NVidia Shield Tablet Thread

TobiWahnKenobi

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Mahlzeit!

Gestern ist es angekommen; das Nvidia Shield. Als Vorbesteller hatte ich zwar damit gerechnet, dass die Lieferung vollständig vom Paketschergen an meiner Tür abgeliefert wird, aber dem sollte nicht so sein. Alternate lieferte mir alles ausser dem Cover. Oder andersherum, ich bin derweil stolzer Besitzer eines Shield Tablet, dem zugehörigen Controller und einer 64GB microSD-Karte im SDXC-Format.


Controller + NVidia-Shield-Tablet

Warum denn jetzt ein Androide?
Spoiler


Risse?
Das was als Mangel "Risse" durchs Netz wandert, habe ich seit Auspacken in jeder der vier Ecken des Rahmens - das Tablet knirscht aber nicht und lässt sich auch nicht verwinden, biegen oder ähnliches - vllt. soll das so sein.. mein ältestes 3G-Eifon von anno Knips hatte irgendwann ebenfalls Risse im Gehäuse, aber die sahen gegen das was man mit Lupe am Shield sehen kann wirklich dramatisch und reichlich kaputt aus.

Gab es Schwierigkeiten?
Nö.. im Grunde verlief die Ersteinrichtung und Inbetriebnahme erwartungsgemäß. Die 64GB SD-Karte musste ich unter Linux mit FAT32 formatieren, weil Windows dieses Dateisystem bei der Größe nicht im Formatieren-Dialog des Explorers anbietet.

SD-Performance!
Verschieben von Portal oder Half Life 2 (sehr große Spiele) vom internen Tabletspeicher auf die SD-karte geht rasant; es war also nicht verkehrt, eine schnelle SD-Karte zu kaufen (45mb/s). Ich hätte nicht damit gerechnet, dass das was taugt. Ein Worms3 etwa, habe ich in 6 Sekunden vom internen Speicher auf die SD-karte verschoben; ein Crazy Taxi in 3 Sekunden... kuuuuhl!!

Verglichen mit iTunes bzw. der iPod-Funktion meines iPads erscheint mir der standardmäßiger Googleplayer als Zumutung, aber dem nehme ich mich noch an. An iTunes musste ich mich seinerseit auch erst gewöhnen. Videos habe ich nur kurz angetestet, allerdings hat(te) diese Funktion für mich bei einem Tablet noch keine Bedeutung (bisher, denn jetzt habe ich einen HDMI-Ausgang und einen NVidia Chipsatz).

Als Umsteiger respektive Wilderer in beiden Revieren (Android und iOS) muss ich mich eh noch mit der grundlegenden Android-Bedienung anfreunden. Screenshots macht man z.B. ähnlich wie bei IOS durch gleichzeitiges Drücken zweier Tasten. Beim Androiden sind es Power+Leise; die Bildchen (1920x1200 Pixel) landen dann im Unterordner "\Interner Speicher\Pictures\Screenshots".

Rooting!
Das Tablet lässt sich recht simpel rooten - der Vorgang ist der Gleiche, wie bei allen anderen Androiden (Towelroot) und geht schnell von der Hand. Darauf eingehen möchte ich an dieser Stelle nicht. Dafür gibt es im Netz andere Quellen. Zusammen mit einer App für den Super-User (SU) -Modus und den Lucky Patcher lässt sich ne Menge mit einem gerooteten Androiden anfangen. Vom selbstpatchen irgendwelcher Apps um z.B. Werbung zu entfernen bis zur Installation von Marktplatz-Alternativen ist auf der Modderspielwiese einiges zu finden und wer sich hier erstmal reingefummelt hat, wird schnell feststellen, dass das Prozedere nicht viel anders ist, als mit einem jailbroken iOS.

Einige schreiben, dass sich die Energie-Schemata des Tegras ohne Root nicht verändern lassen. Ich habe das leider zu testen versäumt, aber hier gehts (mit Root).


Internet unterwegs..
Da die erste Charge des Tablets lediglich als WIFI-Version ausgeliefert wird, ist man in freier Wildbahn auf Hotspots angewiesen. Das Bluetooth-thetering vom iPhone5 zum Tablet funzt nicht, wie etwa innerhalb des Apple-Ökosystems unter Pad, Pod und Phone; aber dafür lässt sich der der WLAN-Hotspot des Apfeltelefons nutzen, was eigentlich sogar besser ist. In-so-fern bin ich zufrieden.

