datenpakete:</b><ul><li>Bildersammlung mit 10 GB aus 3102 Bildern meiner Canon EOS 400D mit 10MP</li><li>Musiksammlung mit 10 GB aus 1242 MP3s</li><li>Ein 7z-Archiv mit 10 GB</li><li>1,36GB Daten aus dem Windows-Stammverzeichnis mit einer Größe im Mittel von ~1mb (1242 Stück),</li>
Das Archiv soll dabei nur einen Vergleichswert darstellen, wenn eine einzelne große Datei übertragen wird.
Anschließend wurde in Winamp die Musiksammlung in die Medienbibliothek importiert. Die benötigten Zeiten wurden festgehalten. Dies wurde noch einmal mit der gleichen Sammlung im Laptop wiederholt, um den Unterschied zu zeigen.
Um dem Feature der Internetverfügbarkeit Rechnung zu tragen, wurden 189 MB an Bildern über das Internet in beide Richtungen übertragen. Dabei wurde das myDitto an einem 16Mbit-DSL-Anschluss angeschlossen und der Laptop hatte Zugang über den Anschluss der HTW-Dresden.</ul>

<b>Stromverbrauch:</b>
<ul>Beim Stromverbrauch wurde der Durchschnittswert von einer zehnminütigen Dateiübertragung und der einer Stunde im Idle aufgenommen.</ul>

[BREAK=Testsystem]

<b>Testsystem:</b><ul><li>Lenovo Thinkpad Edge 11</li><li>CPU: AMD K325</li><li>Ram: 4GB DDR3-Ram</li><li>Betriebssystem: Windows 7 x64</li><li>Festplatte: Samsung SSD PB22-J 64GB</li><li>Grafik: Radeon HD 4225</li><li>Router: AVM Fritzbox 7170</li><li>Switch: TP-Link TL-SG1008D (gestellt von <a href="http://www.mmcomputer.de/" target="b">M&M Computer</a>)</li></ul>
<b>Internetanschluss:</b><ul><li>Host: Alice 16MBit</li><li>Client2: Universitätsanschluss der HTW-Dresden</li></ul>

<b>Software:</b>
<ul><li>Winamp 5.601</li><li>Laufwerksverwaltung von Ubuntu 10.10</li><li>Systemüberwachung von Ubuntu 10.10</li></ul>

<b>Messgeräte:</b>
<ul><li>Voltcraft Energy Check 3000</li></ul>

<b>Die Internetverbindungen:</b>
<ul>Zur Veranschaulichung der Geschwindigkeiten haben wir an beiden Anschlüssen einen Test von <a href="http://www.dsl-speed-messung.de/speedtest.htm" target=“b“>DSL-Speed-Messung.de</a> durchgeführt:</ul>

<center>NAS-Anbindung
<img src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/50626/large/1_Speedtest_zu_Haus.png" hspace="25" vspace="5">

Laptop-Anbindung
<img src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/50626/large/1_Speedtest_HTW.PNG" hspace="25" vspace="5"></center>
[BREAK=Lieferumfang & Technische Daten]

<div class="newsfloatright"><img src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/50626/large/2_Lieferumfang-klein.png" vspace="20" hspace="25"></div><b>Lieferumfang:</b>
<ul><li>myDitto Server</li><li>Ethernetkabel</li><li>Abnehmbarer Standfuß</li><li>1x myDitto Master Key</li><li>1x myDitto User Key</li><li>Externe Stromquelle</li><li>Kurzanleitung</li></ul>

<b>Daten:</b>
<ul><li>10/100/1000 MBit-Ethernetanschluss</li><li>2x USB 2.0 Anschluss</li><li>Festplatte (Herstellerangaben):</li><ul><li>Hersteller: Seagate</li><li>Produktname: Barracuda</li><li>Umdrehungen: 7200 1/min</li><li>Cache: 32MB</li><li>Kapazität: 1TB</li><li>Leistungsaufnahme im idle: 5,00W</li><li>Leistungsaufnahme bei Zugriff: 6,57W</li><li>Maximale Lautheit im idle: 27 db</li><li>Maximale Lautheit bei Zugriff: 30db</li></ul><li>Breite: 49 mm</li><li>Tiefe: 165 mm</li><li>Länge: 190 mm</li><li>Gewicht: <ul><li>681g (ohne HDD)</li><li>1470g (mit HDD)</li></ul><li>Stromzufuhr: 12 V, 4A (Hersteller-Angaben)</li><li>Betriebstemperatur: 0° bis 40° C</li><li>Feuchtigkeit: 10% bis 90% (nicht kondensierend)</li><li>Netzwerkprotokolle: Samba, myDitto</li><li>Multimediaprotokolle: UpnP, DLNA 1.5, iTunes</li><li>Unterstützte USB-Dateisysteme: NTFS, FAT, EXT </li></ul></p>

