Corsair TX V2 750W

soulpain

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Corsair verfügt im Wesentlichen über ein Portfolio bestehend aus zwei verschiedenen Arten von PC-Netzteilen. Die einen sind mit abnehmbaren Anschlüssen, die anderen mit fest angeschlossenen Leitungen ausgestattet. Besonders die TX-Serie war lange Zeit ein typischer Vertreter der letzteren Klasse. Das setzt sich auch beim Nachfolger TX V2 fort, wobei der OEM diesmal nicht CWT sondern Seasonic heißt. Was das qualitativ für Folgen hat, wird auf den folgenden Seiten gezeigt. Abgesehen vom 80Plus-Bronze-Zertifikat und der +12-V-Single-Rail setzt das Modell auf einen 140-mm-Lüfter und soll speziell für Spieler und Übertakter geeignet sein. Das äußert sich beispielsweise darin, dass das TX V2 mit 750 W, welches wir heute testen, die volle Nennleistung auch bei sehr hohen Umgebungstemperaturen erbringen soll. Wir bedanken uns beim Corsair-HQ für den schnellen Versand des Produktes und wünschen wie immer viel Spaß beim Lesen!

Preisvergleich

[break=Lieferumfang, Lüfter und Leistungsdaten]
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Neben einem Kaltgerätekabel (im Bild oben eines für die USA, hierzulande wird natürlich ein anderes mitgeliefert) befinden sich ein Corsair-Logo, mehrere Kabelbinder und die notwendigen Befestigungsschrauben im Paket. Weiterhin wird ein Benutzerhandbuch beigelegt, das u.a. Informationen zu den Leitungslängen und der Installation enthält. Das Netzteil selbst wird durch einen separaten Beutel vor Staub und ähnlichen Einflüssen geschützt. Auf der Rückseite des Kartons werden übrigens der Schalldruckpegel und der Wirkungsgrad bei verschiedenen Lasten beschrieben. So sollen 24-42 dBA und 86-88 % erreicht werden. Ob die Angaben stimmen, könnt ihr auf der Seite "Messungen" nachprüfen. 5 Jahre Garantie und Support werden den Kunden beim Erwerb des Netzteils versprochen.

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Mit 744 W soll die +12-V-Schiene beinahe die gesamte Leistung bereitstellen können. Das würde auf DC-DC-Spannungsregler für die kleineren Schienen hinweisen, was bedeutet, dass ein Teil der Leistung für +3,3 V und +5V benötigt wird. Letztere sind mit je 25 A maximaler Belastbarkeit und 150 W Gesamtleistung angegeben. Auch +5 VSB lässt sich immerhin mit 3 A belasten - zumindest laut Herstellerangabe.

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Wie viele Corsair-Modelle verfügt auch dieses über eine Luftleitfolie, welche sich über der EMI-Filterung befindet und dort einerseits Luftverwirbelungen verhindern, laut Corsair aber vor allem auch mehr Luft in bestimmte Bereiche des Schaltnetzteils ableiten soll. Der 140-mm-Lüfter stammt von Yate Loon und ist im Vergleich zu denen von Sanyo Denki scharfkantig. Das hier verbaute Modell D14BH-12 zieht einen Strom von 0,7 A und ist kugelgelagert. Die beiden Leitungen in dem Zuführungskanal wurden zusätzlich verklebt, was keine schlechte Idee ist. So werden sie sich auch bei stärkeren Vibrationen nicht aus der Halterung herauslösen und ggf. einen Kühlkörper berühren. Das an sich wäre noch nicht schlimm, doch unter Wärmeeinfluss am Kühlkörper könnte beispielsweise die Isolierung schmelzen. Eine elektrische Verbindung würde entstehen.

[break=Anschlüsse und Ästhetik]
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Das matt-schwarze-Design mit geradlinigem Schriftzug auf den beiden Flanken macht einen sehr professionellen Eindruck. Die Bautiefe des Gehäuses beträgt 16 cm und das Lüftergitter steht nicht hervor. Wie üblich sind die Entlüftungslöcher wabenförmig und das Gehäuse macht insgesamt einen sehr soliden Eindruck. Manch einer wird sich fragen, ob die Entlüftungslöcher nicht etwas klein sind, doch Temperaturprobleme kennt das Corsair nicht. In gewisser Hinsicht ist ein geschlossenes Gehäuse sogar vorteilhaft, da es die EMV durch Abschirmung verbessert. Ein schmaler Netzschalter ist neben der Netzanschlussbuchse zu finden.