Gutes Tablet?
Erstmal ist es ein Tablet und macht das, was alle Tablets machen. Verarbeitet ist es zufriedenstellend (299€ !!!) und um unzufrieden zu sein ist es eh noch etwas zu früh - wir müssen uns erst kennenlernen. Schade, dass ich noch kein Cover habe, denn das Spielen auf dem Teil macht mit dem Gamepad richtig Spaß und steht haptisch dem Zocken an einer Konsole oder am Gamepad-PC in nichts nach. Und wenn selbst ich als never-on-tablet-spieler sowas sage, dann soll das schon was heissen.

Bis das Cover hier eintrudelt behelfe ich mir mit einem leicht modifizierten Ständer aus dem Zubehör der Wii-U. Dieser Konsole liegen ein passiver und ein aktiver Stand zum Laden bei. Ersteren habe ich etwas umgebaut und jetzt kann ich die Shield-Konsole vertikal und horizontal aufstellen, was absolut seinen Zweck erfüllt und nichtmal häßlich ist. Ich habe ein tolles Zubehör erfunden :) hochkant @Schreibtisch ist kuuuhl :)

Gamepad und Stift!
Das Gamepad gefällt mir gut - es wirkt wertig und arbeitet präzise. Mit dem integrierten Touchpad lädt es regelrecht zum Sofabetrieb ein.
Die Bedienung des Shields ist damit wirklich toll und im Konsolenmodus, wo das Tablet über miniHDMI mit einem AVR, Fernseher, TFT oder Projektor verbunden werden kann, ist diese Art der Bedienung sogar ein "Muss", da sich das Panel des Androiden in diesem Betriebsmodus u.U. abschaltet.
Der Stift arbeitet ausreichend präzise und NVidia packt auch ein lustiges Malprogramm (Dabbler) für Kreativlinge mit in den Softwarefundus. Mit Stift geht sowohl die Bedienung als auch das Tippen von Nachrichten und Forenbeiträgen schnell von der Hand und es vermeidet, eine zugegrabbelte Oberfläche. Eine multilinguale Handschriftenerkennung ist ebenfalls mit an Bord. Bei Nichtgebrauch verschwindet der Stift im Tablet. Nice-2-have und schnell dran zu gewöhnen.

Display
Das Panel (IPS) hat für den niedrigen Preis erstaunlich schöne Farben und Blickwinkel. Da hatte ich weniger erwartet. Auch die Oberfläche erscheint mir nicht weniger robust, als die der ersten zwei iPad-Generationen. Mit einer optionalen Tegra Schutzfolie würde ich das nur verunzieren.

Games und Streaming!
Das Streaming von der im PC verbauten GTX schaue ich mir im Laufe der Zeit ausgiebiger an; genauso werde ich den Konsolenmodus noch etwas intensiver testen. Es gibt einige Android-Games, die explizit auf Tegra optimiert sind. Titel wie das eingangs erwähnte Half-Life-2 oder Portal (je 7,99€) sehen auf dem 8" Display wirklich hübsch aus und lassen aufgrund der hohen Pixeldichte auch keine Kantenglättung vermissen. Auf einem größeren Panel sind freilich Abstriche in der Darstellung zu verzeichnen, aber das kleine Dings ist ja auch ein Tablet und keine ausgewachsene Spielkonsole.

Ein Schnelltest des Streamings wirkte völligST ausreichend. Die Geräte (Tablet und PC) begegnen sich über WLAN, es wird ein Kopplungs-Code generiert, bei installierter Geforce Experience erscheint eine Auswahl an gefundenen Spielen auf dem Tablet und das Spiel lässt sich von dort aus starten. Der Bildschirm des Rechners zeigt dabei freilich das selbe an wie das Shield-Panel sodass man auch mit dem Android-Pad auf dem Bildschirm des Host zocken kann. Die Auflösung am Rechner geht dabei auf 720p zurück und ein Taskswitch am Host beendet dann auch die Streamerei auf dem Tab.