[BREAK=Äußere Erscheinung]

<center>Das Kunststoffgehäuse präsentiert sich in weißer Klavierlackoptik, die dem Gerät ein modernes Äußeres verleiht. Vorne finden wir einige Kontrollleuchten, zwei Tasten und einen USB-Anschluss. Die Dioden geben Auskunft darüber, ob Geräte über die USB-Anschlüsse verbunden sind, eine LAN-Verbindung besteht, das myDitto betriebsbereit ist und ob ein Festplattenzugriff stattfindet.
<img src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/50626/large/2_dreiviertel-klein.png" hspace="25"><img src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/50626/large/2_seite-klein.png" hspace="25">

Hinten befindet sich der Ein- und Ausschaltknopf, der Ethernetanschluss und ein weiterer USB-Anschluss.
<img src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/50626/large/2_hinten-klein.png" vspace="5">

Auf der Unterseite können wir einen kleinen Lüfter sehen. Lüfter dieser Art müssen in der Regel mit hohen Umdrehungszahlen arbeiten, um einen ausreichenden Luftdurchsatz zu erreichen.
<img src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/50626/large/2_unten-klein.png" vspace="5">

</center>


[BREAK=Festplattenwechsel]

<center>Die Festplatte lässt sich sehr einfach aus- und einbauen. Hierzu muss man an der Hinterseite lediglich einen Hebel ausklappen und daran die Festplatte mitsamt dem Schlitten herausziehen. Die Verarbeitung des Wechselsystems ist ausgezeichnet, leider kann man keine weiteren Schlitten nachbestellen.
<img src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/50626/large/2_Festplattenausbau-klein.png" vspace="5">

Danach kann man nach Belieben eine andere 3,5 Zoll-Festplatte in den Schlitten schrauben. Dabei ist zu beachten, dass das myDitto maximal mit einer Festplattenkapazität von 2 TB umgehen kann. Welche Festplatten explizit vom Hersteller unterstützt werden, kann man auf der <a href="http://www.my-ditto.com/Support/KnowledgeBase/HDDCompatibilityLst/tabid/92/language/de-DE/Default.aspx" target="b">entsprechenden Internetseite</a> nachlesen.
<img src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/50626/large/1_Schlitte-klein.png" vspace="5"></center>

[BREAK=Die Schlüssel]

<div class="newsfloatright"><img src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/50626/large/1_keys-klein.png" hspace="10"></div>
Der User- und der Master Key unterscheiden sich im Wesentlichen in ihrem Funktionsumfang. Während der User Key nur auf den ihm zugewiesenen Speicherbereich zugreifen kann, ist es dem Master Key erlaubt, alle User zu verwalten und die Zugriffsrechte zu bestimmen. Mitgeliefert wird ein Master und ein User Key, man kann aber in einem Geschäft, welches Produkte von DANE-ELEC anbietet, weitere Schlüssel nachordern. Diese muss man dann auf das jeweilige Gerät prägen.

Dies ist sehr einfach gestaltet. Man steckt dazu den User Key in den vorderen USB-Anschluss und drückt etwa 2 Sekunden auf Copy. Danach ertönt ein Piep-Geräusch und man muss nun warten, bis das Gerät noch zweimal piept, dann ist das Prägen abgeschlossen. Danach kann man für diesen einzigartigen Stick mittels des Master-Zugriffs ein Benutzerkonto auf dem NAS einrichten.