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Der Sleeve des TX V2 ist ebenfalls schwarz und passt gut in das Gesamtbild. Hier wurde zudem nicht die günstigste Variante gewählt, weshalb die einzelnen Leitungen darunter nicht mehr so einfach auszumachen sind. Da die Kanten am Ausgang für die Leitungen gut verarbeitet wurden, reiben die Leitungsstränge kaum daran und werden so im Zweifel auch nicht über Dauer beschädigt. Das fehlende Kabelmanagement führt dazu, dass äußerst viele Leitungsstränge gebändigt werden müssen und das Gewicht erhöht wird, was den Einbau schwieriger macht als bei vollmodularen PC-Netzteilen.

<center>
MainCPUPCIePeripherie
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
24-pin (60 cm)4+4-pin (60 cm)6/8-pin (60 cm)4x HDD (40, 55, 70 + 85 cm) + 2x FDD Adapter (15 cm)
--6/8-pin (60 cm)4x HDD (40, 55, 70 + 85 cm)
--6/8-pin (60 cm)4x SATA (40, 55, 70 + 85 cm)
--6/8-pin (60 cm)4x SATA (40, 55, 70 + 85 cm)
[TR][TD]</center>

Über die Leitungslängen kann sich niemand beschweren, der über ein großes Gehäuse verfügt und jede Menge Raum zum Verlegen zur Verfügung hat. Anders sieht es natürlich in einigen Midi-Towern aus. In HTPCs wird man das Corsair sicherlich nicht einsetzen können, was allerdings auch nicht behauptet wird. Acht SATA- und HDD-Stecker sind auf vier Leitungen in Abständen von 15 cm verteilt. Die Anzahl der Anschlüsse dürfte damit nur in wenigen Systemen knapp werden, wobei wir hinzufügen müssen, dass sich die anderen TX V2 in dieser Hinsicht nicht unterscheiden. Wer das TX V2 mit 650 W kauft, erhält exakt dieselbe Anzahl an Anschlüssen. Vier 6/8-pin-Stecker auf sehr langen Leitungssträngen und ein 4+4-pin-Anschluss für die CPU machen die 750-W-Version zu einem insgesamt durchschnittlich ausgestatteten Netzteil.

[break=Ein Blick in das Innere...]
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Das Innere des Netzteils wird von vier mit mehreren Kühlfinnen versehenen Kühlkörpern geprägt. Wer genau hinschaut, wird Gemeinsamkeiten zu den S12D von Seasonic feststellen. Mal abgesehen davon, dass der Vorregler mit etwas weniger Komponenten ausgestattet wurde und einige Platinen ihre Position gewechselt haben, ist eindeutig, dass dieses Gerät von Seasonic gebaut wurde. Die EMI-Filterung besteht aus sechs Y- und zwei X-Kondensatoren. Hinzu kommen zwei Längs-, eine Gleichtaktdrossel und der MOV als passiver Überspannungsschutz. Diese Bauteile sind teils auf einer Platine hinter dem Netzeingang installiert, die aufgrund der Nähe zum Sekundärschaltkreis mit einer Folie isoliert wurde. Zwei Gleichrichterbrücken im schmalen GBU-Gehäuse teilen sich einen eigenen Kühlkörper. Die Transistoren stammen von Infineon und die beiden großen Elkos kommen von Rubycon. Hier wurde sehr gezielt mit Klebstoff gearbeitet, um die Komponenten zu befestigen. Auch bei der eingangs erwähnten Gleichtaktdrossel werden die Wicklungen an der Oberseite noch besser durch den Kleber getrennt. Ganz rechts oben im Bild ist eine Platine mit dem PFC/PWM-Controller zu sehen. Der gesamte Regelkreis wurde an den Rand verschoben. Auch der Sicherungschip ist dort zu finden.