Film ab!
Ein Tablet, das erweiterbaren/austauschbaren Speicher samt HDMI-Ausgang zur Verfügung stellt, bietet sich natürlich geradezu an, Filme mit zu Freunden zu schleppen. Der vorinstallierte Google-Videoplayer macht dabei auch ein schönes ruckelfreies Bild; egal ob man alte avi Container mit divX/Xvid -Inhalten mit sich rumschleppt oder MKV-Konserven mit HD-Inhalten konsumiert. Leider hat der Googleplayer Schwierigkeiten mit .ac3 -Tonspuren, sodass es mitunter keinen Ton gibt. Aber man kann das Video mannigfaltig verbreiten und teilen. Von sharing über Bluetooth bis zum Upload auf Facebook und Youtube, dem Versand per Mail oder ein Ablegen in der Dropbox ist alles dabei. Nun gut, sharen und uploaden nutzt mir als Filmfreund beim Videoabend aber nichts. Ein alternativer Player muss her. Und auch wenn ich ihn auf dem PC überhaupt nicht verwende, so tut der VLC-Media-Player auf dem Shield gute Dienste. Die App ist zwar noch "beta", aber meine Testfiles liefen ohne Stocken, Aussetzer oder Artefakte. Ja, doch - das kann man schon so nutzen. Unter iOS war auch nicht selten ein Ausweichen auf alternative Player nötig.

Klonbetrieb!
Der Betrieb über mHDMI ist praktisch. Der Androide lässt sich ja sehr praktikabel Gamepad steuern und wer länger @Fernseher spielen oder Medien konsumieren möchte, findet in Nähe der Glotze sicher auch ne Steckdose für das Tablet. Einstöpseln, liegenlassen und mit dem Gamepad aufs Sofa verkrümeln.. ;) kuuuhl!

Speicher!
Gut finde ich, dass ich über USB sehr schnellen Zugriff auf die Speicher des Shields habe. Egal ob ich auf den Internen oder den Speicher der SD-Karte zugreife; der Transfer geht flott und nervt kein Stück (USB im MTP* Modus). Auch schön, dass die 16 verbauten Gigabytes erweiterbar sind, da per se von 16 nur ~11GB verwendbar sind. Eine fette und gleichwohl schnell mSD kann aber schnell mit 100€ zu Buche schlagen.
Geschwindigkeitstechnisch bin ich von anderen Geräten (etwa Atom-Netbooks) ganz anderes Nagen an meinem Geduldsfaden gewöhnt. Dass man SD-Karten oberhalb von 32GB - dem Filesystem zuliebe - besser unter Linux formatiert, schrieb ich ja schon. Dazu vllt. noch der Hinweis für die nicht-Linuxer -> sowas kann man auch mit einer Live-CD oder einem Gparted-USB-Stick erledigen (einfach mal googeln). Die von mir verwendete Sandisk microSDXC UHS-I Karte musste mit gparted einmal komplett neu eingerichtet werden, weil sie einen unpartionierten Bereich hatte, mit dem das Tablet nicht klar kam.
*MTP
Der MTP-Modus kostet ggf. die erste Zeit etwas Akku. Ähnlich wie bei der Windowssuche muss über sämtliche Files des Systems (intern und SD) ein Index erstellt werden. Den Task wegen "Akkuverschwendung" abzuschiessen oder das Gerät vor Vollendung der Indizierung x-fach neu zu Starten hat unter Umständen negative Effekte, da der Index so nie fertig wird. Am besten dürfte es sein, das Gerät während der Einrichtung und die erste Nacht hindurch laufen zu lassen (am Netzteil versteht sich).

Akku laden!
Der Akku soll zu seinen Glanzzeiten bei guter Behandlung 7-10 Std. Nutzung erlauben. Marketingtechnisch ist das okay; gemessen an Apple wäre eine solche Laufzeit vergleichbar.
Das Aufladen über USB am Rechner funktioniert nicht soooo toll. Weder über USB-2.0, noch über USB-3.0 hatte ich während der Nutzung des Pads das Gefühl, dass geladen wird (die Akkuanzeige war rückläufig trotz permanentem Ladesymbol).
Dieses Phänonmen ist mir nicht neu, denn beim iPad (10W NT statt 5W beim iPhone) gab es an Rechnern auch ein paar Sorgen, aber die Mainboardhersteller bieten oft kleine Programme für solche Unzulänglichkeiten an, die dann auch ein 10W Eipäd über USB geladen bekommen; für das Tegra-Tablet scheint es allerdings nicht ganz zu reichen, oder man muss es während des Ladens über USB tatsächlich abschalten (nicht probiert).
Ein Aufladen über das mitgelieferte Netzteil funktioniert natürlich; kommt mir aber sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr schnarrchig langsam vor.