Der Zugriff auf das NAS im lokalen Netzwerk funktioniert via Samba, also über die Netzwerkumgebung des jeweiligen Computers. Um über das Internet auf seine Daten zuzugreifen, steckt man den entsprechenden User Key in den PC/Mac und startet die auf dem USB-Stick enthaltende Software. Dies funktioniert bei Windows mittels Autostart oder der hinterlegten myDitto.exe-Datei. Für MacOS ist eine myDitto.app vorhanden und für ein installiertes Linux findet man eine myDitto.sh.

Sollte ein Stick verloren gehen, kann man diesen einfach mittels Master-Zugriff sperren. Danach ist es damit nicht mehr möglich, auf die entsprechenden Daten zuzugreifen, es sei denn, man schaltet ihn wieder frei.
Tritt hingegen der schlimmste Fall ein, dass man den Master Key verliert, so muss man direkt an das Gerät und beide Tasten an der Vorderseite gleichzeitig für rund 15 Sekunden gedrückt halten. Danach ist der administrative Zugriff gesperrt. Einen neuen Master Key erhält man, indem man einen neuen Stick anschließt und wie einen User Key beschreibt. Dabei wird nur der erste nach dem Sperren angeschlossene Stick zu einem mit administrativen Zugriffsmöglichkeiten. Das Prinzip ist also durchdacht und narrensicher.

Auf der Internetseite werden folgende unterstützte Betriebssysteme gelistet:
<ul><li>Windows 7, Windows Vista ,Windows XP
</li><li>Macintosh OSX 10.5 oder höher
</li><li>Linux Fedora, Ubuntu und Redhat
</li></ul>

Bei meinem ersten Anschnuppern des Gerätes mit meinem Ubuntu-PC stieß ich auf erste Probleme. So konnte ich die auf dem Key hinterlegte Software nicht starten, da Ubuntu dafür ein Executable-Bit verlangt, welcher nicht gesetzt ist. Durch den vorhandenen Schreibschutz konnte ich an diesem Umstand auch als Root nichts ändern. Nach Anfrage beim Hersteller ergab sich, dass ausschließlich Ubuntu 10.4 unterstützt wird, das von mir verwendete 10.10 fällt also aus. Einen Support einer anderen als der fast ein Jahr alten Version von Ubuntu scheint nicht geplant.

Außerdem fällt sofort das Betriebsgeräusch auf. Dieses kommt zustande, da es keine Dämmung oder Entkopplung der Festplatte gibt, was aber von dem kleinen Lüfter an der Unterseite noch übertönt wird.</p>


[BREAK=Weitere Fähigkeiten]

Das myDitto weist noch weitere interessante Fähigkeiten auf:
<ul><li><b>Key auf USB-Stick</b></li><ul>Und dann ist es passiert. Kleine flinke Finger konnten in einem unachtsamen Moment die Schlüssel verschwinden lassen. Die Zeit, neue zu bestellen, blieb nicht und wir stellten den ganzen Raum auf den Kopf: ohne Erfolg. Doch man ersann einen waghalsigen Versuch. Wir haben im NAS den Master als verloren gemeldet, einen privaten USB-Stick an den entsprechenden Anschluss des Gerätes gesteckt und auf Copy gedrückt. Und siehe da, wir hatten einen neuen Master Key, ohne Bestellen und großes Formatieren. Die Daten, die vorher auf dem Stick waren, blieben vollständig erhalten. Die Software benötigt nur ~90MB. Einzige Veränderung war der Name des Laufwerks und das Bild des selbigen.
Wir müssen aber anmerken, dass dieser Vorgang nicht im Handbuch beschrieben ist und somit nicht vom Hersteller unterstützt wird!</ul>
<li><b>Speichererweiterung</b></li><ul>An den hinteren USB-2.0-Port kann man Speichermedien wie USB-Sticks oder externe Festplatten anschließen und so die Kapazität des Gerätes erweitern. Zudem gibt es eine größere Version mit zwei Festplatten samt RAID-Unterstützung.</ul>
<li><b>Torrent</b></li><ul>Man kann das myDitto mit Torrent-Dateien für P2P-Dateiübertragungen füttern, etwa um Linux-Abbilder aus dem Internet zu laden.</ul>
<li><b>Medialaufwerk</b></li><ul>Das myDitto kann genutzt werden, um Filme oder Musik über das Netzwerk zu streamen. Dabei werden folgende Protokolle unterstützt: UPnP, DLNA 1,5, iTunes.</ul>
<li><b>Verbindung mit IPhone und Windows Phone</b></li><ul>Für das iPhone und den iPod Touch kann man eine kostenlose App aus dem Appstore installieren und mittels eines Geheimschlüssels auf die Daten des myDitto zugreifen.
Gleiches gilt auch für Handys mit Windows Mobile 6.1 oder höher. Die erforderliche Software kann man über die Webseite von <a href="http://www.my-ditto.com" target="b">myDitto</a> beziehen.</ul>