Hinter dem Standby-Trafo finden wir die bereits erwähnten DC-DC-Spannungsregler. Die Speicherdrosseln für die kleineren Schienen sind dort angebracht, weshalb wir an den Leitungssträngen nur eine weitere vorfinden, welche mit einer Wicklung für +12 V und einer weiteren für -12 V versehen ist. Weiterhin kommen auf den VRM japanische Feststoffkondensatoren zum Einsatz. Auch der Rest der Elkos im Sekundärschaltkreis kommt aus Japan. Dass wir sie so gut erkennen können ist erfreulich, da sie normalerweise unter zahlreichen Leitungen versteckt sind. Das ist nicht nur schlecht für die Identifikation, sondern vor allem auch ein thermisches Problem. Hier jedoch können wir die Modellnummer ausmachen. Es handelt sich um die KZE-Serie von Nippon-Chemicon. Einer von diesen ist ziemlich schief angelötet, was bei starken Erschütterungen ungünstig ist. Prinzipiell wird die Verbindung beider Anschlüsse aber gewährleistet. Der Aufbau ist soweit sehr durchdacht, wäre da nicht der Lüfterstecker, welcher nicht verklebt wurde und die +12-V-Single-Rail, die sich als zwei getrennte Schienen im Design entpuppen. Sogar auf dem PCB können wir "12V2" erkennen, wie es im Seasonic-Original geplant und hier umgesetzt worden ist. Selbst die Leser werden auf dem ersten Bild erkennen, dass sich die gelben Leitungen an zwei verschiedenen Stellen bündeln und an einer von diesen schwarze Striche auf den Leitungen zur Makierung aufgetragen wurden. Auch auf der Rückseite lassen sich zwischen 12V1 und V2 keinerlei Verbindungen untereinander entdecken. Sie sind, abgesehen von der gleichen Quelle, untereinander galvanisch getrennt. Gelegentlich wird der Abstand einfach überbrückt. Beim Corsair TX V2 jedoch handelt es sich eindeutig nicht um ein Single-Rail-Netzteil. Dass ist für den Kunden per se erstmal nicht wirklich schlecht. Damit sind die Angaben von Corsair aber nach wie vor nicht zutreffend.

<center><a href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/1_corsair19.PNG"><img class="bildzentriertstartseite" src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/medium/1_corsair19.PNG" border="0" ></a><a href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/1_corsair20.PNG"><img class="bildzentriertstartseite" src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/medium/1_corsair20.PNG" border="0" ></a><a href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/1_corsair21.PNG"><img class="bildzentriertstartseite" src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/medium/1_corsair21.PNG" border="0" ></a></center>

[break=Messungen]
<center>
Belastung*Schalldruckpegel+3,3 V (ripple & noise)+5 V (ripple & noise)+12 V (ripple & noise)Wirkungsgrad/PFC
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
10 % 24 dBA+1.21 % (13 mV)+1.20 % (9 mV)+0.75 % (8 mV)81 % / 0.890
20 % 24 dBA+1.00 % (14 mV)+1.16 % (11 mV)+0.64 % (12 mV) 86 % / 0.924
50 % 25 dBA+0.72 % (18 mV)+0.85 % (16 mV)+0.40 % (14 mV)88 % / 0.930
80 % 32 dBA+0.43 % (22 mV)+0.60 % (18 mV)+0.27 % (26 mV)87 % / 0.955
100 % 36 dBA-0.30 % (23 mV)+0.29 % (19 mV)+0.11 % (28 mV)85 % / 0.973
110 % 38 dBA-0.38 % (25 mV)-0.40 % (21 mV)-0.08 % (33 mV)84 %/ 0.975
[TR][TD]* gemäß ATX-Spezifikation unter Berücksichtigung der angegebenen Lasttabelle des Herstellers. Getestet wird mit 230 V/ 50 Hz. Bei den +12-V-Schienen geben wir die mit der schlechtesten Regulation (bzw. höchsten Restwelligkeits-Messung) an.</center>

Der Wirkungsgrad erreicht bei 230 VAC das auf der Verpackung versprochene Niveau. Schon bei geringer Last werden 81 % erreicht. Die Ankündigungen treffen leider auch auf die Lautstärke zu. Die Regelung würden wir als sehr konservativ bezeichnen. Einerseits werden hohe Temperaturen so ausgeschlossen, andererseits ist der Lüfter tatsächlich immer hörbar. Gemessen an der Zielgruppe halten wir das Kühlkonzept aber für sinnvoll, zumal die Temperatur stets an einem der Kühlkörper überprüft wird. Dennoch könnten einige Leser 24-25 dBA bereits als störend empfinden. Einen Silent-PC würden wir damit nicht aufbauen, einen Spiele-Rechner aber sicherlich. 38 dBA werden die wenigsten wirklich miterleben, da das Netzteil im Betrieb normalerweise nicht überlastet wird. Bei Übertaktungsversuchen wird aber die Temperatur steigen und ggf. ebenfalls dazu führen, dass die Umdrehungszahlen steigen.