Vorläufiges Fazit meinerseits!
Für den Preis echt verschleudert. Und dafür, dass ich auf dem iPad über Jahre eigentlich nie gespielt habe (ne Runde Solitär oder Diamond-Dash aufm Klo mal ausgeklammert), finde ich die Möglichkeit zu Zocken jetzt wirklich gut und es macht sogar Spaß! Wer den Preis des Tablets vor dem Kontext eines Betriebs im Konsolenmodus mit ausgewachsenen Konsolen vergleicht, soll mir mal die Tabletfunktion seiner Playstation oder XBox in einer Straßenbahn zeigen. Dann lass ich mich auf ne Diskussion ein..

Soderle, jetzt muss ich mal schauen, dass ich den Rest mit Kontakten importieren (dazu muss ein Googlekonto auf mein Eifon, welches sich dann über deren Cloud synchronisiert), für alle iOS-Apps einen Ersatz finden usw, geschissen bekomme. Dass ein neues Tablet 2-3 Tage Arbeit kostet ist für mich nicht neu und aus jahrelanger Erfahrung mit schwächeren Geräten orakelnd, sage ich mal, dass es weniger nervig zugehen wird. Denn das NVidia-Tablet ist schnell und das hält den Nervfaktor niedrig.

bis später

Bilder gespoilert
Spoiler



EDIT
unter diesem Edit halte ich erstmal Kleinigkeiten fest, die mir bezgl. Apps und Handling auffallen. Ich schreibe hier nicht rein, dass die Facebook-App bei iOS und Android gleich aussieht oder sich identisch verhält, wohl aber wenn ich noch keinen adäquaten Ersatz für Apps gefunden habe, die mir auf dem iPad lieb und teuer sind.

Spoiler




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tobi
 
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nebula

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Hab zwar erst ca. Hälfte gelesen, aber kling schon jetzt nett. Interessante Einblicke.

Zu sd formatieren könnte vieleicht doch auch sd Formater hilfreich sein, oder irre ich da. (vermutl. wegen SDXC, bzw. fehlender ms -Driver; dort auch nen link dazu)
https://www.sdcard.org/downloads/formatter_4/

Das Xiaomi MiPad find ich auch nich uninteressant. Nur das 4:3 format, naja, aber sonst schon auch nett. hat zwar höhere Auflösung u. nur etwas fetteren Akku.
http://www.tradingshenzhen.net/smartphones/mipad/

Das shield is aber schon einiges interessanter, und auch mit 32 GB (WLAN+4G LTE) Version dann noch zu haben.
Hab auch noch kein tablet, denke aber schon länger drüber nach. Dieses macht die Wahl jetzt nicht leichter.
Allein der Preis für sone Gerät ist schon sehr verlockend.
 
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cruger

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die geschichte mit den gerissenen gehäusen ist nicht so schön. bei der menge an reklamationen von ganz unterschiedlichen käufern auf ganz unterschiedlichen märkten schließt eigentlich fast aus, dass es sich wie von nvidia verlautbart nur um eine bestimmte produktcharge handelt.
 

TobiWahnKenobi

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die geschichte mit den gerissenen gehäusen ist nicht so schön. bei der menge an reklamationen von ganz unterschiedlichen käufern auf ganz unterschiedlichen märkten schließt eigentlich fast aus, dass es sich wie von nvidia verlautbart nur um eine bestimmte produktcharge handelt.

würde das bei mir so aussehen, hätte ich es zurückgeschickt.



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TobiWahnKenobi

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soderle.. habe heute mal den wandbetrieb über HDMI getestet und das tablet dazu über meinen AVR laufen lassen.. erstaunlich.. filmkonserven laufen*, der ton passt, bild stimmt, bluetooth-tastatur für sofa-tipping funktioniert und das bisschen cursorschubsen erledigt das touchfeld auf dem controller.

echt lustig, was es da für 299€ + controller gibt..



es gibt sogar ein office :)


Beamer only (HDMI-Verbindung über AVR /1080p)


die HD darstellung @beamer im filmbetrieb ist für meine augen absolut in ordnung, flüssig, knackig, passt.
für farbformatfetischisten lässt sich der hdmi ausgang im shield-menu von nativ auf rgb umschalten, passt.
ton passt auch - amazing!!!



*VLC Player



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TobiWahnKenobi

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so, genug gespielt und android erforscht.




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