[BREAK=Verbindung über Internet]

Der Vorgang wurde von uns mit Windows 7 getestet. Hier läuft das Prozedere sehr einfach ab. Ein Doppelklick auf die myDitto.exe und die Software startet. Beim ersten Aufrufen muss man einmal einen Benutzernamen und ein Passwort einrichten. Dann ist schon alles fertig. Das Programm verbindet sich in wenigen Sekunden mit dem myDitto zu Hause und zeigt einen zweiteiligen Explorer an. Auf der linken Seite stehen die Daten, die auf dem NAS gespeichert sind und auf der rechten Seite die Daten auf dem Computer. Mittels einfachem Copy&Paste werden die Dateien übertragen und ein weiteres Feature zeigt sich. Man kann Dateien und Ordner auf dem PC auswählen und mittels Rechtsklick eine automatische Sicherung einrichten.
Die Einfachheit der Einrichtung wurde von DANE-ELEC als großes Feature angepriesen. Das können wir vollkommen bestätigen. Beim ersten Betrieb muss nur der USB-Stick eingesteckt, das Programm gestartet und ein Benutzer eingerichtet werden. Insgesamt nimmt die erste Einrichtung also rund 20 Sekunden in Anspruch. Vergleichbares findet man zurzeit nicht auf dem Markt. Fast immer ist dafür eine Zusatzsoftware von Nöten, die gekauft, eingerichtet und mit mehrstelligen Codes für den Fernzugriff belastet ist.
Beim zweiten Start wird man einmal nach dem Passwort gefragt, sobald er nach rund zehn Sekunden eine Verbindung etabliert hat. Man verfügt dann über einen eigenen Ordner und kann auch über die Daten, auf die alle eingerichteten User zugreifen können, verfügen. Eine komplette Fernwartung ist allerdings nicht möglich, da aus Sicherheitsgründen diese Optionen auf das LAN beschränkt sind. Dennoch ist es möglich, die Dateien zu organisieren. Diese lassen sich, wie auch in Windows, als Vorschaubilder, Listen und Symbolen anzeigen.

<center>
<img src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/50626/large/1_manager.PNG" hspace="15" vspace="5"><img src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/50626/large/1_transfer.PNG" hspace="15" vspace="5"></center>

Seltsamerweise wird bei der Übertragung nicht die verbleibende Restdauer angezeigt, obwohl im Untermenü "Transferring" dafür eine Spalte vorgesehen ist.

<center><img src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/50626/large/1_Internet_.png"></center>

Die Übertragungsgeschwindigkeit vom myDitto auf den Laptop überrascht wenig, limitiert doch eindeutig die Upload-Geschwindigkeit der Internetverbindung, an die das NAS angeschlossen ist. Wohl aber überrascht die Übertragung in die andere Richtung, da wir die Verbindung der HTW-Dresden genutzt haben. Diese bietet einen Upload von rund 10,6MB/s und stellt damit keine Beschränkung für die Transmission dar. Laut Hersteller soll die Verbindung direkt (peer to peer) etabliert werden. Nur wenn die Verbindung durch Firewalls oder ähnlichem nicht zustande kommen kann, wird diese über den Server von DANE-ELEC umgeleitet. Eben diese Umleitung dürfte der Grund der Limitierung in unserem Fall sein. Bei entsprechender Konfiguration könnte man also nicht einmal VDSL auslasten. Um die Messwerte zu veranschaulichen: Das Kopieren der rund 200MB Daten dauerte ~ 34 beziehungsweise ~ 21 Minuten.