Die Spannungsregulation ist ausgezeichnet. Keine der Spannungen startet zu hoch oder sinkt zu stark unter Last ab. Besonders +12 V bewegt sich nahe der Perfektion. Das trifft auch auf die Restwelligkeit zu, welche wie schon beim AX mit 750 W sehr niedrig ist und nicht mal ansatzweise das Limit gemäß ATX-Spezifikation erreicht. Dafür ist das Modell eben auch nicht ganz so effizient. Der Leistungsfaktor ist für unser Netz relativ hoch und erreicht bis zu ~ 0,98. Bei 20 % Last liegt dieser bereits über 0,90.

[break=Fazit]
<center><a href="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/1_corsair12.PNG"><img class="bildzentriertstartseite" src="http://www.planet3dnow.de/photoplog/images/49821/large/1_corsair12.PNG" border="0" ></a></center>

Das Corsair TX V2 mit 750 W Leistung ist ein äußerst stabiles und stark gekühltes PC-Netzteil. Das äußert sich bereits durch eine relativ hohe Lautstärke bei geringer Last. 18 Peripheriestecker und vier PCIe-Anschlüsse sind zufriedenstellend. Kleinere Verarbeitungsmängel und die falsche Dokumentation bezüglich der +12-V-Schiene hinterlassen einen faden Beigeschmack. Die Wahl der elektronischen Bauteile ist makellos.

Für aktuell etwa 90 EUR ist das Corsair TX V2 zu bekommen. Das erscheint uns gemessen an der Komponentenwahl ein vernünftiger Preis zu sein. Zwar verfügt das ATX-Netzteil nicht über abnehmbare Leitungsstränge, doch ist die Verarbeitung im Inneren größtenteils adäquat. Neben Kondensatoren von Nippon-Chemicon und einer gut bestückten EMI-Filterung setzt Corsair auf DC-DC-VRM und ein gegenüber dem uns bekannten Seasonic S12D verändertes Design, welches offensichtlich mit diesem verwandt ist. Das erklärt auch, warum zwei +12-V-Schienen eingeplant und umgesetzt wurden. Das rechtfertigt aber nicht, dass Corsair lediglich eine Schiene auf dem Label angibt, auch wenn sie das relativ geschickt umgehen und nicht explizit von einer Single-Rail sprechen. Da dieser Schritt aber ohnehin keine Nachteile für den Kunden hat, können die Leser nun entscheiden, ob sie darüber hinweg sehen oder nicht. Weiterhin ist uns aufgefallen, dass wir bei dem Versuch, den Lüfterstecker zu entfernen, gleich den ganzen Sockel herausgerissen haben, ohne dabei viel Kraft anzuwenden. Generell sollten alle Steckerverbindungen zusätzlich mit Kleber gesichert sein, wie sie es zumindest bei den Zuleitungen des Lüfters bereits richtig getan haben.

Mit acht SATA- und gleichermaßen vielen HDD-Steckern werden die meisten Kunden zufrieden sein, auch wenn das TX V2 650 W bereits exakt so ausgestattet ist. Vier 6/8-pin-PCIe-Stecker und ein 4+4-pin-CPU-Anschluss sind ausreichend, um starke Systeme zu versorgen. Der Sleeve ist vergleichsweise gut, aber nicht hochwertig. Es lassen sich nach wie vor die einzelnen Leitungen darunter erkennen, wenn auch nicht ganz so schlimm wie bei der günstigsten Variante. Dafür ist das Gehäuse einheitlich schwarz, (nach unserer subjektiven Einschätzung) gut abgeschirmt und dickwandig, was aus ästhetischen Gründen und bei der EMV nicht zu vernachlässigen ist. Mit 160 mm Bautiefe ist das Netzteil nicht sehr lang und der Lieferumfang ist aufgrund der Kabelbinder überdurchschnittlich. Insgesamt können wir bei der Ausstattung keine Kritikpunkte finden.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass sich das Corsair TX V2 mit 750 W keine großen Schwächen leistet, auch wenn sich in den Details Fehler bemerkbar machen. Wer mit der relativ hohen Lautstärke leben kann, erhält ein äußerst potentes Netzteil mit guten Komponenten. Noch dazu ist der Preis aktuell angemessen. Wir erwarten, dass die Verarbeitung an manchen Stellen noch einmal überdacht wird, was kein großer finanzieller Aufwand ist. Dann sollten alle Kunden mit diesem Angebot leben können, wobei einige das fehlende Kabelmanagement bemängeln werden. Objektiv betrachtet wird der Einbau schwerer. Technisch jedoch ist das TX V2 gekonnt konfiguriert worden - wie von Corsair gewohnt.

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