[BREAK=Ergebnisse]

<div class="newsfloatleft">Datentransfer
<img src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/50626/large/1_Ergebnisse_0.91_Transferrate.png" hspace="25" vspace="5"></div>

Wie wir sehen können, limitiert das Netzwerk in keinem Fall. Die Verbindung zwischen Laptop und NAS ist mit einer Ausnahme immer schneller. Warum auch diese Kombination das Potential des GBit-Netzwerks nicht ausspielen kann, hat einen einfachen Grund. Das Desktopsystem wird mit Ubuntu Linux 10.10 betrieben. Um eine Verbindung zum Laptop aufzubauen, haben wir auf dem Laptop eine Freigabe erstellt und diese in Ubuntu gemountet. Dabei handelt es sich aber um ein NTFS-Dateiformat, hierfür nutzt Linux das Tool Mount. NTFS. Dieses ermöglicht mittlerweile das sichere Zugreifen auf Windows-Partitionen. Allerdings erzeugte es aus uns noch unerfindlichen Gründen bei der Übertragung volle CPU-Last auf einem CPU-Kern. Der verbaute Phenom X2 mit 3,1GHz stellt in diesem Fall die Hürde dar. <a href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/index.php?n=13532">Hier seht ihr ein Bild</a>, das die Auslastung des Linux-PCs während der Übertragung zeigt.
Dennoch zeigen die blauen Balken, dass das Netzwerk kein limitierender Faktor für die viel zu geringen Werte des NAS ist. Gerade das Schreiben von Daten vom Laptop auf das NAS brachte einiges Kopfzerbrechen, sieht es doch so aus, als würde dieser Prozess mit 100MBit ausgeführt werden. Ein direkter Anschluss vom NAS via Netzwerkkabel und fixer IP lies die Ergebnisse sogar noch weiter in den Keller sinken, hier sei ein Wert von 9,4MB/s bei der Musikübertragung erwähnt. Dabei zeigte Windows auf dem Laptop eine GBit-Verbindung an. Nach Rücksprache mit dem Hersteller erfuhren wir, dass das Problem bekannt sei, es aber bislang keinen Patch gebe.
Erst beim Lesen von Daten können wir sehen, dass die Leistung über der eines 100MBit-Netzwerkes liegt. Aber auch diese Werte sind nicht überragend und so stellt sich die Frage, warum DANE-ELEC überhaupt eine Festplatte mit 7200 1/min verbaut hat und hier nicht auf eine sparsamere und leisere Festplatte gesetzt hat. Die verbaute HDD erreicht an SATA immerhin ~110 MB/s beim Lesen (<a href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/index.php?n=13596">Vergleichstest</a>).
<p style="clear:left;"></p>

<div class="newsfloatleft">Anwendungszugriff
<img src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/50626/large/1_Ergebnisse_0.91_Winamp.png" hspace="25" vspace="5"></div>

Winamp braucht gut anderthalb Minuten, um die 10GB große Musikdatenbank zu importieren. Das ist im Vergleich zur internen Musiksammlung auf der SSD zwar deutlich langsamer, aber vollkommen in Ordnung.
<p style="clear:left;"></p>

<div class="newsfloatleft">Exemplarischer Verlauf einer Datenübertragung von Laptop zum NAS, hier mit der Musiksammlung:
<img src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/50626/large/1_Verlauf.png" hspace="25" vspace="5"></div>

Hier zeigt sich, dass die Transferrate sehr stabil ist und keine Einbrüche aufweist. Der erste Wert ist zwar deutlich höher als die anderen, was aber dem Umstand geschuldet ist, dass Windows die Übertragung schon startet, bevor die GUI erscheint, die den Transfer anzeigt.
<p style="clear:left;"></p>


<div class="newsfloatleft">Leistungsaufnahme:
<img src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/50626/large/1_Verbracuh.png" hspace="25" vspace="5"></div>

Der von uns als Soft-Off beschriebene Zustand wird durch Drücken des Release-Schalters an der Vorderseite des Gerätes erreicht. Der Hersteller empfiehlt, dies vor dem Trennen der Stromversorgung mittels des Schalters an der Rückseite durchzuführen. Dabei wird die Festplatte heruntergefahren, um die Datenintegrität zu gewährleisten und die Lebensdauer des Gerätes zu verbessern.
Es gibt zwar in der HTML-Oberfläche des myDitto die Option, die Festplatte bei Nichtbenutzung anzuhalten. Dies funktionierte in unserem Test aber nicht. Daher sinkt die Leistungsaufnahme im Idle nicht merklich ab.
<center><a href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/index.php?n=13603"><img src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/50626/medium/1_Bildschirmfoto-myDitto-Mozilla_Firefox.png"></a></center>
<p style="clear:left;"></p>

<div class="newsfloatleft">Zeiten:
<img src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/50626/large/1_Zeiten.png" hspace="25" vspace="5"></div>

Weil uns vor allem die lange Startzeit negativ auffiel, haben wir uns dazu entschlossen, diese auch zu zeigen. Beim Herunterfahren sei anzumerken, dass nach den zehn Sekunden die Festplatte aus ist, und die LEDs mit Ausnahme der LAN-LED ebenfalls, der nervige Lüfter aber noch vergnügt weiterdreht. Der Verbrauch in diesem Stadium zeigt auch, dass keinesfalls das System aus ist, was von uns ebenfalls negativ empfunden wurde. Anzumerken wäre hier ebenfalls, dass bei entfernten Ethernet-Kabel, gar kein Kontrolllämpchen mehr leuchtet.<p style="clear:left;"></p>

[BREAK=Fazit]DANE-ELEC hat mit dem myDitto ein vielversprechendes Gerät auf dem Markt. Das einfache Konzept der Internetverfügbarkeit geht auf und sucht seinesgleichen. Natürlich hat das rund 200€ teure Gerät auch seine Schattenseiten. Hier wäre der kleine Lüfter zu erwähnen und die in unseren Augen falsch gewählte Festplatte. Wir hätten uns hier eine energiesparende und vor allem leise Festplatte gewünscht. Stattdessen finden wir eine laute Festplatte mit einem ungeklärten Problem vor. So konnte das myDitto die Festplatte nicht wie voreingestellt, auch nicht mit gezogenem Netzwerkkabel, im Idle anhalten. Diese Funktion könnte aber, wenn sie funktionieren würde, den Stromverbrauch halbieren.
Entsprechend können wir empfehlen, das Gerät ohne Festplatte für rund 130€ zu kaufen und eine Festplatte selbst zu wählen. Zumal sich hier bares Geld sparen lässt.

Abgesehen davon ist die Datenrate im LAN jenseits von Gut und Böse. Wer das Gerät überwiegend im lokalen Netzwerk einsetzen will, muss sich darauf gefasst machen, dass das myDitto 100 Mbit-Netzwerke zwar auslasten kann, aber bei Gbit eine wahrlich schlechte Figur macht. Es bleibt zu hoffen, dass der Hersteller hier eine neue Firmware nachschiebt, die bei diesem Kaufkriterium nachbessert.

Insgesamt lässt sich sagen, dass DANE-ELEC viele Features anbietet und das System sehr einfach zu handhaben ist. Allerdings eckt man an vielen Punkten an, die nicht sein müssten.


<center><table border="1" bordercolor="green"> <thead> <tr><th>Positiv</th><th>Negativ</th></tr> </thead> <tbody> <tr> <td>Sofort startbereit</td> <td>Laut</td> </tr><tr> <td>Leicht zu steuern</td> <td>Nicht funktionierende Stromsparfunktionen</td> </tr><tr> <td>Einfache Internetverbindung</td><td>Langer Startvorgang</td> </tr><tr> <td>Großer Funktionsumfang</td><td>Langsame Dateitransfers</td> </tr><tr> <td>Automatische Sicherungsfunktion</td><td>Keine komplette Fernwartung möglich</td></tr> </tbody></table></center>

<b>Nachtrag:</b>
Wie uns der zuständige Distributor heute mitteilte, wird das myDitto in Deutschland nicht mit verbauter HDD ausgeliefert. Die Wahl der Festplatte obliegt demnach dem entsprechenden Händler oder dem Kunden.


<center><a href="http://www.planet3dnow.de/vbulletin/showthread.php?t=393167">Artikel im Forum kommentieren...</a>
<a href="http://www.planet3dnow.de/vbulletin/forumdisplay.php?f=163">Weitere Artikel...</a></center>
 
Oben Unten